TÜV - Muss ich dies wahrnehmen? Weil dies ja erst für nächstes Jahr gilt. Oder brauche ich die Bescheinigung?

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4 Antworten

Ihnen eine Bescheinigung auszustellen, damit wir im Juni 2017 die Tüv-Plakette für ein Jahr verlängern können.

Ja, so etwas gibt es.

Das ist eine Sonderregelung aus den 1970er Jahren des letzten Jahrhunderts, als es mal zu wenig Prüfingenieure gab und die Zahl der Autos enorm zugenommen hatte.

Da darf der Werkstattmeister (diese Berechtigung ist an seine Person gebunden) die HU-Plakette im Rahmen der Inspektion für 1 Jahr verlängern, wenn das Auto max 4 Jahre alt ist, danach geht das nicht mehr.

Wohlgemerkt, das ist eine FRISTVERLÄNGERUNG, das ist KEINE HU im Sinne des §29 StVZO, denn der Werkstattmeister ist KEIN Prüfingenieur und hat auch keine Zulassung eine Hauptuntersuchung durchzuführen, er hat demnach von Zulässigkeiten und verkehrsrechtlichen Vorschriften KEINE Ahnung, er darf lediglich die HU Frist um ein Jahr verlängern, das geht dann ein Jahr später (wenn das auto max 4 Jahre alt ist) auch noch mal.

Wenn sich das Auto im Serienzustand befindet, kann man davon Gebrauch machen. Sind Umbauten vorhanden (auch wenn es nur Sonderräder oder Federn sind) würde ich auf jeden Fall zur HU durch einen Prüfingenieur raten, denn da würden rechtliche Unzulänglichkeiten auffallen, die bei einer anderweitigen Kontrolle zum Verhängnis werden können.

Ich hatte schon Kunden, die hatten zweimalige Fristverlängerung durch eine solche Regelung und bei der "echten" HU nach 5 Jahren  fielen die aus allen Wolken, weil die Umbauten nicht zulässig waren und sie im Glauben waren, damit schon zweimal durch die HU gekommen zu sein.

Diese Regelung ist auslaufend und wird auch durch die Landesministerien seit Jahrzehnten schon nicht mehr neu vergeben. Diese Alt-Meister haben noch Bestandschutz, wenn die in Rente gehen, erlischt auch dieses Recht zur Fristverlängerung für Jungfahrzeuge.

Das ganze wird also heute von solchen Werkstätten als "Lockargument" benutzt um den Kunden zur Inspektion zu bewegen. Für die Verlängerung um 1 Jahr wird i.d.R. nichts berechnet, aber man hat natürlich shcon die komplette Inspektion bezahlt. Außerdem ist die Einschätzung des Werkstatmeisters nicht neutral, denn er hat einen Wirtschaftlichen Vorteil, wenner etwas bemängelt, da er an der Reparatur des Mangel verdient.

Es wird vermutlich günstiger sein, eine "echte" HU durch einen Prüfingenieur durchführen zu lassen, denn dieser ist von Ergebnis der HU wirtschaftlich unabhängig, er verdient an der Behebung der Mängel nichts.

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selten so ein Blödsinn gelesen

der Tüv und Hu sind bei Privat genutzten Fahrzeugen grundsätzlich 2 Jahre.

Was er damit meint, keine Ahnung. Du kannst dir jede Werkstatt oder auch eine Dekra aussuchen.

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Kommentar von TransalpTom
23.06.2016, 01:52

Nein, Peter, das ist kein Blödsinn, das ist eine Sonderregelung aus den 1970ern. Das dürfen nur noch eine Hand voll Werkstätten, solange deren Meister noch nicht in Rente ist, die Berechtigung ist an dessen Person gebunden. Das ist ein Bestandschutz, die Berechtigung wird nicht mehr neu vergeben.

Siehe meine Antwort.

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Kommentar von 19Michael69
23.06.2016, 18:32

Hu sind bei Privat genutzten Fahrzeugen grundsätzlich 2 Jahre

Das ist falch. Bei neu zugelassenen PKW sind es bis zur ersten HU 3 Jahre, danach 2 Jahre.

Gruß Michael

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Hallo,

wann war denn nun die Erstzulassung des Fahrzeugs?

2016 (wie in der Frage) oder 2014 (wie in einem deiner Kommentare)?

Wenn es 2014 war, dann muss du in 2017 zur nächsten Hauptuntersuchung. So würde es einen Sinn mit dem "Werbebrief" ergeben.

Wenn an dem Fahrzeug alles in Ordnung ist und eine Durchsicht / Inspektion erst vor kurzem gemacht wurde, macht es überhupt keinen Sinn jetzt Geld für diesen Kundendienst und dann evtl. noch für die Verlängerung auszugeben.

In Summe legst du da sicher Geld drauf.

Also einfach in 2017 zu echten Hauptuntersuchung gehen.

Viele Grüße

Michael

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Hört sich nach Kundenfang an ... Warum 2016 zum KD für die HU 2017? Macht wenige Sinn.

Sinnvoller wäre kurz vor der HU das Auto checken zu lassen, wobei man da auch gut abgezogen werden kann ... das müssen wir machen und jenes sonst gibts keinen TÜV etc ....

Wenn der Wagen nicht all zu alt ist und gut in Schuß sollte man auch ohne KD vorher bestehen. Lichter und alles kann man ja voher selber anschauen, mit bissl Sachverstand auch die Bremsen.

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Kommentar von carooo777
22.06.2016, 20:56

Kann es eine Begründung sein, dass mein Fahrzeug erstmals im Juni 2014 zugelassen wurde, und sie es deshalb wollen? :)

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