Photovoltaik, Sonnenkollektor, Erdwärme-wer kann über Erfahrungen damit berichten?

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4 Antworten

Das ist ein so großes Thema, daß man das hier natürlich nicht beantworten kann. Du müßtest schon konkrete Fragen stellen. Generell gilt:

Photovoltaik lohnt sich umweltmäßig quasi gar nicht, finanziell auch so gut wie nicht. Die Investitionskosten amortisieren sich im Regelfall nicht.

Sonnenkollektor für Brauchwasser lohnt sich manchmal. Hier kommt es auf den Standort drauf an und man muß wirklich gute Angebote für Solarspeicher und Kollektoren suchen. Eigentlich nur sinnvoll, wenn die Heizungsanlage sowieso ausgetauscht wird.

Erdwärme kann sich lohnen, wenn der lokale Stromversorger einen Nachttarif oder andersweitig günstigen Stromtarif bietet. Investitionskosten relativ hoch. Nur mit neuer Heizungsanlage sinnvoll nutzbar. Setzt für effektive Nutzung immer Fußbodenheizung voraus, da Vorlauftemperaturen für normale Heizkörper nicht erreicht werden. Für Neubauten oder Passivhäuser sinnvoll. Bei Altbauten wenig sinnvoll, weil Gesamtenergiebedarf sonst sehr große Erdwärmepumpen erfordert. Je nach Bauweise kann der Garten nur eingeschränkt genutzt werden.

Photovoltaikanlagen lohnen sich aber, sie zahlen sich meist nach 10 Jahren schon ab!!!

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Ich habe eine Wärmepumpe im Haus. Haus wurde neu gebaut. Eine Fußbodenheizung ist notwendig, sonst keine Rentabilität. Investionskosten inkl. 50 meter Tiefenbohrung: 18.000 EUR. Es wird ein extra Stromzähler installiert, da der Strom, den die Pumpe benötigt, vom Energieversorger günstiger abgegeben wird. Betriebskosten (Strom) pro Jahr: gerade mal 170 EUR. Also für Heizung und Warmwasser insgesamt.
Ich habe deshalb die Geschirrspülmaschine mit an das Warmwassernetz angeschlossen und konnte deren Stromverbrauch für das Aufheizen des Wassers zusätzlich senken. Bei der Waschmaschine ging das leider nicht, da sie mit Regenwasser benutzt wird.

Wärmepumpen funktionieren auch mit Wandheizungen!

Egtl. mit allen Heizungen, die großflächig verbaut sind und wo die Anlauftemperatur unter 30°C liegt. Und wo die Flüssigkeit nicht mehr als 5 °C an Temperatur verliert!

PS: AN JoGerman Reicht die Heizung bei dir aus oder brauchst du noch ne Zweitheizung? Ich mein weil du sie mit Warmwasser und Spühlmaschine kombiniert hast!

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  • Photovoltaik rentiert sich nur ab einer Flächengröße von mind. 400 m2 und ohne Verschattung. Aber erst nur Investition, Amortisation beginnt nach ca. 10 Jahren. Also gut, wenn man Geld übrig hat und in ein Stromnetz einspeisen kann (Eigenverbrauch rentiert sich viel weniger, wegen Einspeisungsgesetz).

  • Sonnenkollektor: Auf jeden Fall rentabel zur Erwärmung des Brauchwassers. Flächenbedarf je EFH ca. 8 m2 (Südlage, keine Verschattung). Für Heizung bedingt geeignet, nur bei Niedertemperaturheizung und mit Wärmepumpe.

  • Erdwärme hat hohe Investitionskosten, dann aber im Verbrauch niedrig. (z.B. bei Waechner mal reinschauen). Auch nur bei niedrigen Vorlauftemperaturen, also bei Flächenheizungen (Fußbodenheizung, Wandheizung). Wird in Österreich und in der Schweiz viel gemacht, bei uns im Kommen.

Also, ich muss meinen beiden Vorrednern ganz vehement widersprechen. Wir haben seit März 2006 eine Photovoltaik-Anlage auf unserem Haus. Sie bringt eine Leistung von 10,53 kWp und ist 85 qm groß. Wir haben die Anlage komplett über unserer Hausbank finanziert. Für die eingespeiste Energie bekommen wir von der EnBw eine monatliche Abschlagszahlung, die die Darlehensrückzahlung um ein schönes Taschengeld übersteigt. Am Jahresende wird dann die tatsächlich eingespeiste Strommenge gemeldet und es gab in den letzten beiden Jahren eine Nachzahlung in sehr angenehmer Höhe ;-). Die Anlage ist versichert (Schäden durch Unwetter o. ä. und Leistungsausfall bei z. B. Reparaturen) und auch Rücklagen für Ersatzteile sind kein Problem. Das Einzige was uns immer wieder ärgert ist, dass wir die Anlage nicht schon früher bauen ließen. grzgrk, wenn Du genaueres wissen möchtest, kannst Du mal auf unserer Homepage stöbern: http://www.solarstrom-von-dr-alb.de. Im Tagebuch sind alle wichtigen Ereignisse ausführlich dokumentiert. Folgendes möchte ich aber hier ganz deutlich sagen: 1. Unsere Anlage war verhältnismäßig teuer, dafür haben wir aber alles aus einer Hand bekommen und unser Solteur ist auch heute und in Zukunft für uns da. Er hat uns mit seiner über 20jährigen Erfahrung super geholfen und beraten. 2. Wir haben Kontakt zu sehr vielen Gleichgesinnten und von da zum Teil Unglaubliches über diverse Installateure und ihre Machenschaften gehört. Also nicht der Billigste ist auch der Beste. Meist ist der Ärger dann vorprogrammiert. Ich hoffe, ich habe einige mit meiner Begeisterung angesteckt. Denn ich denke, wir haben nur diese eine Erde und sollten sorgsam mit ihr umgehen. Ich bzw. wir versuchen unseren Teil dazu so gut wie möglich zu leisten.

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