Planwirtschaft Grund für den Zusammenbruch

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Nicht "DIE Planwirtschaft" war ein Grund für den Zusammenbruch. Heutzutage wird in den Unternehmen viel mehr und straffer "geplant".

Ein Grund war die permanente Einmischung der Politiker in die wirtschaftlichen Belange, das Aushebeln wirtschaftlicher Gesetzmäßigkeiten. Warum das so war, ist eine andere Frage.

Ein weiterer Grund war die utopische Vorstellung, in ein paar Jahrzehnten urwüchsige individuelle Kräfte und Wünsche der Menschen einem gesellschaftlichen Konsens unterordnen zu können, dessen Inhalt wiederum die senilen und impotenten Politiker im Politbüro des ZK der SED vorgegeben hatten.

Es gibt noch viele andere, auch äußere Gründe, die erst in Synergie zum Zusammenbruch führten.

Ein sehr interessantes Buch zum Thema:

Joseph Pozsgai, "Der Preis der Wende - Gorbatschows Masterplan für den Systemwechsel", Olzog Verlag München, 2006 - ISBN 978-3-7892-8152-5.

Ich finde die Planwirtschaft allgemein sehr interessant und vor allem den Kommunismus. Ich möchte mich noch mehr mit dieses Thema auseinadersetzen und genau alles 1:1 prüfen und jede Kleinigkeit. Hast du noch mehr gute Bücher zum Thema Planwirtschaft, Kommunismus, Marxismus?

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@rammm

Hast du noch mehr gute Bücher zum Thema Planwirtschaft, Kommunismus, Marxismus?>

Ich persönlich ja! Aber die findest Du alle auch in gut sortierten und nicht einseitig orientierten Bibliotheken, sowohl den haptischen als auch den visuellen.

Versuche, ein paar Schriften von den "Ur-Vätern" zu lesen (Marx,Engels, Lenin).

Alles immer schön kritisch und mit Bezug auf die damalige Zeit.

Schlagwort "Planwirtschaft": hier immer schön die Realität und die Propaganda auseinander halten. Im Sozialismus war das "Planwirtschaft" im volkswirtschaftlichen Rahmen, hier spricht man von Planung in der Regel auf Unternehmensebene.

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@LSSBB

Ich habe mal das Manifest der kommunistischen Partei. Aber die Reclam Version also eher die kürzere Version. Allerdings frage ich mich auch ob die Texte anders umgeschrieben wurden oder so?

Findet man heute noch die Schriften von den "Ur-Vätern"? Ich will z.B. auch das Kapital, usw. lesen.

Ja ich will das marxsche System 1:1 verstehen und alle Probleme oder spezielle Fehlern erkennen. Will auch die anderen Systeme wie den Stalinismus, Maoismus, usw. lesen. Aber davor will ich mich erst mal richtig reichlich mit dem richtigen Kommunismus befassen. :)

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@rammm

Es gibt keine Kurz- bzw. Langform des Manifest. Wenn Du Zweifel hast, ob es gekürzt wurde, dann hole es Dir in einer der vollständigen Marx-Engels-Ausgaben, die jede gute Bibliothek haben sollte.

"Das Kapital" würde ich Dir noch nicht empfehlen, das ist auch für gestandene Experten kompliziert (nichtsdestotrotz aber notwendig, um die ökonomischen Lehren von Marx und Engels zu verstehen - und um zu verstehen, dass die nicht nur Schund in den Köpfen ihrer Anhänger hinterlassen haben, wie hier sehr oft behauptet wird).

Dann besorge Dir zunächst noch folgende Schriften (das Jahr ist das Jahr der Veröffentlichung):

Marx/Engels, "Thesen über Feuerbach", 1845;

Engels, "Grundsätze des Kommunismus", Okt./Nov. 1847;

Marx/Engels, "Statuten des Bundes der Kommunisten", 1853;

Marx/Engels, "Forderungen der Kommunistischen Partei in Deutschland", 1848.

Dann können wir weiter diskutieren.

Es gibt allerdings neben GF auch sehr seriöse Diskussionsforen in vielen Großstädten, die Du sicher über das Internet findest.

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Danke für den Stern!

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Der entscheidende Auslöser ist der Fakt, dass es nicht so schnell neue und bessere Entwicklungen durch humanere Arbeit gibt, die "jeder Mensch unbedingt, sofort und am besten noch für das Sonder-Super-Schnäppchenangebot kaufen muss". Dadurch entsteht eine "Mangelwirtschaft" an Luxusgütern und Neid auf die kapitalistischen Länder und das führte, mal früher, mal später, zu Protesten. Und an den Protesten (Vgl.: DDR, VR Polen, ...) gingen diese Staaten unter, weil die Menschen nicht auf die inhumane Arbeit dort aufgeklärt wurden.

Ah ok das ist tatsächlich ein guter Grund! Dachte, dass es hier keiner schafft. Danke :)

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weil die Menschen nicht auf die inhumane Arbeit dort aufgeklärt wurden.>

Wie und wo "klärt" man denn Menschen "auf inhumane Art auf"?

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Teilweise ist auch der Egoismus der Herrschenden daran beteiligt(obwohl der Sozialismus dieses eigentlich ausschließen soll) - und natürlich die hohen Ausgaben für Militär und Überwachungsorgane(auch das ist ja prinzipiell nicht vorgesehen).

Man muss dagegenhalten, das auch der Kapitalismus ein "eingebautes" Verfallsdatum hat, da er nur mit einem gewissen Maß an wirtschaftlichem Wachstum funktioniert; sobald aber alle Märkte erschlossen und aufgebaut sind, ist kein ausreichendes Wachstum mehr möglich.

Stimmt, aber ich denke mal, dass nicht alle Staaten so viel Ausgaben an das Militär ausgegeben haben oder?

Ja Egoismus eigentlich auch nur da hat sich ja der Staat oft gegen solche Leute mit Gewalt gewehrt oder gekämpft^^

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