Physik - Längenkontraktion. Was passiert, wenn Objekt mit halber Lichtgeschwindigkeit fliegt?

4 Antworten

Physik - Längenkontraktion.

Das Wortmag ich nicht. Es ist zwar eingebürgert, aber irreführend, ebenso wie „Zeitdilatation“. Da wird nichts gezogen oder gedrückt, sondern projiziert:

„Salamitaktik“ Angenommen, Du legst eine Salami von der Länge L=30cm und einem Durchmesser d=4cm in einem Winkel φ=0,6435 (knapp 37°) an ein Lineal. Den Winkel habe ich als Beispiel gewählt, weil es ein einfaches Zahlenbeispiel ist: cos(φ)=0,8, sin(φ)=0,6.

Die Länge der Salami, auf das Lineal projiziert, ergibt

(1.1) Δx = L·cos(φ) = 24cm;

das weiter entfernte Ende ist

(1.2) Δy = L·sin(φ) = 18cm

vom Lineal entfernt. Schneidest Du die Salami quer zum Lineal an, erhältst Du eine Schnittkante von

(1.3) d’ = d/cos(φ) = 5cm.

Die „Weltwurst“ Die „Längenkontraktion“ ist letztlich so etwas wie ein Schrägschnitt durch die Weltwurst eines Körpers (s.u.).

Als Beispiel stellen wir uns ein Raumschiff des Durchmessers d=125m mit einer Uhr an Bord vor, das sich relativ zu einem Bezugssystem Σ mit v=0,6c in x-Richtung bewegt. Als Weltwurst-Abschnitt betrachten wir eine Eigenzeitspanne Δτ=1h. Auf die Zeitachse von Σ projiziert ergibt sich

(2.1) Δt = Δτ/√{1–(v/c)²} =: Δτ·γ = Δτ·cosh(ς) = 75min,

und die Uhr legt in dieser Zeit

(2.2) Δx = Δt·v = Δτ·γv = Δτ·sinh(ς) = 45 Lmin

zurück. Der Durchmesser d - entlang der x-Achse von Σ- wird zu

(2.3) d/γ = d/cosh(ς) = 100m.

Dabei heißt γ der LORENTZ-Faktor und die winkelartige Größe ς die Rapidität. Dass anstelle trigonometrischer Funktionen Hyperbelfunktionen von ς auftreten, hängt mit der durch EINSTEINs Lehrer MINKOWSKI erstmals beschriebene Geometrie der Raumzeit zusammen, die auch etwas damit zu tun hat, dass das Ausbreitungstempo von Licht unabhängig von der Wahl des Bezugssystems ist.

Was passiert, wenn Objekt mit halber Lichtgeschwindigkeit fliegt?

Das kann ich Dir sagen: Mit (v/c) = ½ ist 1/γ=√{3/4}≈0,866. Ein Körper in Längsrichtung mit halber Lichtgeschwindigkeit und 100m Eigenlänge ist daher nur mehr 86,6m lang - entlang eines t=const.-Schrägschnitts.

Das ist aber, wie gesagt, Interpretation eines Messergebnisses. Ebensogut, nämlich wenn man den Körper als ruhend auffasst, hat man zu argumentieren, dass die Uhr beispielsweise einer Lichtschranke, die ihn passiert, verlangsamt ist. Keinesfalls sieht der Körper verkürzt aus, es sei denn, er entfernt sich. Wenn er sich nähert, sieht er sogar in die Länge gezogen aus, nur weniger als man dies nach NEWTON erwarten würde.

Was Deine Beispiele betrifft, so wäre die Länge der Stäbe für uns der Eigenlänge gleich, vorausgesetzt, wir interpretieren sie - und uns - als ruhend. Schließlich werden wir, wenn wir am hinteren Ende sitzen, ja mitbewegt. Die Argumentation, dass uns der Lichtblitz in kurzer Zeit erreicht, greift nicht, denn wir haben keine direkten und interpretationsfreien Anhaltspunkte dafür, wann er abgeschickt wurde. In allen Fällen scheint er von weiter weg zu kommen als das wirklich der Fall ist.

