PHILOSOPHIE OBERSTUFE

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Utilitarismus basiert auf englischer Aufklärung, geprägt von Überlieferungen des Epikureismus (Hobbes) und der Skepsis (Hume). Historisch die Emanzipation des nach Freiheit strebenden Bürgertums gegen den noch dominierenden Feudalismus und Dominanz der Kirche. Utilitarismus will das größte Wohl aller. Legt großen Wert auf saubere rationale Entscheidung, schließt dabei aber die Emotionen als Kriterien nicht aus. Positive Handlungsorientierung.

Kant, deutsche, eher rational dominierte Aufklärung mit einer strohtrockenen, rein auf Vernunft basierenden Pflichtethik. Emotionale Einflüsse werden negativ gewertet. Kategorischer Imperativ – grob gesagt: Ausgleich zwischen individuellen Interessen vermittelt mit allgemeinen Interesse der Menschen des Jetzt.

Hans Jonas formuliert einen „ökologischen Imperativ“, der sich aber nicht auf das Verhältnis unter Menschen des Jetzt sondern der (unbekannten) Zukunft bezieht, sein Imperativ ist emotional (Nächstenliebe, Fernstenliebe, was Kant ablehnen würde) gewurzelt. Seine Handlungsorientierung ist negativ, bevorzugt die Vermeidung.

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Eigentlich hat es Heinrich Heine in seinem Gedicht bereits auf den Punkt gebracht:

Der Schlaf ist gut.

Besser wäre der Tod.

Am Besten wäre es nie geboren worden zu sein.

(Heinrich Heine)

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