Pistolenkugel verändern, ist das erlaubt?

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8 Antworten

Ein gezacktes Projektil reißt nur noch größere Wunden in die Opfer und hat eine etwas geringere Reichweite, ansonsten ist es genauso tödlich wie ein glattes Projektil.

Was du haben willst wäre eine Waffe die Gummigeschosse schießt. Diese dringen nicht unter die Haut ein, tun aber höllisch weh. Aber auch diese sind gefährlich, wenn sie zum Beispiel in die Augen gelangen oder aus zu naher Distanz abgefeuert werden.

Generell sind derartige Waffen keine gute Idee. Informiere dich lieber welche Geräte zur Selbstverteidigung du in deinem Land besitzen darfst und welche nicht.

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Eine scharfe Waffe ist eine scharfe Waffe und wird als solche behandelt. Das heißt erwerben und besitzen nur mit Waffenbesitzkarte und Führen nur mit Waffenschein. Welche Munition geladen ist, ist dabei völlig egal. Nonlethale Munition gibt es bereits und die von Dir aufgeführten Veränderungen an einer scharfen Patrone würden nur zu mehr Wundwirkung führen,  das Geschoss wäre trotzdem tödlich.

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Salue

Die Waffengesetzgebung behandelt immer die Waffen, unabhängig davon, welche Munition Du eingesetzt hast.

Es gibt auf dem Markt den so genannten "fliegenden Handschuh" als Patrone. Bei Abschuss öffnet sich ein kleines, mit eingenähten Bleikügelchen versehendes, Tüchlein in der Grösse einer grossen Münze.

Der Aufschlag entspricht etwas dem "Hammer" eines Boxers und schmeisst den Angegriffenen an die nächste Wand, ohne ihn ernsthaft zu verletzen.

Solche Munition ist also bereits erfunden, das ändert aber nichts an der Waffengesetzgebung.

Übrigens ist da die Schweiz strenger als die Europäischen Länder.

In der Schweiz gilt für jede Waffe, die durch einen Laien mit einer echten Schusswaffe verwechselt werden könnte (Wasser-, und Airsoft- Deko- und Schreckschusspistole) die selbe Gesetzgebung wie für eine echte Schusswaffe.

Man hat hier eine Tradition mit Schusswaffen und hat deshalb die Konsequenzen daraus gezogen, dass solche "Spielgeräte" für den Besitzer leicht tödlich sein können. Der Gegner weiss ja nicht, dass das Ding nur "Peng" macht und nicht schiessen kann !

Es grüsst Dich

Tellensohn

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Kommentar von Laestigter
10.08.2016, 20:58

In Deutschland kümmert sich das WaffG auch um Munition, also beispielsweise Leuchtspur, Suchrotpatronen für Kurzwaffen, ect..

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Unsinn, schon runde Kugeln (richtige, runde Kugeln eben) aus Vorderladern können töten.

Vorderlader sind übrigens frei verkäuflich ab 18 und es gibt sogenannte Indoor Pistons mit denen die Projektile auch nicht mehr tödlich sind, geschossen wird dabei mit Zündhütchen die auch frei verkäuflich sind, allerdings sind sie damit auch nicht mehr geeignet einen Angreifer zu stoppen und führen dürftest du sie ohnehin nicht.

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Ob Du das Projektil änderst oder nicht macht keinen Unterschied. Das ändert nichts daran, dass Du die Pistole zu Angriffs- oder Verteidigungszwecken gegen Menschen einsetzen möchtest. Damit bleibt auch die modifizierte Pistole eine Waffe im Sinne des Waffengesetzes.

Damit ist ein Waffenschein erforderlich. Das Führen der Pistole der ohne Erlaubnis wäre auch strafbar.

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Kommentar von winstoner14
10.08.2016, 16:33

Der Waffenschein ist zum Führen nötig. Zum Besitz genügt eine Waffenbesitzkarte.

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Die Projektile sind da vollkommen nebensächlich, da du die Pistole gar nicht führen bzw. besitzen darfst. Selbst ohne Magazin nicht.

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Das Gesetz sieht so aus, das Du erstmal einen Waffenschein beantragen und bekommen müsstest

https://de.wikipedia.org/wiki/Waffenschein

Zitat:

Die Erteilung von Waffenscheinen an Privatpersonen ist sehr selten; ....

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Kommentar von frodobeutlin100
10.08.2016, 16:07

https://www.gesetze-im-internet.de/waffg_2002/BJNR397010002.html

§ 4 Voraussetzungen für eine Erlaubnis

(1) Eine Erlaubnis setzt voraus, dass der Antragsteller

1. das 18. Lebensjahr vollendet hat (§ 2 Abs. 1),
2. die erforderliche Zuverlässigkeit (§ 5) und persönliche Eignung (§ 6) besitzt,
3. die erforderliche Sachkunde nachgewiesen hat (§ 7),
4. ein Bedürfnis nachgewiesen hat (§ 8) und
5. bei der Beantragung eines Waffenscheins oder einer Schießerlaubnis eine  Versicherung gegen Haftpflicht in Höhe von 1 Million Euro - pauschal für Personen- und Sachschäden - nachweist.

.....

irgendwie hört sich das Projekt nach Dum-Dum-Geschoß an ... also weder zuverlässig, noch geeignet und vermutlich auch nicht 18 ....

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hätte da ne andere Lösung für nervöse Angsthasen :) ..zB http://www.maennerspielplatz.de/pics/produkte/flow/mini-tank-supreme-experience---short-01.jpg

ansonsten les dir erstmal die Gesetze durch, selbst mit den kleinen Waffenschein darfst du nicht einfach mit Waffe durch die Gegend rennen. 

und die Gefährlichkeit wird nicht an den Kugeln festgemacht, sondern an der Energie mit der diese raus geschossen werden. Wir sind hier ja nicht im wilden Westen :)

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