Du verzettelst Dich auch zu viel in Zahlenwerten in km. Das führt zu keinem Erkenntnisgewinn, sondern nur zum Risiko von mehr Verwirrung. Es ist völlig in Ordnung, Entfernungen in Lichtsekunden anzugeben, wenn die Zeiteinheit die Sekunde ist.

Es passiert nichts.
Nur die Beobachtung wäre anders, als wenn er (relativ) "ruht".
Es gibt ja Objekte im "Raum" (Universum) welche zu uns als Beobachter  Bewegungen  bis nahe an die Lichtgeschwindigkeit haben sollen !
Ob deren "Vermessung" mit relativistischen Methoden erfolgt weiß ich jetzt nicht.

Aber was ist mein Denkfehler?

Nun - der ist nicht nur bei dir so, sondern bei allen welche solche möglichen Beobachtungen als "Fakt" nehmen, so als würde das Objekt tatsächlich seine Abmessungen verändern auch in Bezug zum Beobachter.
Dazu folgende Überlegungen.
der Stab bewegt sich vom Beobachter
1) weg
2) auf ihn zu
3) transversal
4) beliebig gerichtet
mit den betrachteten hohen Geschwindigkeiten.
Kratz das den Stab irgendwie ?
Und wie gehst du als Beobachter damit um, wie geht die Geschwindigkeit dann jeweils in deine "Berechnungen" ein ?
Und noch folgende Überlegung:
Der "Stab" besteht aus aneinander gekoppelten (oder gereihten ! - mit Abstand) Objekten
Warum sollte das vorderste Objekt  zum hintersten seine Distanz verkürzen wenn beide zu einem beliebigen Bezug eine (relativ)hohe gleiche Geschwindigkeit haben ?

Danke für Deine Antwort!
Ich meinte aber gar nicht, dass sich die Länge tatsächlich verändert, sondern dass wir einen anderen Eindruck der Länge haben. Insofern war der Titel mit der Längenkontraktion natürlich irreführend.

Ist es denn richtig, dass wenn ich - sagen wir einfach mit 1g über 6 Monate - kontinuierlich beschleunige, mir die Lampe (bis höchstens zum Faktor 2) immer weiter entgegenkommt (also es mir so vorkommt)?
Deswegen möchte ich auch, dass diese Lichtanlage sehr groß ist, so dass man den Unterschied auch bemerken würde.

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@ElKoboldo

Wenn man alle Faktoren berücksichtigt welche "Signale" auf dem Weg zum Beobachter beeinflussen, dann braucht man auch nicht über eine Veränderung der Länge bewegter Objekte zu spekulieren, ob real oder scheinbar. Was soll das leisten ? Man rechnet einfach.
Ich habe auch einen andern "Eindruck" über die Größe eines Objektes je nach Entfernung zu meinem Beobachtungsstandort.
Mich interessiert das nicht. Weiß ich die Entfernung kann ich die wahre Größe errechnen aus einer optischen Messung.

Ansonsten - für was brauche ich einen Stab ? Man brauchte ja nur 2 Objekte mit einer entsprechenden  Distanz und gleicher Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung welche Lichtsignale austauschen.
Auch nach der RT wäre dies dann ein "geschlossenes" Inertialsystem,  in sich in Ruhe,  ohne Beeinflussung durch relativ bewegte Beobachter außerhalb dieses Systems, denn deren könnte es ja zu hauf geben.  

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@Viktor1

Wenn man alle Faktoren berücksichtigt welche "Signale" auf dem Weg zum Beobachter beeinflussen, dann braucht man auch nicht über eine Veränderung der Länge bewegter Objekte zu spekulieren

die veränderung der länge ist genau das was übrig bleibt, wenn du alle signallaufzeiten usw. rausrechnest, und ist daher absolut real und nicht irgendein optischer effekt.

