Philosophieklausur - von Aufgabe abweichen erlaubt?

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1 Antwort

Wenn das Thema den Kulturrelativismus betrifft, also die Meinung, dass sich keine Kultur prinzipiell einer anderen als moralisch überlegen einordnen dürfte, dann ist mit dem kategorischen Imperativ relativ wenig zu bestellen.

Hier würde ich eher auf die Argumente der Diskursethik zurückgreifen, d.h. einer Strategie, dass alle moralischen Entscheidungen unter den Betroffenen im Dialog ausgehandelt werden, ohne dass man nur vorgegebenen Prinzipien versucht gerecht zu werden.

Kontrastieren ließe sich so ein ethischer Ansatz mit einer religiös fundierten Ethik, die grundsätzlich von einer Überlegenheit der eigenen Position ausgeht, da sie auf eine "göttliche" Rechtfertigung abgestützt ist.

Wie man gegebenenfalls solche widersprüchlichen Positionen einer Annäherung zugänglich machen könnte, das sollte nach meinem Dafürhalten eine spannende Diskussion werden, zumal sie einen hochaktuellen Realitätsbezug aufweist.

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