Philosophie-Archäologie Studium?

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3 Antworten

Ich denke nicht, dass das beides so beliebte Studiengänge sind, deshalb seh ich auch gute Chancen für mich,

Das ist aber ein ganz fataler Irrtum! In beiden Fächern gibt es erheblich mehr Absolventen als freie Stellen, die Kombination legt dich völlig lahm. Die Wahrscheinlichkeit, daß du beiden Fächern hinterher beruflich nachgehen kannst, geht gegen Null. Sicher, irgendwo gibt es bestimmt irgendjemanden, der mit dieser Fächerkombination Geld verdient. Aber das ist dann ein Ausnahmefall. Und gerade in diesen Fächern einer, auf den man kaum hinarbeiten kann.

Klar, du kannst dir das jetzt schönreden und sagen, daß du als Universitätsabsolvent hinterher auf so einiges vorbereitet bist, aber du mußt dir auch darüber im Klaren werden, daß du kaum mit deinen Fächern Geld verdienen wirst.

Der eigentliche Witz ist, daß ich hier schon fast geneigt bin, Archäologie als das zukunftsträchtigere Fach anzuraten. Zum Thema "Perspektiven in der Archäologie" verweise ich auf meine Antwort auf diese Frage: https://www.gutefrage.net/frage/also-ich-besuche-zurzeit-die-handelsschule1klasse-und-danach-will-ich-die-matura-machen-und-will-archaeologie-studieren?foundIn=tag_overview Vielleicht verstehst du dann, warum ich meine eigene Überlegung schon fast absurd finde.

Vielleicht ergänzend: In der Archäologie erhöht man seine Chancen, im Fach Geld zu verdienen mit einer möglichst breiten und möglichst praktischen Aufstellung. Genau deshalb sind deine Chancen, wenn du von vornherein eine Kombination mit Philosophie anstrebst, so limitiert.

Insbesondere möchte ich nochmal mit Nachdruck auf die Durchführung eines Realitätsabgleiches hinweisen. In Anbetracht der extremen Fehleinschätzung der Situation im Fach gehe ich davon aus, daß auch in Bezug auf Inhalte und Arbeitsweisen Nachholbedarf besteht.

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Kommentar von Phantasmagon
08.11.2015, 00:09

Liebe/r Jerne79,

mir ist klar, dass die Aussichten nach dem Studium nicht allzu rosig sind. Und es tut mir leid, falls ich gerade irgendwas völlig falsches behauptet habe. Mich interessiert nur, ob man mit diesen Fächern überhaupt irgendetwas anfangen kann (beruflich gesehen). Ich habe mich bis jetzt auch nur mal auf einigen Uni-Webseiten umgeschaut, was genau in dem Gebiet angeboten wird. Ich meinte damit nur, dass es oft keine Zulassungsbeschränkung für beides gibt und oft nach dem Los-Verfahren entschieden wird, wer eine Stelle bekommt.

Wie sieht es denn dann aus, wenn man nur ein Fach davon als Kernfach studiert (z.B. Philosophie)? Mir ist bisher nur bekannt, dass es da irgendwas im wirtschaftlichen Bereich gibt.

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Bei der Kombination würde sich der Taxischein als drittes Element aufdrängen.

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Ich möchte Jernes sehr gute und ausführliche Antwort dahingehend erweitern, dass man schon ein gerüttelt Maß an Begeisterung mitbringen muss, um diese Fächer-Kombination - ich denke speziell an Archäologie - zu studieren. Den Enthusiasmus kann ich in der Erläuterung deiner Frage nicht erkennen - im Gegenteil: Bei dir scheinen Zweifel anzuklingen !

pk

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Kommentar von Jerne79
07.11.2015, 15:26

Ach, studieren kann man Archäologie, wie man will. Wenn einem Fach und Arbeitsweisen liegen, kommt man gut durch. Der Haken ist doch, daß einem selbst der größte Enthusiasmus hinterher nicht hilft, eine Stelle zu finden. Enthusiasmus allein hilft nicht. Gut sein allein reicht auch nicht. Oft genug habe ich Leute mit mäßigen Leistungen gesehen, die ein Stück weiterkommen im Fach, weil sie die richtigen Leute zur richtigen Zeit kennen. Nur dummerweise hilft auch Vitamin B allein nicht, zumindest nicht dauerhaft. Ich habe auch genug Leute gesehen, die über Jahre hinweg brav mit Speichellecken beschäftigt waren und trotzdem nicht vom Fleck gekommen sind. Zum Glück.

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