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@Reggid

das meinst du doch nicht im Ernst. Real würde bedeuten, für alle Bezugssyteme und Bewegungsrichtungen gleich.
Das gibt noch nicht mal die RT so her.
Der Beobachter sitzt nach dem FS hier im Bezugssystem (Inertialsystem), d.h., daß ich z.Bsp. hier auf der Erde "messen" könnte daß sich Distanzen hier verkürzen, wenn ich nur ein anderes
bewegtes Betrachtersystem willkürlich zuordne. Und davon gibt es unendlich viele.
Gel - du glaubst nur an die RT, verstehst sie aber nicht.

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@Viktor1

Real würde bedeuten, für alle Bezugssyteme und Bewegungsrichtungen gleich.

nein, natürlich nicht. wenn es für alle bezugssystem gleich wäre, würde sich ja nichts ändern. das gegenteil ist der fall.

mit "real" meine ich: es handelt sich nicht um eine optische täuschung, oder einen effekt der durch unterschiedliche lichtlaufzeiten entsteht und daher nur so aussieht oder ähnliches, sondern die länge ist wirklich in jedem bezugssystem eine andere. (im ruhesystem des objektes selbst ist die länge natürlich immer gleich lang.)

ein stab, der in seinem ruhesystem eine länge von z.B. 10m hat, passt, wenn er sich schnell genug bewegt in eine box von z.B. 5m länge (soll heißen: du kannst das vordere und das hintere ende der box gleichzeitig (im bezugssystem der box) schließen während sich der stab darin befindet). das meine ich mit real, im gegensatz zu irgendeiner art optischer täuschung.

ein weiteres, sehr bekanntes beispiel: myonen die in der oberen erdatmosphäre entstehen, erreichen in großer zahl die erdoberfläche, obwohl ihre lebensdauer eigentlich viel zu kurz dafür wäre. funktioniert nur, weil die erdatmosphäre (sowie die gesamte erde) bei geschwindigkeit nahe der lichtgeshwindigkeit (und die erde bewegt sich im bezugssystem der myonen mit fast lichtgeschwindigkeit) in bewegungsrichtung extrem verkürzt ist, sodass die myonen selbst mit ihrer kurzen lebendsdauer die verkürzte strecke durch die erdatmosphäre zurücklegen können. das ist real, die teilchen kommen wirklich unten an.

Gel - du glaubst nur an die RT...

ich "glaube" daran, wie ich an andere tausendfach im experiment geprüfte und bestätigte physikalische modelle glaube. sowie atome, oder elektromagnetische wellen.

...verstehst sie aber nicht.

da mach dir mal keine sorgen, ich glaube ein bisschen was verstehe ich schon von physik ;-)

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@Reggid
wenn er sich schnell genug bewegt

Zu was ? Es gibt gleichzeitig viele Objekte (Beobachter) zu denen er sich unterschiedlich schnell und unterschiedlich gerichtet bewegt.

von z.B. 10m hat,... passt, eine box von z.B.
 5m länge

In welchem System ? Welches Längenmaß, daß sich ja auch verändern müßte genauso wie die Abmessung der Box.
Nachdenken ist verboten für dich - oder ?

.ich "glaube" daran, wie ich an andere 
tausendfach im experiment geprüfte und
bestätigte physikalische modelle glaube

Ja das ist es. Du glaubst an das was du dir (falsch ?) angelernt hast. Dies bedeutet noch lange nicht, daß du verstehst.
Verstehen heißt, seinen Verstand benutzen.
Es gibt kein einziges Experiment, welches eine faktische Verkürzung
eines Objektes unter irgendeiner bezogenen Geschwindigkeit belegt.
Wenn Myonen unter dem Einfluß des Abbremsen zur Erde eine längere Existenzdauer (damit wird es begründet, daß ihre Zeit angeblich langsamer vergeht) haben dann ist nirgends eine Verkürzung der Distanz zu beobachten. Wo hast du denn diesen Quatsch her.
Angelernt und geglaubt - natürlich.

