Plötzlich Angst und Panik

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Das hört sich nach generalisierter Angststörung an, möglicherweise inklusive einer Klaustrophobie. Und ich lese, Angst vor vielen Menschen. Ich deute es einmal vorsichtig an: dies alles hört sich nach einer Depression an. Lasse Dich bitte von Deinem Hausarzt zu einem Psychiater oder Neurologen überweisen. Er wird das genau diagnostizieren. Sollte es so sein, gibt es heute schon sehr gute Antidepressiva. Zögere es nicht länger hinaus, denn, je eher Depressionen behandelt werden, um so größer die Chance auf gute Besserung. Und: heutzutage eine Depression zu haben, ist nicht schändlich, war wohl nie schändlich, nur waren die Leute damals anders drauf, was psychische Erkrankungen betraf. Lasse Dich also insofern nicht verunsichern. Gehe zu einem entsprechenden Facharzt. Es wird Dir sicher bald besser gehen, schon allein deswegen, weil Du Dich Deinem Thema stellst. Und, wie gesagt, es gibt heute ziemlich gute Medikamente. Gute Besserung und liebe Grüße!

Hallo, das was endLicht schreibt ist wirklich zum Lachen. Seit 15 Jahren leide ich unter Panik-/Angstattacken und finde nichts daran komisch oder lächerlich. Wenn ich mitten in einer Veranstaltung meine Begleitung verliere und umfalle, weil mir vor Angst die Luft wegbleibt oder ich beim Einkaufen an der Kasse stehe und ich mich auf den Hosenboden setzen muss, weil mir schwindelig wird und die Beine wegknicken. Als ich einmal dagegen an gehen wollte, fiel ich auf das Laufband an der Kasse und schlug mir drei Schneidezähne aus. So lange wie sich die Angst aufgebaut hat ebenso lange braucht sie zum Abbauen. Wenn sie sich durch ein Erlebnis aus der Kinder- oder Jugendzeit aufgebaut hat entsprechend lange. Ich konnte keine weißen Wände sehen, mein schwarzer Teppich musste weg, die Kohlensäure in der Selter knisterte so laut, dass ich meinte, es wird in der Wohnung gehämmert, fünf Jahre konnte ich nicht auf meinen Balkon gehen usw. Gegen das alles kann man nicht so einfach gegen an gehen, da muss professionelle Hilfe her. Es gibt Verhaltenstherapeuten, Kunsttherapie, Gesprächstherapie. Ich habe immer eine Flasche Wasser mit ca. 10 Esslöffeln Zucker drin dabei und eine Plastiktüte, falls ich hyperventiliere. Mir war aber bisher nach einem Anfall nie zum Lachen. Ich habe schon einiges abgebaut, aber ohne ärztliche Hilfe wird es nicht gehen.

Dass was du hast sind Situationsbedingte Panikattacken. Panik oder Angst werden durch negatives Denkmuster produziert, dabei stoßt der Körper jedemenge Adrenalin aus. In diesem Moment ist dein Körper so stark geschützt wie nie zu vor. Weil für uns diese Gefühle Neuland ist haben wir Angst davor, weil wir Angst davor haben möchten wir es vermeiden, wenn wir es vermeiden wird die Angst aufrecht gehalten und vielleicht kommen später auch noch andere Ängste dazu. Sei dir im klaren dass deine Ängste unbegründet auftreten und du sie überwinden kannst. Dafür brauchst du nur geduld und musst es mehrmals versuchen, bis dein Unterbewusstsein versteht dass es ein falscher Alarm ist. Hört sich leicht an ist aber am Anfang schwer. Nachdem du die Angst überwunden hast ist es eine komische und lustige Erfahrung im Leben.

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