Plantagenwirtschaft und Shifting Cultivation -beides Brandrosunf?!

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1 Antwort

Der Hauptunterschied ist doch der, dass die shifting cultivation mit Brandrodung eine traditionelle Landwirtschaft zur Eigenversorgung der halb-nomadisierenden Familien von Ureinwohnern ist, während die Plantagenwirtschaft zum Zweck des Anbaues und der Vermarktung von cash crops (Feldfrüchte, die "cash" = Geld einbringen) riesige Flächen des trop.Regenwaldes rodet . dadurch wird natürlich die ansässige Bevölkerung vertrieben (also keine "Landflucht", sondern "Vertreibung". ) In Erdkundebüchern wird häufig der Staat Liberia angeführt, wo der US-Konzern Goodyear riesige Kautschukplantagen betreibt ... ein ähnliches Phänomen in "Elfenbeinküste": hier ist es aber der Kakao-Anbau, der die indigene Bevölkerung vertreibt. Plantagenwirtschaft kann nur Monokultur sein ; es gibt keine "Brache" - der Fruchtbarkeitsverlust des Bodens muss durch künstliche Düngung aufgefangern werden. Und ob die Plantagenflächen vorher der Brandrodung unterliegen? Kann sein, muss aber nicht; denn auch wenn Brandrodung erfolgt: die meiste Arbeit der Kultivierung machen ja die großen Baumstämme und die Wurzeln der Bäume, die von der Brandrodung ja eh unberührt bleiben.

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