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@Viktor1

Zu was ?

zur box natuerlich.

In welchem System ?

alle laengen bezogen sich auf das jeweilige ruhesystem von stab und box.

Wenn Myonen unter dem Einfluß des Abbremsen zur Erde

die myonen bremsen nicht ab.

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@Reggid
zur box natuerlich.

wenn der Stab in die Box soll ist der Stab dort wo die Box ist.
Die Box ist den gleichen Bedingungen unterworfen wo der Stab ist.
Wenn du diesem eine Längenveränderung "zudenkst" (aus welchen Phantasien auch immer), dann auch der Box.
Aber ich habe es ja schon erklärt. Du beharrst hartnäckig auf deinem Glauben (was man dir angelernt hat), ohne zu denken.
Haben Box und Stab verschiedene (zueinander bewegte Ruhesysteme) können sie auch nicht real verglichen werden.

die myonen bremsen nicht ab.

Aber klar bremsen die in der Atmosphäre auch ab, wenn auch nicht in relevanter Größenordnung.
Ihre "Halbwertszeit" ist bei hoher Energie größer - das ist alles.
Weder die Zuordnung zu einer längeren "Eigenzeit" (wie geht das) welche als Begründung her halten muß, noch die von dir eingebrachte nicht vorhandene Verkürzung der Distanz zur Erde sind dabei zu Erklärung notwendig.
Die "Zeit" misst (errechnet) immer der Beobachter, nicht das Objekt.

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@Viktor1

Haben Box und Stab verschiedene (zueinander bewegte Ruhesysteme) können sie auch nicht real verglichen werden.

der bewegte stab kann trotzdem in der box sein. genauso wie ein bewegtes auto in einem tunnel sein kann. und ich kann gleichzeitig (im system der box) beide enden der box schliessen waehrend der stab drinnen ist. damit befindet sich ein stab mit einer eigenlaenge von 10m in einer geschlossenen box mit eigenlaenge 5m. nennst du das nicht real?

Ihre "Halbwertszeit" ist bei hoher Energie größer - das ist alles

Die "Zeit" misst (errechnet) immer der Beobachter, nicht das Objekt

jetzt hast du dich aber gerade schoen selbst in deiner eigenen argumentation gefangen :-)

energie ist bezugssystem abhaengig, fuer einen beobachter der z.B. mit den myonen reist haben diese die kinetische energie 0.

wenn du sagst, dass ihre halbwertszeit von ihrer kinetischen energie abhaengig ist (was natuerlich voellig richtig ist), dann sagst du dass ein relativ zur erde bewegter beobachter eine andere halbwertszeit misst, weil fuer jeden dieser beobachter die myonen eine andere energie haben. das ist natuerlich nicht beschraenkt auf myonen sondern betrifft genauso alle anderen prozesse.

und jetzt rate mal wie man diesen effekt nennt. (tipp: faengt mit "zeit" and und hoert mit "dilatation" auf).

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@Reggid

Um es kurz abzuschließen - was ich hier immer schon sagte.
Etwas messen, bedeutet nicht daß es real auch so ist,es sich dadurch verändert, weil verschiedene Beobachter durch ihren Bewegungszustand verschiedene Messergebnisse aufweisen.
Das mit der Box von dir ist Käse.

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@Viktor1

Das mit der Box von dir ist Käse.

dann schlag mal ein gutes lehrbuch zur relativitaetstheorie auf.

und "kaese" ist finde ich ein ziemlich schwaches argument. aber wenn's dir genuegt....

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@Viktor1

das meinst du doch nicht im Ernst. Real würde bedeuten, für alle Bezugssyteme und Bewegungsrichtungen gleich.

Nein, „real“ heißt nur, dass es nicht eine optische Täuschung oder dergleichen ist, sondern Ergebnis einer Messung.

