Physik-Idee zur Universums Betrachtung?

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9 Antworten

Natürlich läuft der Urknall noch, wenn man als solchen nicht allein den Anfangspunkt betrachtet, sondern eben auch die Expansion.

Astrophysiker, die eigentlich bestimmen wollten, mit welcher Rate sich die Expansionsrate verringere, stellten 1999 zu ihrer Überraschung das Gegenteil fest. Das hat Einsteins »größte Eselei« (Einstein selbst) namens Kosmologische Konstante (die Einstein postuliert hatte, um den vermeintlich statischen Charakter des Universums zu erklären, wenige Jahre vor u.a. Hubbles Entdeckung, das dem gar nicht so ist) wieder auf's Tapet gebracht, manche sprachen auch von einer Art Substanz namens Quintessenz mit negativem Druck, heute ist meist von Dunkler Energie die Rede.

Sah man früher an einen eventuellen »Big Crunch« (also einen Zusammenbruch des Kosmos) in ferner Zukunft voraus, so hält man heute einen »Big Freeze«, auch »Big Chill« oder»Big Whimper« genannt (ewige Expansion und immer weitere Auskühlung und Ausdünnung des Kosmos im Laufe von 10¹⁰⁰ Jahren und darüber hinaus) oder gar einen »Big Rip« (katastrophischer Anstieg der Dunklen Energie, die alles im Universum zerreißt) für wahrscheinlicher, der als »Ende von allem« gedacht wird.

Allerdings erinnert die beschleunigte Expansion andererseits auch an die sogenannte Inflation im frühen Universum, die schon viel länger im Gespräch war, um die Homogenität des heute beobachteten Universums zu erklären.

Dies, zusammen mit dem interessanten Fakt, dass es sowohl von Quarks als auch von Leptonen mehrere sogenannte Generationen gibt, hat mich auf den Gedanken gebracht, dass der »Big Freeze« oder auch selbst der »Big Rip« nicht einfach das Ende, sondern einfach nur der Übergang in einen niedrigeren Energiezustand darstellen könnte. Unsere potentiellen »Nachfolger« auf diesem niedrigeren Energieniveau würden unsere gesamte Geschichte für einen Wimpernschlag fast ganz am Anfang des Kosmos halten, und unsere Inflationsphase ist vielleicht der »Big Rip« unserer mutmaßlichen Vorgänger.

Vielleicht geht dies auch immer so weiter, selbstähnlich und fraktal..

Deine Hauptfehlannahme ist, dass der Urknall tatsächlich so etwas wie eine Explosion gewesen sein soll, die der Materie einen Kick gegeben haben soll und in dieser Materie kinetische Energie gespeichert hat, die langsam ausläuft.

Wenn dem so wäre, müsste man eine deutliche Abnahme der Ausdehnungsrate über die Zeit hinweg wahrnehmen. Selbst wenn es ein Super-Super-Knall gewesen wäre, der der Materie wahnsinnig viel Bewegungsenergie mitgab, eine charakteristische Kurve der Geschwindigkeitsabnahme wäre feststellbar.

Vom Moment der Kosmischen Inflation an, hat sich das Weltall aber nicht signifikant schneller oder langsamer ausgedehnt, als es das heute tut.

Die Dehnung des Raumes war vom ersten Moment an vorhanden und war damals wie heute die einzige "Kraft", die die Materie auseinandertrieb.

Kein Knall, keine Explosion, kein Kick. Einfach nur Raumausdehnung.

Plot Twist: Eben diese Raumausdehnung und die Schlussfolgerung, dass alles mal ganz eng beieinander und sehr, sehr heiß war, führte zur Prägung des Begriffes Urknall.

Du kannst die heute noch laufende Raumausdehnung als weiterhin wirkenden Urknall ansehen. Aber löse dich von der bildlichen Vorstellung eines Knalls.

Treffender wäre Spontane Entstehung von Allem mit anschließender gleichmäßiger Expansion. 

Zusammengefasst:

Die entstandene Energie durch den Urknall treibt verklumpte Materie an, sie erfahren eine Beschleunigung (so wie man es durch die Rotverschiebung momentan beobachtet). Irgendwann geht die Energie aus.

