PH-Gleichgewicht - Wieso so große Sprünge nach oben hin aus?

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4 Antworten

Das kommt auf die Umgebung an, in der du eine pH-Aenderung machen willst (oder verhindern willst).

Vermutlich bist du in einem Puffersystem, wenn die Aenderung kaum vor sich geht.

Was meinst du mit Körper? Ein Organismus eines Säugetiers/Menschen?
Dort wäre ein pH von 10/11 ja grob alkalisch und ziemlich gefährlich, oder der Organismus schon tot.

Hingegen haben insbesondere biologische Systeme, aber auch geeignete "Chemie-Suppen", eine dämpfende Wirkung für von aussen verursachte pH-Aenderungen. Sie heissen Puffersysteme oder Pufferlösungen.

Mehr hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Puffer_%28Chemie%29

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8erad9qOim8 06.02.2016, 00:59

Du hast recht, es wird nicht ganz klar, ich meinte, warum eine Zugabe von Lösung pH 10/11 eine so viel höhere Wirkung auf den Körper hat, als eine, die sich darunter befindet. Wenn man die gleiche Menge hinzugibt, dann ändert sich Resonanz nicht linear, sondern unlinear, also potenziell-ähnlich.

Das habe ich nicht verstanden. Warum hat eine solche pH11 Lösung so viel sehr stärkere basische Wirkung - es sind ja nur Unterschiede von ein oder zwei pH auf der Skala ?

Lg!

raile


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atoemlein 06.02.2016, 01:52
@8erad9qOim8

verstehe nicht ganz.

Wo gibst du sowas zu einem "Körper" hinzu?

Und welche Resonanz wird vom pH beeinflusst?

Körperflüssigkeiten sind ja mehr oder weniger pH-neutral (also um 7 herum), Blut bei ca. 7,4. Deshalb ist natürlich eine Zugabe von 10/11 eine massive Störung oder eben schon Vergiftung, während en pH von 6-8 nicht so störend ist und vom Puffersystem eher abgefedert werden kann.
https://de.wikipedia.org/wiki/Blutpuffer

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Ich verstehe Deine Frage nicht wirklich. Für eine Körper­zelle macht die Frage, ob der pH 6 oder 7 ist, einen großen Unterschied. Ob 10 oder 11 ist dagegen egal, Du bist in beiden Fällen mausetot. Es gibt nur sehr wenige mehrzellige Organismen, die mit pH 10 klarkommen, die findet man dann in den paar bekannten extrem alkalischen Salzseen.

Tatsächlich ist der Einfluß des pH-Wertes auf  viele biologisch relevante Eigen­schaften linear, eine Steigerung des pHs um eine Einheitbringt also einen konstanten Extrabeitrag. So kostet z.B. der Transport eines OH⁻-Ions von einem Ort mit pH 6 zu einem mit pH 7 ungefähr gleichviel wie ein Transport von pH 10 auf pH 11, und halb soviel wie von pH 6 auf pH 8.

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Die Abstände zwischen 7/8 und 10/11 sind eben nicht die selben. Die pH-Wet Skala ist eine logarithmische Skala. Dies bedeutet, dass pro Schritt nicht zum Beispiel die "Basizität" um 10 steigt, sondern um das 10-Fache. Das bedeutet pH 8 ist 10 mal "stärker" als pH 9. pH 9 ist 10 mal stärker als pH 10 und so weiter.

Also ist der Unterschied zwischen pH 10/11 ist tausend mal "stärker" als bei pH 7/8.

Wie der Körper/Zellen darauf reagieren kann ich dir nicht sagen. Ich bezweifle dass der Körper jenseits pH 11 überhaupt noch Unterschiede merkt, da dies doch arg basisch ist. 

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Ich habe Deine Frage zwar nicht verstanden, aber ich glaube, ich weiß, wo Dein Trugschluss sitzt:

> Die Abstände sind doch die gleichen

Die pH-Skala ist aber eine logarithmische - eine Änderung um 1 bedeutet, zehnmal so viele H+ oder zehnmal so viele OH-

Von pH=7 auf 8 ändert sich die OH- Konzentration von 0,0000001 mol/l auf 0,000001 mol/l, also um 0,0000009 mol/l

Von pH=10 auf 11 ändert sich die OH- Konzentration von 0,0001 mol/l auf 0,001 mol/l, also um 0,0009 mol/l

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