Wenn ich eine Salami vom Durchmesser d (in allen Koordinatenystemen, weil dabei immer die Richtung berücksichtigt wird, in der sie liegt) im Winkel φ hinlege, die Schieblehre, mit der ich messe, aber nicht mitdrehe, erhalte ich zwischen den Messschenkeln ganz real d/cos(φ), wenn ich sie an die Salami anlege.

Die Punkte, deren Abstand ich messe, sind dabei natürlich nicht dieselben, aber das ist beim bewegten Stab auch nicht der Fall.

Wenn ich mit einem Lichtsignal die Länge eines Stabes messe, vergleiche ich einen bestimmten Endpunkt (Reflexion des Lichtsignals) mit zeitlich unterschiedlichen Anfangspunkten des Stabes, je nachdem, ob ich den Stab als ruhend oer als bewegt betrachte.

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@Viktor1

Es gibt kein einziges Experiment, welches eine faktische Verkürzung eines Objektes unter irgendeiner bezogenen Geschwindigkeit belegt.

Man kann die Lorentz-Kraft als Beleg dafür anführen https://de.wikipedia.org/wiki/Spezielle_Relativitätstheorie#Lorentzkraft).

Der Befund, dass der geladene Körper zu Leiter hin beschleunigt wird, ist unbestreitbar und in jedem Koordinatensystem so.

In einem Koordinatensystem, in dem der geladene Körper sich mit v entlang des (insgesamt neutralen) Leiters bewegt, ist die auf ihn wirkende Kraft klar die Lorentzkraft, verursacht durch eine Bewegung quer zu einem Magnetfeld.

Im Ruhesystem des geladenen Körpers entfällt diese Bewegung, und die Lorentzkraft kommt als Erklärung für die Beschleunigung nicht in Frage. Folglich muss entweder dies ein Beleg dafür sein, dass sich eindeutig der geladene Körper bewegt - was GALILEIs Relativitätsprinzip widerspräche - oder es bedarf einer anderen Erklärung, und da bleibt nur eine elektrische Anziehung als Erklärung übrig. Der Stab muss in diesem Koordinatensystem also insgesamt leicht geladen sein. Da die Zahl der Ladungsträger dieselbe ist, muss der Abstand zwischen ihnen etwas kleiner sein.

Weil Ladungen gewaltige Kräfte erzeugen (2 Kugeln mit je 1C Ladung auf einem Meter Abstand üben knapp 9 GN aufeinander aus), hat schon eine eigentlich unmessbare Verkürzung des Leiters eine der Lorentzkraft im anderen System gleiche Kraft zur Folge.

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Warum sollte das vorderste Objekt  zum hintersten seine Distanz verkürzen wenn beide zu einem beliebigen Bezug eine (relativ)hohe gleicheGeschwindigkeit haben ?

Tut es nicht. Er wird als unterschiedlich lang interpretiert, je nachdem, ob an ihn als ruhend oder als bewegt ansieht.

Der Maßstab für alles ist, dass sich Licht relativ zu einem Bezugssystem Σ mit c ausbreitet, und zwar in alle Richtungen. Das geht aus den MAXWELLschen Gleichungen hervor. Ein relativ zu Σ ruhender Beobachter B mit einem für Messungen der Lichtgeschwindigkeit geeigneten Equipment wird zumindest lokal immer c messen (wenn er sich nicht gerade in einer optisch dichten Suppe aufhält).

Relativ zu Σ bewege sich ein zweiter, ebenfalls mit dem Equipment ausgestatteter Beobachter B′ mit einer Geschwindigkeit |v›. Über den sagt jetzt GALILEI, dass er sich nicht allein mit physikalischen Experimenten eindeutig als bewegt identifizieren kann.

Daher muss auch B′ relativ zu sich bzw. zu einem Koordinatensystem Σ′, relativ zu dem er selbst ruht, immer c messen. Längen schätzt er also danach ab, wie lange ein Lichtsignal zwischen Anfangs- und Endpunkt unterwegs ist - natürlich gemäß seiner Uhr, welche sollte er sonst nehmen?

