Plastizität im Gehirn?

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Ich bin sicher, dass es keine theoretisch klar definiterte Grenze gibt, denn im Prinzip hat das Gehirn eine unbegrenzte Plastizität. Genauso denke ich, dass man niemals eine Punkt erreichen wird, an dem man sich nicht mehr weiter verbessern kann, allerdings ebbt mit zunehmendem Fortschritt die Quote der Verbesserung ab. Irgendwann wird man sie dann kaum mehr wahrnehmen, das wird wohl der Punkt sein, an dem man praktisch kaum mehr Veränderung erzeugt und vermeindlich am Ende ist.

Meinst du, dass man dafür immer an seine Grenzen gehen muss? Ein Lehrer von mir meinte es damals über den IQ. Wenn man diesen verbessern wolle, müsse man sich so fordern, dass man abends quasi fix und fertig ist.

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@Ricco92

Verbesserung kann in kleinen oder großen Schritten passieren, das Gehirn kommt mit beidem klar. Effektiver ist vermutlich eine kontrolliert intensive Forderung, damit man im Prozess nicht immer wieder die Hälfte verliert, aber ein Muss ist das sicher nicht.

Nach der eigentlichen Intelligenztheorie dürfte man seine IQ garnicht verbessern könnten, wenn dein Lehrer damit aber meinte, dass man bei standartisierten IQ-Tests besser abschneiden kann, reicht dafür sogar schon ein Minimum an Training.

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So wie ich das verstanden habe, liegt die Grenze in der Geschwindigkeit, mit der diese Veränderung stattfindet.

Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer hat das mal in einem Vortrag ganz gut erklärt. Er verglich die Geschwindigkeit mit der etwas neues gelernt wird, mit der Geschwindkeit mit der Nerven nachwachsen. Dazu legte er zwei Grafen übereinander die im grunde fast gleich ausahen. Einmal besagtes Nervenwachstum, einmal wie schnell man eine neue Sprache lernt. ... Kann auch sein, dass es da um Patienten ging, die die Sprache neu lernen mussten.

Je älter man wird, desto langsamer geht es. Ich habe aber auch noch im Hinterkopf, dass Begeisterung diesen Prozess befeuern kann. Allerdings wohl auch negative Gefühle, die dann aber nur dazu führen, dass man sie eben wieder fühlt wenn man das gelernte abruft und somit schwierigkeiten hat, es anzuwenden.

Wie weit die Plastizität führen kann, hängt also davon ab, von wo du startest und wieviel Zeit du noch hast.

Hallo,

Wo die Grenzen der Veränderung oder Plastizität im Gehirn liegen, da sind sich auch die Neurologen noch nicht einig. Fest steht: Es ist vielmehr machbar, als man je annahm.

Falls Du Interesse an Beispielen der Neuroplatizität hast, empfehle ich Dir folgendes Buch:

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Danke für die Buchempfehlung!

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