Plötzlich äußerst hohe Mietnebenkostennachzahlung - rechtens?

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13 Antworten

Wenn dir dein VM eine so hohe Nebenkostenabrechnung überreicht, so fordere ihn auf, dir die entsprechenden Belege lückenlos zu zeigen. Dazu ist er verpflichtet. Wenn nicht, zahlst du nur das was auch regelmässig angefallen ist. Sogar bei Gericht wird er runterfallen, wenn die Belege nicht beigebracht werden.

Lege doch bitte die alte neben die neue und vergleiche die Kostenstellen, wo genau diese Erhöhung denn herkommt und prüfe, ob die AR überhaupt ordnungsgemäß ist (ggf, auch auf inhaltliche Fehler), denn nur dann ist sie doch fällig. Viel Glück.

Für welchen Zeitraum ist denn die Abrechnung?

2013 hatten wir einen sehr kalten und langen Winter. Auch wenn Du selbst nicht viel heizt, die Grundkosten werden ja nach der Wohnfläche abgerechnet. Da zahlt man einen Teil für Vielheizer mit.

Hohe Müllkosten können u. a. auch Grund für eine Nachzahlung sein. Schäden an eine Wohnung aber nicht. Die haben mit den Nebenkosten nichts zu tun.

Eben so der Strom für die Wohnung.

Wobei 110 € für so eine kleine Wohnung schon recht viel ist. Da sollten Nachzahlungen eigentlich kaum entstehen.

Du schreibst eine Großfamilie ist eingezogen. Wie wird denn der Wasserverbrauch abgerechnet?

Du kannst Einsicht in die Belege fordern.

Vergleiche die Abrechnungen und schaue welche Posten sich verändert haben.

Lasse die Abrechnung durch eine Fachmann prüfen.

Du solltest dir die Zusammensetzung des Nachzahlungs- Betrages vom VM erläutern lassen, bzw. er sollte dir das auch belegen können, ...dann kannst du es mit deinen vorherigen Nachzahlungen vergleichen.

Eine gewisse Erhöhung ist (leider) logisch, ansonsten lohnt es sich immer genau "nachzuhaken".

Dein Besuch, kommende Woche bei Mieterschutzbund ist jedenfalls nicht verkehrt. Lg

Wenn es um den Jahreszeitraum 2013 geht, dann dürfte das durchaus rechtens sein, denn in den Abrechnungen 2013 schlägt sich der überaus kalte Jahresanfang derart deutlich nieder - je nach Wohnungsgröße sind hier Mehrbelastungen zwischen ca. 150,00 bis 300,00 € im Vergleich zum Vorjahr möglich - wir hatten in 2013 strengen Frost bis ca. Mitte April!

Du hast die Möglichkeit die der Abrechnung zugrunde liegenden Rechnungen beim Vermieter einzusehen und dir die Abrechnung auch erklären zu lassen - das solltest du tun, bevor du zum Mieterbund gehst.

Danke für eure Antworten! Die Aufstellung zeigt im Gegensatz zum Vorjahr einen Kostenanstieg der Heizkosten von über 1000€ (für mich ~200€). Ich kann mir das höchstens so erklären, dass - da im Nebengebäude den ganzen Winter über gebaut wurde und die Haustüre ständig offenstand - sehr viel zum Fenster rausgeheizt wurde (im wahrsten Sinne des Wortes).

Andererseits habe ich aber nicht viel mehr geheizt als sonst (habe eine Fußbodenheizung).

Am besten lasse ich mir wirklich die entsprechenden Belege vom Vermieter aushändigen und frage nächste Woche beim Mieterschutzbund..

" da im Nebengebäude den ganzen Winter über gebaut wurde und die Haustüre ständig offenstand "

Ich meine damit unsere Haustüre

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Kostenanstieg der Heizkosten von über 1000€

Winter 2012/13 schon vergessen? Dauerfrost bis Ende April und der Mai war auch noch nicht wirklich heizfrei.

Wie werden denn die Heizkosten abgerechnet?


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@anitari

Ich habe die Heizung so selten an, dass ich einen so hohen Kostenanstieg selbst bei einem sehr kühlen Winter (wohne seit 10 Jahren hier und bisher hatte ich noch nie einen derart hohen Anstieg - in den letzten 10 Jahren gab es auch sicher mal ähnlich kalte, lange Winter) nicht nachvollziehen kann

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@CherryDarling1

Ich schrieb Dir doch in meiner Antwort schon das ein Teil der Heizkosten verbrauchsunabhängig nach der Wohnfläche abgerechnet werden.

Da zahlst Du einen Teil quasi für Vielheizer mit und sollte sogar nur nach der Wohnfläche, also zu 100 % verbrauchsunabhängig abgerechnet werden, ist es völlig egal ob und wie viel Du heizt.

Warum beantwortest Du meine Gegenfragen nicht?

Wie werden Heiz- und Wasserkosten abgerechnet? Das muß doch aus der Abrechnung ersichtlich sein.

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Grundsätzlich kann vieles rechtens sein, es ist ja auch irgendwie alles teurer geworden, allerdings scheint mir das auch ein recht hoher Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Der Vermieter muss dir ja alles lückenlos belegen. Am besten lässt du da mal den Mieterschutzbund bzw. Mieterschutzverein drauf schauen. Die können dir wohl als einzige genaueres dazu sagen.

Hast du denn eine Nebenkostenabrechnung? Da kannst du genau sehen wofür welche Kosten angefallen sind. Falls du noch keine hast, fordere sie an.

Du wirst ja eine Aufstellung bekommen, wo diese Kosten angefallen sind. Vergleiche sie mit der Aufstellung der Vorjahre... Was du als Mieter alles zahlen musst, kannst du im Netz finden... Strom über/in Nebenkosten?

Die Abrechnung der BK richtet sich nicht nach dem "Netz" sondern nach dem Mietvertrag. Darin kann auch Strom enthalten sein, ist aber unüblich.

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der mieter muss dir so gesehen eine rechnung geben weshalb du und wofür du das geld zahlen musst bevor du das nicht hast würde ich nicht zahlen

Schreib Deine Zähler ab und nimm sämtliche Unterlagen mit, wenn Du zum Mieterschutzbund gehst. 100% ist defenetiv zuviel. Der Vermieter will bei Euch Mietern das reinholen, was er von der Großfamilie nicht bekommt.

Vergleiche diese Nachzahlforderung mit denen aus den Vorjahren.

Bei den gestiegenen Posten kannst Du Einsicht in die Originalbelege beim Vermieter anfordern.

Tauchen Unstimmigkeiten auf, solltest Du sofort die Abrechnung bemängeln.

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