Pharmazentralnummer (PZN): Arzt schreibt auf Kassenrezept - was gibt der Apotheker aus?

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2 Antworten

Wenn der Arzt kein Kreuz (sog. Aut-idem-Kreuz) gesetzt hat,können evtl. auch Reimporte abgegeben werden, allerdings sind diese auch häufig nicht lieferbar. Wenn der "Haupthersteller" nicht liefern kann, ist auch häufig der Reimport nicht verfügbar, da diese Ware auch "nur" umgepackt wird. Wenn das Präparat mit PZN aufgeschrieben ist, und diese nicht lieferbar, muss ein sog. Nichtverfügbarkeitskennzeichen aufgedruckt werden.ERgo: wenn kein Produkt verfügbar, kannst du auch keins kriegen. Du solltest mit deinem Arzt Rücksprache halten, oder in anderen Apotheken nachfragen, ob die noch Restbestände haben.

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Kommentar von SchnappSchuss
11.10.2010, 16:10

Danke für die Antwort. Das Produkt heißt Infatrini und ist in nahezu allen Apotheken über Großhändler verfügbar. Nur weil der Reimporteur in diesem Fall Actipart nicht liefert, dürfen die auch den Haupthersteller und Lieferanten nicht liefern (was sie in fast 10 Fällen gemacht haben jetzt auf einmal nicht machen)?

Actipart ist lt. Medikamentenpreisvergleich ca. 3 Euro im UVP günstiger als Pfrimmer.

Kann ich mich irgendwo beschweren oder ist das gängige Praxis bei Apotheken?

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Bei aller gebotenen Vorsicht (ich kenne nur Ihre Schilderung) - das ist ein Fall für die Apothekenaufsicht. Was Sie sich bei DocSchnorris aber sparen können, weil sich da niemand zuständig fühlt. Es ist das alte Problem - wo die Versender ihren eigenen Vorteil befriedigen können, liefern sie, und bei allem, was etwas knifflig ist, stehlen sie sich aus der Verantwortung, und das auch noch ungestraft. Der Patient ist der Gelackmeierte. Infatrini braucht man ja eigentlich rasch, wenn man keins mehr hat. Eine deutsche Apotheke hat den sogenannten Kontrahierungszwang, muss bei Nichtlieferbarkeit eines Produktes mit dem Verordner Kontakt aufnehmen und sich kümmern. Im vorliegenden Fall wäre bei Nichtlieferbarkeit des auf den ersten Blick etwas günstigeren Lieferanten der Originalhersteller übrhaupt kein Problem, denn bei der Warengruppe zählt nicht der Listen-Verkaufspreis, sondern der von den Krankenkassen festgelegte Abrechnungspreis. Aber wie gesagt ... um sowas scheren sich diese Rosinenpicker keinen Deut ... die Politiker schauen tatenlos zu, und es bestellen trotz allem immer wieder Leute bei solchen Firmen ...

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