Philosophen zur Zeit der Hexenverfolgung?

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4 Antworten

Es ist ein gern gepflegter Irrtum, dass zur Zeit der Inquisition vor allem Frauen als Hexen verfolgt worden wären. Die Inquisition hat alle der Häresie Verdächtigen verfolgt. Seit 384 n.Chr. war es für alle ratsam darauf zu achten, sich nicht der Häresie verdächtig zu machen. Der ;#rtyrer der freien Meinung war Giordano Bruno, ein Philosoph, der 16oo in Rom öffentlich verbrannt wurde. Oft war auch reine Habsucht im Spiel, z.B. als der Franz. König Philipp IV die reichen Ordensritter der Templer verfolgen und als Ketzer abschlachten ließ, nur um sich seiner Schulden zu entledigen und sich die Kasse zu füllen. Gekaufte Zeugen waren nicht selten. Oft reichte es, wenn eine Person bezichtigt wurde, einen "Hexenschuss" verursacht zu haben, wenn sie bei einem Bandscheibenvorfall zufällig in der Nähe war. So geschehen bei der durchaus nicht mehr jungen Mutter von Johannes Keppler. Der hatte größte Mühe, seine Mutter aus dem Gefängnis zu holen und vor der Folter zu bewaren, obwohl er da schon kaiserlicher Rat war.

  • Montaigne
  • Descartes
  • Bacon
  • Thomas Morus

Nicht direkt ein Philosoph, aber ein kritischer Priester: Friederich von Spee.

Michael Kunze "Straße ins Feuer" Kindler Verlag. Ist seine Doktorarbeit. In den Anmerkungen sind seine Quellen angegeben. Da wirst du fündig.

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