So kommt er auf eine bestimmte t′=const.-Länge eines Körpers, in Σ′ ausgedrückt, und die unterscheidet sich im Allgemeinen eben von der t=const.-Länge desselben Körpers, in Σ ausgerückt. Da „verändert“ sich nichts, ebenso wie der Durchmesser der Salami immer gleich d bleibt, aber wenn ich eine Schieblehre schräg, im Winkel φ, an die Salami halte, messe ich nun mal d/cos(φ).

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Der ganze Streit hier ist einer um des Kaisers Bart, solange wir uns darüber einig sind, dass sich

  1. die Erde tatsächlich bewegt und nicht etwa das antik-mittelalterliche geozentrische Weltbild richtig ist,
  2. das Scheitern der Versuche, die Bewegung der Erde physikalisch-experimentell nachzuweisen, kein Zufall, sondern Ausdruck des GALILEI'schen Relativitätsprinzips ist, und
  3. MAXWELL keinen Mist gebaut hat. Wer das behauptet, hat freilich eine Menge zu tun, denn er muss erstmal die gesamte E-Dynamik neu formulieren, und zwar konsistent mit allen bisher erhobenen experimentellen Befunden. Viel Spaß dabei demjenigen!

LÄT vs. SRT Vielleicht gibt es ja ein absolut ruhendes Koordinatensystem, in dem auch der berühmte Äther ruht, und die in ihm geltende Zeit ist die wahre, absolute und mathematische Zeit, an der man messen kann, dass sich eben nur die Halbwertszeit der Myonen verlängert und alle möglichen Vorgänge in die Länge zieht, und nicht etwa die Zeit selbst.

Wir können ihm seinen Bewegungszustand bzw. unsere Bewegung relativ zu ihm aber nicht experimentell nachweisen und sind daher außerstande, physikalsich-experimentell festzustellen, wessen Uhren hier in Bewegung sind und daher eine niedrigere Taktfrequenz haben und deshalb eine „falsche“ Zeit messen. Und das ist der Punkt.

Die Interpretation mit Äther, der sich gegen die Physiker, die Bewegung nachweisen wollen, gleichsam verschworen hat, also mit Unterscheidung zwischen wahrer Zeit und „Ortszeit“, heißt LORENTZ'sche Äthertheorie, die Interpretation unter alleiniger Berufung auf GALILEI und MAXWELL heißt Spezielle Relativitätstheorie. Die verbietet übrigens den LORENTZ-Äther gar nicht, überlässt ihn aber naturphilosophischen Spekulationen und hält sich an's Messbare. 

LÄT und Verkürzung In der LÄT ist die Verkürzung übrigens erst recht real und lässt sich durch die Deformation elektromagnetischer Felder im Falle von Bewegung erklären. Materie besteht aus geladenen Teilchen, und so nimmt es nicht wunder, dass sich ein bewegter Körper zusammenziehen sollte.

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@SlowPhil
ein bewegter Körper..

Zu was bewegt ! Zum ruhenden Äther!! ? Zum Raum !!?
Relativitätsprinzip passe ?
Was man nicht alles so in Frage stellt wenn man unbedingt an was glauben will.

Deformation elektromagnetischer Felder im Falle
von Bewegung

Da stellt sich die gleiche Frage wie vor. Außerdem - welche Bewegung ? Gleichförmige ? Beschleunigte ?
Wie bewegst du diese Felder ? Indem du die "Quelle" bewegst ?
Egal was, reale Veränderungen der Abmessung von Objekten durch Bewegung zu irgendwas sind nicht nachgewiesen und ansonsten auch unlogisch. Wenn du das trotzdem annimmst, ist dies nicht mehr als ein inbrünstiger Glaube.

