Pilot werden Bewerbung/Ausbildung?

... komplette Frage anzeigen

2 Antworten

1. "Pilot ist ein wunsch von sehr vielen menschen heut zu tage," Woher weißt Du das? Es ist der Wunsch einiger jugendlicher Möchtegern-Himmelsstürmer hier bei GF, ja, aber von "sehr vielen Menschen" in dieser Republik? 

2. "Wo soll ich mich bewerben?" Wie wäre es bei einer Linienflug-, einer Charter-, einer Frachtfluggesellschaft? Einem Air-Taxi-Unternehmen oder einer Business-Charterfirma? Ist jetzt nur eine Vermutung von mir. 

3. Die Frage wurde doch schon viele Tausend Mal gestellt. Warum checkst Du nicht einfach mal als erstes die GF-Datenbank? 

4. Warum gehst Du nicht einfach die Karriereseiten der europäischen Airlines durch und schreibst Dir die Voraussetzungen auf? Problemlöser sind gefragt, nicht Leute, die Probleme machen! 

Dass LH immer noch die Ausbildung gestoppt hat, heißt doch nicht, dass sie in ganz Europa nicht stattfindet. LH ist ja nur eine Airline; es gibt tatsächlich auch andere. 

5. Du kannst auch einfach bei einer Flugschule anfangen. Gesetzliche Voraussetzungen erfüllen, Medical bestehen, Geld auf den Tisch legen, Ausbildung (hoffentlich) bestehen, Lizenz bekommen, losfliegen. 

6. Keine Airline finanziert Deine Ausbildung vor, im Gegenteil: Du musst sofort den Gesamtbetrag hinlegen oder in bestimmten Raten zahlen; das müssen nicht Monatsraten sein, sondern es können durchaus zwei oder mehrere großen Brocken anfallen. 

Die Raten per Lohnabzug zu bezahlen, war ja das LH-Privileg. Das aber ist obsolet und wird es beim neuen Ausbildungskonzept höchstwahrscheinlich gar nicht mehr geben. 

7. Die neue MPL-Ausbildungplan (na ja, der ist ja auch schon wieder 6/7 Jahre alt) geht davon aus, einen Fußgänger zum Copiloten eines Verkehrsflugzeugs auszubilden. 

Zum Start brauchst Du also genau Null Flugstunden. Mindest-Theorie- und Praxisstunden (Simulator- und echte Flugstunden) bis zur Prüfung sind in der EASA-FCL 1178/2011 beschrieben. 

8. Als Ready Entry, wenn Du also von einer Flugschule kommst und Dich bei einem Unternehmen als COP bewirbst, gibt die Firma immer sowohl die Mindestflugstunden an als auch den Mix (nur Jet, Jet und Truboprop etc.). 

9. Für den Einstellungstest selbst kannst Du Dich nicht einzeln bewerben, denn der wird ja vom Unternehmen oder einer damit beauftragten Institution durchgeführt. Du musst ja ins Unternehmen passen. 

Kommentar von GearUp
18.05.2017, 19:52

Ich liebe es wenn Du eine gute Antwort gibst und dann irgendein beleidigtes Kind die erstmal downvoted.

2

Hi probiere es mal bei der Bundeswehr, die bezahlt dir die komplette Ausbildung. Du kannst dann ein oder 2 Jahre sofort zu einer Airline wechseln. Du wirst auch schon in der Ausbildung gut bezahlt (1800 € brutto pro Monat). Eignungstests sind bei jeder Airline anders. Wie ich weiß kommt bei der Bundeswehr Mathe, Englisch, Deutsch dran
Ich werde es in ein paar Jahren zur Bundeswehr gehen weil ich auch Pilot werden will😊(du musst Körperlich fit und kerngesund sein)

Für mehr Infos hier:

Hoffe ich konnte dir weiterhelfen

Kommentar von TightLP
18.05.2017, 19:42

Ausserdem sind Militärpiloten gern gesehen bei den Airlines! Da hat man gute Chancen genommen zu werden. Und die Mindestanforderungen hast du ja durch die Ausbildung zum Luftwaffenpiloten eh schon bestanden.

0
Kommentar von ramay1418
19.05.2017, 15:00

Na ja,

1. die Mindestverpflichtungszeit für das fliegende Personal sind 16 Jahre - sagt die Bundeswehr selbst und die müsste es eigentlich wissen -, nicht ein oder zwei, nach denen man wechseln kann. 

2. werden Militärpiloten nicht wirklich gerne gesehen, außer Transportpiloten, die entweder die Transall, den A400M oder die P-3 Orion oder gar die Regierungsflieger geflogen haben. 

Für Kampfjetpiloten ist es sehr viel schwieriger. Sie sind gewohnt, Mensch und Maschine bis an die Grenzen der Belastbarkeit zu bringen und hohe Risiken einzugehen; Eigenschaften, die man in der zivilen Fliegerei eher nicht schätzt. 

Kampfjetpiloten müssen dann die entsprechenden Flugstunden auf Großgerät und ein MCC-Seminar nachweisen. 

Außerdem ist die Umschreibung einer Militärpilotenlizenz in eine zivile nicht so einfach, wie ihr Möchtegern-Himmelsstürmer euch das vorstellt. Das LBA hat dazu aber genauere Infos - und in der EAS-FCL sind die Vorgaben aufgelistet. 

3. Dass Du zur Bundeswehr gehen willst, ist ja nicht schlecht, da aber im Schnitt weniger als 5 % der Bewerber es überhaupt ins Cockpit schaffen (und weniger als 1,5 % in einen Kampfjet), solltest Du Dir schon mal über alternative Jobs bei der Bw nachdenken. 

Die genauen Zahlen sind aber nicht so wichtig. Viel wichtiger ist es zu wissen, dass es die meisten Bewerber eben nicht schaffen - und das deckt sich auch mit den Erfahrungen einiger Airlines, von Interpersonal und dem DLR im Bereich der Zivilfliegerei. 

0

Was möchtest Du wissen?