Planwirtschaft und Demokratie?

... komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Das kommt darauf an, was man unter Demokratie versteht. Im Idealfall soll ja Demokratie der politische Ausdruck des Respekts der gewählten Volksvertreter vor den Entscheidungen der emanzipierten Individuen sein. Wieviel Emanzipation und Freiheit bleibt denn übrig, wenn den Menschen sogar vorgeschrieben wird, das sie kaufen und konsumieren können, wohin sie in Urlaub fahren dürfen usw.? Ein Wirtschaftsplan ist ja nicht nur ein Jahresplan. Der wird ja über Jahre in den Grundzügen festgelegt. Wie soll das funktionieren in einer Mehrparteien-Demokratie? Oder gibt es auch eine Ein-Parteien-Demokratie auf unbestimmte Zeit? Ich würde das Diktatur nennen.

Falls jemand in Eurer Klasse die glorreiche Idee hat, über einen Plan könnte man ja abstimmen, so sei ihm gesagt, ein Plan, der eine ganze Wirtschaftsstruktur bestimmt, ist nicht per Abstimmung mal so und mal so zu ändern. Siehe Flughafen Berlin - für 2011 geplant und 2018 immer noch nicht fertig. Ein zentraler Wirtschaftsplan ist ein Zwangskorsett ersten Ranges, und das auf Jahre, wenn nicht Jahrzehnte. Die DDR-Wirtschaft hat die Umstellung trotz Unterstützung nicht geschafft, weil da ganz andere Strukturen eingeschlossen sind.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das es mehr schlecht als recht funktioniert, sieht man an der Landwirtschaftspolitik.Von der EU werden ja Quoten vorgegeben. Das ist Planwirtschaft. Funktioniert zwar nicht vernünftig, aber das hat nichts mit Demokratie zu tun.

Planwirtschaft funktioniert nie.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Weil es die freiheit einschränkt

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?