Pilz gefunden, ist der essbar?

Pilz - (essen, Ernährung, kochen) Pilz - (essen, Ernährung, kochen) Pilz - (essen, Ernährung, kochen)

11 Antworten

Hallo,

die exakte Bestimmung der Rotkappen-Arten ist oft sehr schwierig, wenn man nicht die genauen Bestimmungsmerkmale (färbung der Schüppchen am Stiel) kennt, sowie nicht die Symbiosebäume dazu sieht.

Eine Rotkappe ist es eindeutig und mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ist es eine Espen-Rotkappe. Bei den abgebildeten älteren Exemplaren ist es schwierig, aber bei den sehr jungen und jungen Exemplaren sieht man eindeutig den hell, fast weißlichen Stiel, der sich erst im Laufe des Alterungsprozesses im Stielansatz dunkler verfärbt. Das ist typisch für die Espen-Rotkappe.

Die Espenrotkappe ist ein guter Speisepilz, bei jüngeren Exemplaren sehr fest im Fleisch und fast immer ohne Maden/Würmer. Sie eignet sich auch gut zum Trocknen oder als Pilzpulver (leicht schwärzend, zum Einfärben von Nudeln oder Teigen geeignet).

Rotkappen sind nicht giftig, sie können aber, wie alle anderen Pilze auch, im Alter bei beginnender Zersetzung zu Lebensmittelvergiftungen führen, weshalb man ältere Exemplare besser stehen lassen sollte. Kulinarisch interessant sind ohnehin nur die jüngeren Pilze.

LG Jürgen

Ich kenne ihn nicht, aber ich hätte eine Idee um der Sache näher zu kommen: Prüfe mal, ob da Milch ausläuft, wenn man ein Stückchen vom Hut abbricht.

PS: Du hast hier ja ordentlich Buh-Rufe geerntet- dabei sieht es fast so aus, als ob Du den nur gepflückt hast, weil die Hutfarbe dem Maronenröhrling ähnlich ist ;)

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Ich selbst habe sie gar nicht gepflückt ich war nicht mal mit :D Ich sollte nur fragen und es liegt auch in meinem Interesse zu wissen ob ich sterbe falls er nachher in i-einer Suppe mit drin ist. riechen jedenfalls ähnlich wie Maronen. Ich warte bis besagte Person zurück ist und das macht was ist wenn da Milch ausläuft? Danke Für deine Hilfe :)

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@MischEZSZ

Wenn Milch ausläuft wäre die Bestimmung einfacher.

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@scatha

Ich sehe, die Experten sind sich uneins, das wird wohl nix mehr mit der Bestimmung. Aber nächstes Jahr wachsen dort vielleicht neue, die man dann erkennen kann :D

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Hallo,

diese Pilze sind nicht essbar, auch wenn sie grundsätzlich essbar wären, da sie (gut erkennbar) einen Frostschaden haben. Pilze haben ein sehr empfindliches Eiweiß, das nach einem Frost und dem Auftauen sehr schnell in die Zersetzung übergeht.

Es besteht daher die Gefahr einer akuten Lebensmittelvergiftung, völlig egal, ob Speisepilz oder nicht. Das betrifft auch die leicht erkennbaren Steinpilze, Maronen, Pfifferlinge etc.

In diesem Jahr gilt nach dem starken Frost die Regel:  Finger weg von allen Pilzen!!!

LG Jürgen


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Hier im Norden war noch kein richtiger Frost. Einmal so bei -3 Grad, was kaum den Boden erreichte. Mein Spätgemüse steht immer noch im Garten. Machst Du keine Führungen in die Winterpilze ? Die brauchen unbedingt erst einen Frostschub um überhaupt fruktieren zu können.

Dieses Jahr waren die schwankenden Temperaturen gefährlich. Erst gutes Pilzwetter und einen Tag später über 30 Grad. Das halten keine Lebensmittel aus.

Aber Du und andere User haben Recht, dass die Farben der abgebildeten Pilze recht ungewöhnlich sind und wir nicht wissen, ob das die Originalfarben sind. Ich glaube eher nicht, und weitere Fragen erübrigen sich, weil die Pilze nicht selbst gepflückt sind.

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@DerRumpelrudi

hallo Rudi,

es kommt natürlich immer darauf an, wo man die Pilze gesammelt hat. In weiten Teilen Deutschlands war starker Frost. Bei mir im Garten hat es sogar den Grünkohl erwischt. Fachlich gesehen muss man natürlich differenzieren. Es sind aber nicht nur Fachleute im Wald unterwegs und so freuen sich immer wieder Pilzsammler über Pfifferlinge, die sie bei ihrem Neujahrsspaziergang im Wald finden ;-) ... manchmal berichten sogar Zeitungen: "Januar..es gibt wieder Pfifferlinge" :-)  Deshalb stelle ich die Lebensmittelsicherheit in meinen Kursen über alles, auch über die Giftpilze, die wir ja aber nicht sammeln wollen. Wenn ich sehe, was für einen Schrott auch scheinbar erfahrene Pilzsammler mitnehmen, dann wird mir klar, wie wenig Wissen in diesem Bereich vorhanden ist. Ich habe einmal eine Sachverständige mit diesem Thema konfrontiert (Schimmelbefall und beginnende organische Zersetzung bei Speisepilzen..) Was soll ich sagen? Die Frau hatte zwar einen Lehrgang absolviert, kannte ganz offensichtlich viele Pilze, hatte aber trotzdem keine Ahnung, da sie die Problematik nicht erkannt hatte (ich hatte ihr Pilze mitgebracht, die schon grenzwertig waren, um sie zu testen) Unglaublich ... deshalb halte ich jede Form der "Pilzberatung" für gefährlich, wenn sie nicht von Praktikern kommt, die auch ständig im Wald unterwegs sind. Würden wir zu einem Arzt gehen, der keine Praxiserfahrung hat?  ;-)

LG  Jürgen

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