Phobie vor Gefühlen - Gibt es sowas und geht man damit um?

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2 Antworten

Ich kann sie sehr gut verstehen bei mir ist dass das selbe. Ich hab furchtbare Bindungsangst und Angst vor einer festen Beziehung. Das ging sogar soweit dass ich einem Typen (auf den ich über Jahre hinweg stand) einen Korb gegeben hab obwohl wir echt gut befreundet waren und uns immer gut verstanden haben. Ich schäm mich heute noch dafür aber ich konnte einfach nicht. Ich versteh selber nicht warum, weil oft denke ich dass es schön wäre eine feste Beziehung und damit einen Menschen zu haben, mit dem man über alles möglich reden kann etc.

Ich kenn euch nicht und euer Verhätnis zueinander auch nicht aber ich kann mir gut vorstellen dass sie das nicht gemacht hat um eine Abfuhr zu verstecken - das würdest du noch an anderen Dingen merken.

Ich an ihrer Stelle würde mir wünschen befreundet zu sein, weil sie sich bestimmt auch vorwürde macht. Für sie ist das denke ich mal echt schwer, vorallem wenn sie dich mag. Ihr als ein guter Freund zur Seite zu stehen wird ihr die Sache leichter machen. Schreib einfach weiterhin mit ihr und frag sie ob sie was mit dir unternehmen möchte - und wenn ihr nur im Garten sitzt, musik hört und ein Bier trinkt oder was auch immer ihr sonst für gemeinsame Interessen ihr habt. Baut gegenseitiges Vertrauen auf.

Wenn sie deinen Fragen nach ihrer Angst ausweicht, lass es langsam angehen. Immerhin ist es eine große Schwäche ie sie dir preis gibt. Sei auf jeden Fall ehrlich und sag ihr was dir durch den kopf geht, das wird ihr sicher helfen über ihre angst zu reden.

Ich sag nicht dass die Sache einfach werden wird aber wenn du sie wirklich magst ist es das bestimmt wert. Ich drück euch beiden die Daumen und hoff ihr schafft das gemeinsam (y)

Lg

Achso, und als Bindungphobiotikerin: Ich persönlich hab am meisten davor Angst tatsächlich eine feste beziehung zu haben, also quasi vor der Frage ob ich mit wem auch immer gehen will. Ich kann einfach nicht "Ja" sagen. Viel mit einer Person zu unternehmen und eine Bindung zu der Person aufzubauen fällt mir überhaupt nicht schwer, ich weiß nicht wie das bei deiner freundin ist, aber vlt hilft es dir weiter :)

Ja, das hilft mir schon weiter. Anscheinend scheint das ja weiter verbreitet zu sein, als ich dachte. Ich schreibe auch noch oft mit ihr, aber halt nciht mehr so intensiv und tiefgreifend, denn irgendwie braucht man ja auch das Gefühl, dass das zu was führt wenn man sich in etwas rein hängt. Soll heißen, wenn das tatsächlich nur auf Freundschaft hinausläuft - warum sich dann bemühen? Aber deine Antwort hilft mir in der Hinsicht weiter, als ihre Angst ja keine außergewöhnliche Sache zu sein scheint. So wie ich dich verstanden hab, wäre das trotzdem tatsächlich besser nur befreundet zu sein oder? Ich stell es mir nämlich schwer vor, erst mal eine Freundschaft aufzubauen und dann daraus mehr werden zu lassen, wenn ich nicht voraussehen kann, wie sich das bei ihr entwickelt... ich wäre aber natürlich bereit dazu das alles abzuwarten, wenn ich eine reale Chance hätte. Denn ich mag sie schon, aber ich bleibe nicht ewig an etwas dran, was eh aussichtslos ist, das führt ja zu nix.

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Das ist keine Phobie vor Gefühlen, das gibt es schlicht und ergreifend nicht sondern sie meinte sie hat Bindungsängste.  Bindungsangst ist keine Diagnose sondern ist symptomatisch wo noch ganz andere Schwierigkeiten dahinter stecken. Ein Mensch mit tatsächlicher Bindungsphobie kannst du gleich einen Haken drunter setzen denn daran wirst du dir erfolgslos die Zähne ausbeißen. Bindungsphobien haben ihren Ursprung in traumatischen Kindheitserfahrungen oder sehr schlechten Partnerschaftserfahrungen. Dessen sind sich Betroffene oftmals selbst gar nicht bewusst, es wird verleugnet. Schon alleine deine Frage an sie woran es liegen könnte dazu müsste sie über Gefühle reden was sie gar nicht kann/will. Auf deine Frage was passiert wäre wenn du es hartnäckiger verfolgt hättest: Rückzug wäre passiert und vielleicht eine on-off-Beziehung und das wars. Wenn sie eine Freundschaft zu dir aufrecht erhält dann ist das schon viel, oft können Bindungsphobiker das nämlich auch nicht und haben keinen Freundeskreis.


Da gibt es doch keine Grauzone oder? 

Bei Bindungsphobiker gibt es nur Grauzone und immer ein klares JEIN


Hm, das klingt ja fast wie eine Krankheit. Jedenfalls scheint sie ja darunter nicht zu leiden. Sie hat eine sehr liebevolle Familie und schlechte Erfahrungen hatte sie wie gesagt noch nicht. Sie ist quasi ein unbeschreibenes Blatt Papier. Deswegen ist es ja so rätselhaft

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@DerGeneroese

Nein, das ist keine Krankheit sondern wie gesagt symptomatisch. Ob sie schlechte Erfahrungen gemacht hat kannst du ja nicht beurteilen und sie würde es nicht sagen bzw. kann sie sich daran vermutlich gar nicht mehr erinnern denn der Grundstein wird oft in früher Kindheit gelegt durch ein verlassen-werden durch die Mutter, versterben eines Elternteils, häufiges alleine sein, Eltern die viel arbeiten müssen etc. Das alles schließt in späteren Jahren eine liebevolle Familie nicht aus. Wäre sie ein unbeschriebenes Blatt hätte sie diese Probleme nicht. Kein Mensch wacht irgendwann morgens auf und hat Bindungsängste bzw. eine Bindungsphobie.

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