Die Objekte sind soweit auseinander gedriftet und zudem wurde der Raum zwischen den Objekten Größer, dass Gravitation nicht mehr greift und die Objekte und somit das gesamte Universum eine gleichmäßige Bewegung fortsetzten. Relativ bewegt sich also der Raum (das Universum) in dem die Objekte statisch verankert sind.

Zunächst mal solltest du Phänomenologie von der Phänomenalität differenzieren. Also unterscheiden zwischen Beschreibung und dem Beschriebenen. Sobald du das mal gelernt hast wird alles ganz simpel. Das Universum ist nämlich in jedem Moment immer nur so groß wie nötig..

Sorry, aber bei dir vereint sich jede Menge Halbwissen und der Wunsch, darüber nachzudenken. Das ist eine gefährliche Mischung, die in der Regel dazu führt, dass man sich in falsche Weltbilder verläuft und nie mehr davon loskommt, weil sie einem gefallen oder weil sie im eigenen Kopf Sinn ergeben.

1. Der Big Bang war der Zustand am Anfang der Zeit, mit dem es losging. Wenn du alles danach auch noch als Big Bang bezeichnen willst, ist das reine Definition und liefert keinen erhellenden Einblick in das Universum. Du kannst es auch Fred nennen - das wäre genauso nützlich.

2. Die Expansion des Universums hat verschiedene Phasen, und wir sind nicht mehr in der ersten davon.

3. Die Gesamtenergie des Universums ist exakt null, weil dies bei geometrisch flachen Universen wie unserem so ist. Von einem Energieverbrauch kann keine Rede sein. Dieses Universum wird sich für immer ausdehnen und aufgrund der dunklen Energie wird dies beschleunigt geschehen.

4. Gravitation und Quantengravitation sind dasselbe.

Die Gesamtenergie des Universums ist exakt null, weil dies bei geometrisch flachen Universen wie unserem so ist

wenn das universum flach ist. man kann ja nur obere grenzen für die globale krümmung angeben.

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@Reggid

Gefährlich finde ich Behauptungen, die nicht belegt werden, von Physikerinnen, die das eigentlich können müssten!

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Ob das expandierende Universum den Energie-Erhaltungssatz respektiert, ist eine heute noch völlig offene Frage. So viel ich weiß, glaubt man eher nicht daran.

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@grtgrt

Die Gravitationsgleichungen der ART erhält man, indem man Energieerhaltung forciert. So beschreiben also nur Dinge, bei denen die Energie erhalten bleibt.

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Wer behauptet, ein nicht gekrümmtes Universum habe Gesamtenergie Null, sollte erst mal erklären, was er in diesem Zusammenhang denn eigentlich als positive bzw. negative Energie verstehen möchte.

Was also, Milly, verstehst du darunter?

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@grtgrt

die gravitative Energie ist negativ, und so kann man auf den Gesamtwert von 0 kommen.

allerdings kann in der ART die Energie ohnehin nicht (global) eindeutig definiert werden.

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Am Anfang gab es mit Sicherheit keine Singularität, das ist nur ein mathematisches Konstrukt, das der Quantentheorie widerspricht. Wie es wirklich war, weiß noch niemand.

Na klar läuft der "Big Bang" noch, das Universum expandiert nach wie vor weiter.

Interessant ist eigentlich dass es momentan so aussieht  als hätte eine "zweite Stufe" dieser Expansion gezündet d.h. die Ausdehnungsgeschwindigkeit nimmt nicht ab wie man es aufgrund der Gravitation der sichtbaren Materie erwarten würde,

sondern die Expansionsgeschwindigkeit nimmt zu und keiner weiss genau warum.L.G.

Könnte man die "zweite Stufe" nicht als immernoch vorhandene Energie des Urknalls deuten, welche die Objekte weiter hin beschleunigen?

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@help121help

Da kämen jetzt solche Dinge wie "dunkle Materie und "dunkle Energie" ins  Spiel wobei eigentlich kein versierter Astrophysiker diese Phänomene plausibel erklären kann.

Hier kann sich jemand den Nobelpreis für Physik verdienen.

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@help121help

Eine Explosion kann Materie nur einmal und das recht abrupt beschleunigen. Nach eine, sehr kurzen Moment der Beschleunigung, hat die Materie im günstigsten Falle eine konstante Geschwindigkeit. Die Explosion - egal wie heftig - kann nicht nochmal nachbeschleunigen.

