Physik- Studium (Astronomie/Astrophysik)

4 Antworten

So ein Weg ist schaffbar, es ist aber alles andere als einfach. Man muss sich manchmal wirklich durchbeißen. Ich habe allerdings die Variante über eine Berufsausbildung zum Physikalisch Technischen Assistenten gewählt. Mit der Spezialisierung solltest du dir allerdings etwas Zeit lassen, denn es gibt sehr viele andere interessante Spezialgebiete. So mancher der in eine Richtung gestartet ist hat sich später in einem anderen Fachgebiet wiedergefunden.

Warum nicht? Die Haupt Hürde musst du aber selbst nehmen. Aber ich sehe bei dir kaum Probleme. Du hast ein großes Eigen Interesse und willst es schaffen. Und wer den festen Willen hat, kann Berge versetzen. Als erstes solltest du aber deine Mathematischen Fähigkeiten ausbauen. Neben Physik ist Mathematik das wichtigste mit dem du täglich zu tun haben wirst. Wenn du dein Studium geschafft hast, musst du das Physik Studium beginnen. Ohne gehts nicht. Erst später kannst du dich auf die Nebenzweige konzentrieren. Astrophysik als Beispiel. Aber mach dich vor Beginn noch mal wirklich schlau, ob das überhaupt was für dich ist. Die meisten Astrophysiker werden später eher im Theoretischem Bereich eingesetzt. Du hast also eher immer mit Zahlen zu tun, als mit Teleskopen und dem praktischem. Natürlich gibts auch Bereiche in dem du viel mit der praktischer Astronomie zu tun haben wirst. Aber der Schwerpunkt liegt im Bereich, Zahlen und viel Theorie. Aber hat man erst sein Physik Studium hinter sich, stehen eigentlich alle Türen offen. Daher würd ich mich erst mal auf dieses Thema konzentrieren.

Das Problem an diesem Studium ist wohl eher die Frage, was Du dir danach erhoffst.

Wie wenigen gute bezahlten Plätze sind hart umkämpft. Ansonsten finde ich die Dauer eines Physikstudiums mit Schwerpunkt Astrophysik etwas zu enorm - wenn man Aufwand und Nutzen/Durchschnittlichen Verdienst in Betracht zieht.

Bei einem normalen Studiengang läuft es wohl eher so ab, dass Du 10 Semester Physik studierst und darin dann dein Diplom machst. Anschließend kann man dann seinen Doktor in Astrophysik machen. Das dauert nochmal 6 Semester mit anschließender Doktorarbeit und allem drum und dran. Dann hast Du also schonmal 16 Semester die Schulbank gedrückt und ein Arbeitsplatz ist dir dann absolut noch nicht sicher. Der Kampf um die gutbezahlten Stellen geht dann erst los. Es sollte also schon dein ausdrücklicher Wunsch sein, das bis zum Ende durchzuziehen. Rein aus Interesse und nur weil es da ein paar bekannte Leute gibt, die tolle Sachen erzählen und an einer Uni lehren, das lohnt nicht.

Ein Studium in der Richtung ist denkbar, ja, aber denke daran: Dass Du damit dann auch mehr verdienst als der Durchschnittsbürger - da musst Du schon wirklich verdammt gut sein - schließlich braucht man Astrophysiker nicht in jedem Unternehmen. Auch nicht in den meisten oder vielen.

Eine ältere Antwort von mir auf eine durchaus vergleichbare Frage, schau bitte eventuell auch in die (Suche) Fragengeschichte zum Thema:

"Voraussetzung ist mal die Hochschule- bzw. Universitätsreife. Mit Abitur/Matura kannst Du ein einschlägiges Studium angehen. Allerdings sind die Details in Deutschland, Österreich, Schweiz naturgemäß unterschiedlich. Google mal nach "Berufsbild Astronomie", damit erhältst Du einige interessante Treffer über diesen Beruf und die Arten der einschlägigen Ausbildungen.

Klappere ruhig die Webseiten der Universitäten, die für Dich in Frage kommen ab. Manche der Seiten sind da recht gut gehalten.

Ein paar Fakten vorweg: Das Studium ist sehr, sehr mathematikorientiert. Typischerweise (nicht unbedingt immer) geht es von einem Studiengang Physik aus und verzweigt sich dann in Astronomie bzw. Astrophysik. Die Mathematik kann für manche schon eine gewaltige Hürde darstellen, da sie mit dem was man in der Schule lernt - etwas überspitzt formuliert - nur den Namen gemein hat und auch für Begabte sehr viel "Sitzfleisch" erfordert. Obwohl man sagen muss, dass die meisten naturwissenschaftliche Studiengänge die wichtigsten Elemente der Mathematik quasi im Schnelldurchlauf wiederholen, ist aber auch nicht ohne ...

Zu den Voraussetzungen gehören u.a. auch - wie bei vielen Studien - Fähigkeiten zum logischen Nachvollziehen abstrakter Vorgänge, sprachliches Ausdrucksvermögen und gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift (Englisch ist die Wissenschaftssprache schlechthin). Programmierkenntnisse sind auch kein Fehler.

Ob so ein Studium etwas für Dich ist, musst Du letztlich selber beantworten. Ich will Dir sicher nicht die Motivation verderben, aber ohne überdurchschnittliche Leistungen in Mathematik und naturwissenschaftlichen Fächern würde ich an Deiner Stelle einen anderen Beruf anstreben.

Noch was: Die tägliche Arbeit von Astronomen ist längst nicht mehr nächtliches, romantisches Sterngucken im Observatorium. Es geht sehr oft um Statistik, Auswertungen, Recherche, Modelle errechnen, Kampf um Beobachtungszeiten und ähnliches.

Aber Du hast ja noch etwas Zeit und kannst Dir das alles noch genauest durch den Kopf gehen lassen."

LG

Hallo! die Grenzen bekommt man auch schon als Amateur aufgezeigt, wenn man sich mit Fragen der Astronomie / Astrophysik beschäftigt - da ist die Mathematik in der Regel die Wand, gegen die man rennt...

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