Physiologische Potenz?

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2 Antworten

lt. http://www.biologie-schule.de/oekologische-potenz-physiologische-potenz.php

ist die physiologische Potenz die komplette Breite, egal, wie schmal oder breit die Spitze darin ist... = richtig gemacht, soweit ich sehe, aber vllt. kann man eine Erklärung (was sie überhaupt aushalten) und/oder ein Beispiel ergänzen?

Beispiel aus dem Wald: Fichten haben eine höhere physiologische Potenz v. a. hinsichtlich der kalten Temperaturen als z. B. Buche oder (noch wärmer) Elsbeere und Speierling -- die ökologische Potenz (ohne Eingreifen des Menschen) wäre dagegen eine ganz andere: die Buche dominiert in einem großen Bereich des Spektrums alle anderen Arten, diese werden an die kalten (Fichten) und warmen (Eichen, Elsbeere, Speierling) "gedrängt" (=Existenzbereich/ökologische Potenz: wo sie sich durchsetzen oder zumindest nicht verdrängt werden...)

ein typisches Beispiel für so ein "Randdasein" ist die Waldkiefer: natürlich wächst auch die auf wohltemperiertem teifgründigem sowie gut wasser- und nährstoffversorgten Böden - aber da das alle anderen auch mögen, v. a. die Konkurrenzstarken, sind natürliche Standort der Kiefer die sauren (Moorränder), trockenen & armen (z. B. Sandböden) und kalten (Boreal) Bereiche = und das merkt man gerade bei uns in der Gegend: die trockenen letzten Jahren haben v. a. auf Kalkböden jetzt vielen Waldkiefern v. a. in Mischbeständen den Garaus gemacht...

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Ok, Dankeschön! Meine Lösung ist also richtig, wie ich das verstanden habe?

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@Elif2121

ja, sie ist richtig und sehr anschaulich dargestellt ! Ein Lob und viele Grüße, Deine gruenefeder

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Hi. 

Ökologische Potenz: das ist der Bereich, in dem der Baum wachsen kann. In der Funktion also die X-Werte. Je breiter, desto toleranter ggü der dargestellten Umweltbedingung (hier: Bodenfeuchte).

Physiologische Potenz (besser: tatsächliche Existenz): die Konkurrenzfähigkeit. Je höher die ausgeprägt ist, desto eher wird sich diese Art durchsetzen. Sind meist Schattbaumarten, weil Lichtbaumarten unter Schattbaumarten nicht können. In der Funktion die Y-Werte - je mehr, desto konkurrenzstärker.

Nehmen wir die Waldkiefer: die kann überall, ist aber nicht konkurrenzstark. Sprich, die wird überall da verdrängt, wo Andere wachsen können (stimmt nicht ganz: die wird erst konkurrenzstark, wenn Andere sich sehr sehr schwer tun). Gegenbeispiel Buche: die ist wählerisch, aber dann n Platzhirsch. Die wird sich da, wo sie wachsen kann durchsetzen.

Jetzt nehmen wir das unterste Bild. Das zeigt, wo sich welche Baumarten finden lassen, indem ihre Ansprüche und ihre Konkurrenzfähigkeit verrechnet sind. Kiefer könnte zwar überall wachsen, wird aber von den Konkurrenzstärkeren in die extremen Randgebiete verdrängt. Buche wird sich immer durchsetzen. Eiche da, wo Buche nimmer kann. Und Erle kann sich nur gegen die Kiefer wehren, muss also in die nasse Weichholzaue...

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