Philosophie: Übergang vom Judentum ins Christentum?

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5 Antworten

Wo hast Du da Verständnisschwierigkeiten? Zentrale Punkte sind doch:

Die meisten Juden haben sich den Messias ganz anders vorgestellt als Jesus, nämlich als strahlenden Herrscher, eine Art "Sonnenkönig", der ein goldenes Zeitalter bzw. das Ende der Welt einleitet. Deswegen fand das Christentum vor allem unter den Griechen und Römern Anhänger, bei denen eine gewisse "spirituelle Leere" herrschte.

Die Urchristen waren auf das nahe Ende der Welt eingestellt, sie waren überzeugt, dieses noch zu erleben. Die Geschichte nahm aber einen anderen Verlauf, deshalb mußte die Lehre Jesu neu interpretiert werden. Das war das "Programm" der ersten Konzile und der Kirchenväter, die auch eine Verbindung christlicher Lehre mit den Gedanken antiker Philosophen suchten.

Ich verstehe das mit den Judenchristen nicht ganz. Und das mit den Griechen die damals ja die ersten Christen waren. Die Judenchristen haben irgendwann ja aufgehört daran zu glauben. Aber wieso hatten die Griechen (Christen) immer noch weiter daran geglaubt?

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@adorablemalia

Als Judenchristen bezeichnete man damals ehemalige Juden die zum Christentum übertraten und Heidenchristen waren Angehörige anderer Religionen die zum Christentum übertraten, also z.B. auch die Griechen.

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@adorablemalia

Die Judenchristen sahen im Christentum irgendwann nur noch eine unerfüllte Prophezeiung, ein leeres Versprechen, spätestens nach der Zerstörung Israels durch die Römer. Der alte jüdische Glaube war für sie stärker.

Die Griechen (bzw. die Völker des Römischen Reiches) hatten einen anderen geistigen Hintergrund, das Christentum hatte bei ihnen einen anderen "Nerv" getroffen. Der alte Glaube an die Götter des Olymp war tot, man sah sie nicht mehr als anbetungswürdige oder gar allmächtige Gestalten und befolgte religiöse Rituale nur noch aus reiner Tradition. Die griechischen Philosophen waren bereits auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und nach der "richtigen" Art sein Leben zu führen. Aber erst bei der Lehre Jesu Christi waren dann immer mehr Menschen der Überzeugung, dort auf dem richtigen Weg zu sein.

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guck mal da:

http://wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/202017132?q=neuer+bund&p=par

Quintessenz: Bereits hunderte <jahre zuvor kündigte <<gott an, den Gesetzeskunde mit den Juden abzulösen durch einen neuen Bund. Dieser neue Bund sollte unter anderem für ALLE Menschen die Möglichkeit bieten, in ein gutes Verhältnis zu GOTT zu kommen und "Erlösung" zu finden, NICHT MEHR NUR FÜR JUDEN.

JUDEN mußten CHRISTEN werden, um die genannten Vorteile zu erhalten.

DAS hat nichts mit Philosophie zu tun, es ist Gottes Plan.

Einige der Angaben auf dem Papier vom Lehrer sind falsch.

cheerio

Also eine Sache, die dort steht, ist sicher falsch.

Laut jüdischer Auffassung gilt der Shabbat, eines der zehn Gebote, nicht für Nichtjuden.

Die 7 Gebote für Nichtjuden (noachidische Gebote) sind:

Gott anerkennen (Monotheismus), Gott nicht lästern, nicht morden, keine Unzucht (insbesondere Inzest), nicht stehlen, keine Organ eines lebenden Tieres essen, eine Gerichtbarkeit haben.

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