Pille Depressionen

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3 Antworten

Die "Valette" ist eine Verhütungspille und hat nichts mit Depressionen zu tun. Gelegentlich können die Pillen Depressionen auslösen oder verstärken, aber nicht heilen...

Deine Freundin sollte sich zu einem Facharzt begeben wenn sie unter solchen Störungen leidet, und das ist definitiv nicht ein Frauenarzt!

Rate Deiner Freundin erst mal zu Hausaufgaben und unterstütze sie dabei indem Du entsprechend Rücksicht nimmst.

Sie sollte erst mal täglich eine halbe Stunde Tagebuch von Hand auf Papier schreiben.

Dann sollte sie regelmäßig Arbeiten im Wirtschaftsunternehmen Haushalt übernehmen. Die Meisterprüfung besteht darin heraus zu finden Wozu diese Arbeiten gut sind und zwar nicht bezüglich Plattitüden sondern aus erarbeiteter Eigenerfahrung.

Depressere ist Latein und heißt niederdrücken. Es gibt eine als wissenschaftlich bezeichenbare Studie zu diesem Formenkreis psychischer Auffälligkeiten die in den 1980-iger Jahren veröffentlicht wurde. Da wurden etwas mehr als 100.000 Menschen als sogenannte Probanden über lange Zeit unter verschiedensten Bedingungen begleitet. Am Ende stellte sich heraus dass damals in USA jede dritte Diagnose durch Veränderung der Umwelt komplett "geheilt" werden konnte. Ein weiteres Drittel konnte durch medikamentöse Einstellung stabil und lebenswert behandelt werden. Ein weiteres Drittel verblieb dann als organisch depressiv mit entsprechener Behandlung zu der dann eben auch hier und da mal ein notwendiger Klinikaufenthalt gehören konnte.

Das weibliche Geschlecht ist nachweislich in unserer Gesellschaft diskirminiert in vielen alltäglichen Bereichen. Bei uns findet Menstruation nur noch problemlos statt, kostet sie Kraft gilt diese durchaus natürliche Tatsache als Krankheit. Die Anerkennung sogenannter weiblicher Fertigkeiten hört sich dann etwa so an - Zitat Dr. Leyen: "Das bisschen Arbeit welches von Krankenschwestern geleistet wird, dafür reicht Hauptschulabschluss komplett." Wobei sie natürlich unterschlägt dass geringere Bildung des Pflegepersonals ärztlicher Totschlag und Mord erleichtert. Mal als grob dargestelltes Beispiel.

Ein kreatives Hobby steigert das Selbstwertgefühl vor allen Dingen kann es in Gemeinschaft gelebt werden und wird das Ergebnis auch von der Umwelt anerkannt. Wir gehen z.B. für sehr wenig Geld gerne gut essen, im Haushalt packt nur jeder 5. Mann mit an, empfindet den Abwasch zu machen schon als erwähnenswertes Ereignis.

Ganz gewiss würde es einem großen Teil unserer Gesellschaft viel besser gehen würden wir aufhören uns zu Sklaven des Gottes Mammon zu machen, zurück auf den Lebensboden kommen. Zeit zu haben Wetter auf der Haut spüren zu können, gemeinsam anfallende Aufgaben erledigen welche für Gemeinschaft geleistet werden wollen - egal ob hand in hand oder jede Person im ausgemachten Bereich zur selben Zeit - raus in die freie Natur gehen anstatt ins Fitnesscenter und für das gesparte Geld sich angemessen kleiden..... .

Es gibt viele Möglichkeiten einander zu unterstützen, zur Seite zu stehen. Erst wenn diese ausgeschöpft sind ohne Erfolg macht es Sinn einen Facharzt aufzusuchen es sei denn gelebter Schmerz macht einen Termin notwendig. Dann heißt es sich von der Erwartungshaltung verabschieden irgendwelche Chemie könne für sofortige Heilung sorgen. Erst die Diagnose. Diese kann Zeit in Anspruch nehmen. Sie kann nicht erfolgreich durchgeführt werden arbeitet die betroffene Person nicht mit, hat der Fachmensch keine Kenntnis von der Buntheit des Lebens, des Formenkreises solcher Erkrankungen. Dann sich in Ruhe mit der Frage beschäftigen ob eine Psychoanalyse mehr Sinn macht als Chemie, eine Verhaltenstherapie, eine Paartherapie - kein Vorwurf sondern neutral gemeint - und so fort. Es gibt abertausende verschiedener Therapieformen. Kein Mensch kommt auf die Idee zum Autohändler zu gehen und den bestimmen zu lassen welches Auto nun gekauft werden soll. Warum gehen wir so respektlos mit uns um gerade wenn es um essentielle Bereiche beeinflussende Erkrankungen geht?

Sie sollte wirklich Hilfe in Anspruch nehmen

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