Physik Induktion ..?

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3 Antworten

Die Abhängigkeit von der Windungszahl kommt daher, dass die Umlaufspannung in jeder Windung induziert wird und die Windungen hintereinandergeschaltet sind. Das ist wie bei hintereinandergeschalteten galvanischen Zellen ("elektrische Batterie").

Die Größe des Magnetfeldes spielt direkt keine Rolle, indirekt insofern, als die Änderung des Feldes umso größer ist, je größer das maximale Feld ist, wenn ansonsten alles andere gleich bleibt.

Warum die Änderungsgeschwindigkeit eine entscheidende Rolle spielt - das lässt sich nicht so einfach erklären. Der Sachverhalt wird durch eine der Maxwell-Gleichungen ausgedrückt, dort ist es einfach ein möglichst einfaches Modell, um elektromagnetische Beobachtungen beschreiben zu können. Vermutlich lassen sich die Maxwell-Gleichungen durch eine Quantenfeldtheorie erklären, auf keinen Fall aber mit dem, was in Schulen gelehrt wird.

Entscheidend für die Höhe der Spannung ist die zeitliche Änderung des magnetischen Flusses. 

Bei vielen Windungen ändert sich in jeder einzelnen Windung der magnetische Fluss - und dieser Effekt addiert sich auf, da ja die Windungen "hintereinandergeschaltet" sind. 

Und da die Spannung von der *zeitlichen* Änderung des Flusses abhängig ist, gilt  "schneller führt zu mehr". 

Ich stelle es mir vor, wie beim Kugelstoßen: Wer schneller stößt, der wirft weiter. Und wenn nicht nur ein Arm wirft, sondern 10 gleichzeitig, wirft man auch weiter.

Stelle dir nebeneinander liegende Magnetlinien vor, die wie die Schallwellen einer Sirene schnell auf dich zukommen... der Ton steigt - die Energie wäre dann vergleichbar eben stärker...

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