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du wuerdest den lichtblitz nach 30 sekunden sehen.

die lichtgeschwindigkeit ist eine invariante, also in allen bezugssystemen gleich.

stell dir einfach vor du und der stab ruhen, und der ausloeser bewegt sich mit halber lichtgeschwindigkeit auf euch zu. dann ist es voellig offensichtilch, dass der lichtblitz 30 zu dir braucht.

im bezugssystem des ausloesers dauert es ca. 17 sekunden, bis der lichtblitz bei dir ankommt (da der stab in diesem bezugssystem nur eine laenge von ca. 7.800.000 km hat)

Ich glaube, ich denke zu kompliziert.

Nehmen wir an, an meiner Seite des Stabes würde sich ein riesiger Spiegel befinden, welcher eine unterschiedliche Größe dieses Lichtblitzes (oder sagen wir die Lichtanlage produziert einen riesigen Lichtring) abbilden könnte und zu einem außenstehenden Beobachter schicken könnte. Sagen wir, dass er sich auf der Stabbewegungslinie genau 10 Lichtsekunden vor dem Signalgeber befindet.

Der Lichtblitz findet statt. Die Photonen/Lichtwellen machen sich auf den Weg. Nach 10 Sekunden sieht dies der Beobachter. Noch 10 Sekunden später müsste sich doch aus Sicht des Beobachters das Stabende mit dem Spiegel (in der Gesamtzeit von 20 Sek) 3.000.000 Kilometer weiter bewegt haben. Dort würde es auf den Spiegel treffen und ein weitaus größeres Bild auf den Beobachter zurückwerfen, als dies in einem ruhenden System der Fall wäre, oder?

Um jetzt irgendwelche relativistischen Zeiteffekte zu umgehen, könnte man den Beobachter ja auch in einem sehr weiten Abstand hinstellen, so dass er das Phänomen mehr horizontal beobachtet und somit die Bewegung des Stabes nicht auf ihn zu gerichtet ist.

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@ElKoboldo

die situation ist mir zu verwirrend beschrieben, tut mir leid ich verstehe nicht was du meinst.

aber das wichtigste was du verstehen musst ist: das licht ist in jedem (inertialen) bezugssystem gleich schnell!!!!! das kann man nicht oft genug wiederholen.

wenn die lichtquelle von dir die distanz L hat, dann dauert es für dich die zeit t=L/c bis dich das licht erreicht. ganz einfach

in dem bezugssystem, in welchem der auslöser ruht (und du und der stab euch mit halber lichtgeschwindigkeit bewegt), hat das licht wieder diesebe geschwindigkeit. wie lange es in diesem bezugssystem dauert bis dich das licht erreicht kannst du ebenfalls leicht ausrechnen, es ist die zeit t' = L'/(v+c), wobei du aufgrund der längenkontraktion hast L'=L * Wurzle[1-v²/c²]

zu deinem letzten satz:

Um jetzt irgendwelche relativistischen Zeiteffekte zu umgehen....

die kannst du nicht umgehen. die sind einfach da. und das hat nichts damit zu tun wo der andere beobachter steht.


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@ElKoboldo

Die Entfernung ist am Stab gegeben. Dann ist die Zeit einfach 

t = s/c

da sich Licht eben mit c ausbreitet. 

Das Ereignis E1 des Blitzes ist: x1, t1

Das Ereignis E2 des Empfangens ist: x2, t2

Also 

t2-t1 = (x2-x1)/c

|x2-x1| = 9 Mrd m

|t2-t1| = 30 s

Im System des "ruhenden" Weltraums hast du als Ereignisse

x1' und x2'

Sowie 

t1' und t2'

die sich transformieren gemäß

x1' = γ (x1+v t1)

t1' = γ (t1+v x1/c²)

x2' = γ (x2+v t2)

t2' = γ (t2+v x2/c²)

Man stellt sofort die Invariante Beziehung

t2'-t1' = (x2'-x1')/c

fest, d.h. dass sich Licht ebenfalls mit c ausbreitet.

Jedoch ist 

|x2'-x1'| = 5.2 Mrd m

|t2'-t1'| = 17.3 s

Die Zeitspanne zwischen E1 und E2 ist daher weniger, ebenso die Distanz.

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