"Platz machen" auf einspuriger Kraftfahrstraße?

5 Antworten

Äußerst rechts fahren, aber nicht ausbremsen. Das Einsatzfahrzeug wird Dich im Gegenverkehr überholen, wenn es Platz hat.

Wenn es links neben Dir ist, kannst Du evtl. bremsen, um ihm das Wiedereinscheren zu erleichtern.

Wieso beschreibst du so genau, dass es sich um eine Kraftfahrstraße ("Schnellstraße") handelt. Für deinen Gedanken tut es doch auch jeden andere Landstraße.

Also:

Fall 1: Wieso ist Platz machen hier nicht ohne weiteres möglich? Man fährt eben langsamer (oder hält an) und so weit wie möglich rechts. Eventuell gibt es auch einen Grünstreifen, auf den man ausweichen kann. Dann ist das Passieren der Rettungsfahrzeuge überhaupt kein Problem. Zumal man ja selten eine einzige "Autoschlange" als Gegenverkehr hat, wo überhaupt kein Platz wäre. Eher kommen einem ja einzelne Fahrzeuge mit Abstand entgegen. Da der Gegenverkehr ebenfalls vorsichtig fahren wird, kein Problem.

Fall 2: Niemals sich selber in Gefahr bringen, also auch niemals in den Gegenverkehr fahren! Das wäre höchst gefährlich und fahrlässig! Wieso kann man, wenn man auf der linken Spur fährt, sich nicht einfach kurz rechts einordnen? Das funktioniert doch unter normalen Umständen auch problemlos!?

Beide Fälle finde ich ehrlich gesagt viel zu "übertrieben" durchdacht. Achte einfach auf den Moment, fahre langsam, rechts rüber (in beiden Fällen) und lasse die Fahrzeuge vorbei. Wo ist das Problem?

LG

Prima Ratschlag.

Aber das Fahrzeug mit Hoheitszeichen ausbremsen. Wer spricht von in den Gegenverkehr fahren?

Auf unsicherer Grasnarbe fahren.

Womöglich auch noch an einer 'roten' Ampel stehen bleiben, weil man da ja halten muss.

Solche egoistischen Verzögerer gibt es zu Hauf.

Merke: Einsatzfahrzeuge mit Hoheitszeichen fahren nicht zum Hähnchen holen.

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@Pauli010

Von "in den Gegenverkehr fahren" sprach der Fragesteller. Das habe ich versucht, zu wiederlegen.

Allerdings spreche ich keinesfalls davon, Rettungsfahrzeuge auszubremsen - im Gegenteil.

Merkwürdiger Kommentar deinerseits.

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Du musst Einsatzfahrzeugen eine möglichst schnelle Fahrt ermöglichen, bist aber nicht verpflichtet, Dich selber in Gefahr zu bringen.

Wenn es nicht möglich ist, zur Seite auszuweichen, ist auch ein "Ausweichen nach vorne" zulässig, also eine (kurzfristige und maßvolle) Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit!

Dann sollte man aber wirklich bei der nächsten Möglichkeit zur Seite fahren, auch wenn man dadurch den RTW kurz "ausbremst", wie Du schreibst - auf die gesamte Strecke ist der RTW schneller, wenn Du nicht mehr davor bist.

Bei mehrspurigen Straßen gibt es zwar die Regel zur Rettungsgasse, die greift aber nur bei niedrigen Geschwindigkeiten. Im fließenden Verkehr würde ich sehen, dass ich möglichst zügig auf die rechte Spur komme, auch wenn dadurch kurzfristig der Sicherheitsabstand zu anderen Fahrzeugen unterschritten wird - die sollten ja wegen der Sondersignale ebenfalls in "Alarmbereitschaft" sein ...

Nachtrag: Bitte das mit dem "Ausbremsen" nicht falsch verstehen!

Es ist nicht schlimm, falls der RTW mal kurz etwas langsamer werden muss, wenn er anschließend endlich wieder richtig Gas geben kann - aber Du darfst natürlich nicht so fahren, dass Gefahr besteht, dass er Dir drauf knallt!

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Wenn beidseitig 0 Platz ist, beschleunigen und vor dem Kfz mit Hoheitszeichen solange fahren, bis sich eine Überholmöglichkeit bietet; sodann rechts blinken und am rechten Fahrbahnrand verzögern, das Vorbeifahren links ermöglichen.

Das ganze ist nur scheinbar ein Problem.

Der Rettungswagen der hat Signalhorn und Blaulicht, der darf gegenfalls im Gegenverkehr fahren.

Für alle anderen gilt, langsam fahren und überholen ermöglichen lassen. gegenfalls rechts ranfahren und anhalten.

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