Philosophie studieren; was hat's dir gebracht?

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5 Antworten

Meine bescheidene Meinung: Philosophie alleine reicht nicht!

Ein solides naturwissenschaftliches Fundament UND Philosophie führen unter Umständen wirklich zu einem besseren Verständnis der Wirklichkeit und der Welt. Und ja, wenn man tief genug in die Philosophie eingestiegen ist, ist man ein anderer Mensch. Man besitzt nach intensivem Studium einen ganzen Werkzeugkoffer voller Instrumente, um alles Mögliche zu verstehen, und man weiß auch, wie man die richtigen Fragen stellt.

Voraussetzung ist aber, wie gesagt, eine solide naturwissenschaftliche Basis.

Ein solides naturwissenschaftliches Fundament UND Philosophie führen unter Umständen wirklich zu einem besseren Verständnis der Wirklichkeit und der Welt.

Stimmt, auf der anderen Seite stützt sich ein großer Teil der Philosophie auf antike "unaufgeklärte" Denker. In gewisser Weise scheint die Philosophie also losgelöst von der Natur?

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@bluff

Ein Beispiel für einen antiken unaufgeklärten Denker, bitte........

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@frank1968

vermutlich tappe ich gleich in deine Falle, aber wie wärs mit Epikur, Sokrates Aristoteles, Plato?

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@bluff

:-) Nun, du müsstest mir schon begründen, was an den genannten Herren unaufgeklärt ist. Und zuallererst bräuchten wir natürlich eine Definition des Begriffs "aufgeklärt".

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@frank1968

Spielen "die antiken Denker" tatsächlich eine Rolle im Philosophiestudium?

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@HektorPedo

Ja, spielen sie! Philosophiegeschichte gehört dazu, und ohne Plato und Aristoteles, aber auch ohne die Vorsokratiker(und für mich persönlich ohne Epikur) sind die Wissenslücken zu groß, um die Entwicklung der Denkstrukturen in der europäischen Philosophie zu verstehen.

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@frank1968

Unaufgeklärt im Sinne von naturwissenschaftlichen Verständnis (darum auch in Anführungsstrichen).

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@bluff

Also, die genannten Leute waren teilweise, was das naturwissenschaftliche Verständnis anbelangt, weit aufgeklärter als das meiste, was danach kam, und man hat nicht zufällig zu Zeiten der europäischen Aufklärung, gerade auf die antiken Philosophen zurückgegriffen. Die Atomtheorie stammt aus der Zeit, die Anfänge der Physik und der Mathematik auch, und das waren nicht nur Anfänge, sondern das ging schon sehr weit(Euklid, Thales von Milet,......). Und damals war Philosophie eben auch noch nicht von den Naturwissenschaften getrennt. Und man wusste damals auch schon, dass es schwierig ist wirkliche Erkenntnisse zu gewinnen, wenn man nicht sehr genau beobachtet.

Dass Philosophie im luftleeren Raum stattfindet ist ein Vorurteil der Neuzeit. Ein guter Philosoph muss die Königsdisziplinen zum Verständnis der Welt beherrschen, und das sind nun mal die Naturwissenschaften. Das wussten die griechischen Philosophen sehr genau. Sie hatten nur den Nachteil, dass die Naturwissenschaften noch nicht über genügend Instrumente verfügten. Das haben sie durch Denken auszugleichen versucht.

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@frank1968

Dass Philosophie im luftleeren Raum stattfindet ist ein Vorurteil der Neuzeit.

Ja, da stimme ich dir zu. Aber was verstehst du unter "Königsdiziplinen" ?Und sind deshalb von der Natur getrennte, philosophische Überlegungen sinnlos?

Das haben sie durch Denken auszugleichen versucht.

Inwiefern hat dieses Denken Früchte getragen? Die antike "Atomtheorie" rührt doch nicht von der Forschung sondern entsprang Überlegungen und war nur eine von vielen und hätte genausogut falsch sein können.

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@bluff

Mist, Antwort gefressen.......also nochmal kürzer.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass von der Natur abgetrennte Überlegungen möglich sind. Das beginnt schon damit, dass alle Überlegungen im Hirn stattfinden. Hättest du ein Beisiel für eine, deiner Meinung nach, von der Natur "getrennte" Überlegung?

Ich schrieb ja auch, dass sie versucht haben, das Denken auszugleichen. Gelungen ist das natürlich nicht immer, aber wenn sich herausstellte, dass die Überlegung zu falschen Resultaten führte, hat man die Position geändet, sobald man es besser wusste. Das ist übrigens einer der Hauptunterschiede zwischen Philosophie und Religion.

Eine Königsdisziplin ist die Biologie, in der man ohne Chemie, Physik und Mathematik nicht weit kommt. Außerdem beschäftigt sie sich mit dem Leben selbst.

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@frank1968

Sorry, zu schnell geschrieben: "durch Denken auszugleichen" sollte es heißen.

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Kommt darauf an, was du suchst.

Wissen macht nicht immer glücklicher. Manchmal nur eingebildet.

Denke, dass eigene Lebens- Erfahrungen, und die richtigen Rückschlüsse daraus zu ziehen, einen Menschen weiter bringen wird. Etwas Wissen ist klar von Vorteil, aber schlussendlich kommt es auf Fähigkeit an, dieses Wissen richtig, und im richtigen Moment anzuwendung.

Darum geht es nicht. Das Studium schafft einem die Grundlagen, wie man Philosophie betreiben kann - Erkenntnisse muss man immer noch selbst entwickeln.

Die meisten Philostudenten werden übrigens Lehrer.

Kann richtig rumlabbern, was nicht jeder kann. Oft veröffentliche ich gequirlte Schei.ße! Da hab ich doch was drauf. Ich denke immer, daß ich alles richtig sehe. Ich kann verallgemeinern und abstrahieren - das ist doch was? Mit der Göschen- Logik haperts. Aber , wenn ich will, dann bin ich Form, da lüge ich, daß sich die Balken biegen. Das ist Philosophie! Die BILD ist meine Welt, da kann ich immer philosophieren und das macht richtig Spaß!

Bist du BILD-Redakteur?

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@Praline

Du siehst aus wie eine Puppe. Keine Ahnung wie BILD-Redakteure aussehen.

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Unendlicher Ruhm, 5000 Frauen werben um mich, ewige Gesundheit und mein Bankkonto wird nie leer^^

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