Im Universum haben wir jedoch ziemlich einheitlich beobachtet, dass die Fluchtgeschwindigkeiten zunehmen, und zwar in linearer Abhängigkeit der Entfernung zueinander.

Ist es schon unmöglich, das durch ein Explosionsmodell zu erklären, wird es noch unmöglicher, die Zunahme der Beschleunigung zu erklären, die man jüngst beobachtet hat.

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Vergiss "Big Bang". Das ist reinster Unsinn der Physik-Wissenschaften.

Raumzeit kann nicht entstehen. Raumzeit war schon ewig da.                               Sonst wären wir und alles andere logischerweise nicht und niemals existent.

Das Universum wurde intelligent erschaffen aus einem uns unbekanntem Zustand und bestimmenden "Urkräften" heraus, welche logischerweise keines Anfangs und Endes bedürfen.

Mehr nicht.


"Physik-Wissenschaften"

BuahahahaHAHAHAHA!

Haaah, ich konnte gerade nicht anders.

*setzt dir einen Aluhut auf*

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kreationisten trollen wieder rum! junge, nimm deine pillen!

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Dann frage ich mich, wenn das Universum kein Enden und Anfang besitzt, du also nach dem mathematischen Modell Newtons ausgehst, warum das Universum immer noch nicht den Zustand des thermisches Gleichgewichts besitzt?

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@help121help

Wer versucht, das Universum nach Newton zu beschreiben, hat wohl den Urknall nicht gehört.

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@help121help

Wenn das Universum ein Ende haben würde, würden zum Ende sämtliche Raumzeit-Strukturen auseinanderfallen, d.h. alle Grund- Voraussetzungen für unsere Existenz wären niemals da gewesen.

Thermisches Gleichgewicht ja oder nein, das spielt nur eine untergeordnete Rolle.

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@Hamburger02

Es hat den Urknall nicht gegeben, von daher kann man diesen auch nicht (mehr) hören oder sehen. Das sind ohnehin alles nur blanke umstrittene Theorien, weil der Wissenschaft nichts Sinnvolleres dazu einfällt. Es möchte nur keiner von denen die Wahrheit gerne hören.....

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Definiere "ewig".

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@SturerEsel

Ein übergeordneter, höherdimensionaler Zustand, der seine Existenz und Wirken nicht aus den Begriffen von "Anfang" und "Ende" heraus bezieht. 

Man könnte es einen höheren kreislaufartigen Zustand nennen, der sich ständig multiversell spiralförmig in sich selbst erweitert.

Es MUSS so sein, weil kein Mensch einen absoluten Anfang von allem jemals erklären kann. Man fragt sich immerzu ....was war vorher ? was war vorher? was war vorher?...

Man findet aber keine Antwort darauf, weil wir nicht das notwendige Auffassungsvermögen dafür besitzen. 

Das sind höhere Wahrheiten, welche wir niemals verstehen werden.

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Müsste sich nach deiner Theorie die Expansion des Universums nicht verlangsamen? Tut sie aber nicht. Im Gegenteil, sie beschleunigt.

Ja genau... Momentan tut sie das nicht, weil noch genug Energie vorhanden ist um die Beschleunigung von Objekten anzuführen.

Deshalb stelle ich ja das Universum als Teil des NOCH anhaltenden Urknall da.

Sobald diese Energie nicht mehr vorhanden ist (der Urknall also beendet) bewegen sich die Objekte alle gleichmäßig, weil keine anderen Kräfteauf sie einwirken.

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@help121help

Sie hat sich aber schon einmal verlangsamt. Wenn sie mittlerweile aber beschleunigt, kann das nicht als direkte Kraftwirkung aus dem Urknall (sehr vereinfacht als Explosion, die Dinge auseinandersprengt) herrühren.

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@Zyrober

Die Verlangsamung der Expansion kann sich durch die Gravitation zwischen den Objekten hergeleitet werden. Die Expansion erst einmal ausgebremst hat. nun könnten doch die Objekte durch die langsamere fortlaufende Expansion in eine Entfernung von einander gelangt sein sodass Gravition abgenommen hat und nun die Energie wieder eine größer Beschleunigung auf die Objekte auswirkt. Die zuvor durch Gravitation ausgebremst wurde. 

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