Pflichtverteidiger bestellen wie funktioniert das?

3 Antworten

 Und die Kosten für den selbst beauftragten Rechtsanwalt?

Nach der Praxis der Gerichte werden im Falle einer Verurteilung die Kosten des selbst beauftragten Verteidigers nicht von der Staatskasse getragen. Der Wahlverteidiger ist also selbst zu bezahlen.

Hiervon zu unterscheiden sind die Kosten des Pflichtverteidigers. Wenn von der Auferlegung der Kosten abgesehen wird, werden auch die Kosten des Pflichtverteidigers von der Staatskasse übernommen.

1. Kosten des Verfahrens – worum geht es an sich? Wie hoch können die Kosten sein?

Grundsätzlich trägt der Verurteilte eines Strafprozesses die Kosten des Gerichtsverfahrens, seine eigenen (für seinen Rechtsanwalt, Fahrtkosten etc.) und der ggf. anderen beteiligten Personen (so z.B. für Sachverständige, Rechtsanwaltskosten der Nebenklage, Zeugengeld).

Die Gerichtskosten für eine Hauptverhandlung mit Urteil, in dem eine Freiheitsstrafe von bis zu sechs Monaten ausgesprochen wird, beträgt 120 EUR, bei bis zu einem Jahr 240 EUR, bei bis zu zwei Jahren 360 EUR und so weiter. Bei einer Geldbuße fallen immer 10 % von der Summe an; mindestens aber 40 EUR und höchstens 15.000 EUR. (

Regelungen finden sich im Gerichtskostengesetz, Anlage 1, Teil 3

).

Bei einem Freispruch trägt die Staatskasse die Kosten des Verfahrens und die notwendigen Auslagen des Angeschuldigten (vgl. §

 

467 I

 

StPO).

mehr ...http://www.gangway.de/gangway.asp?cat1id=6&cat2id=43&cat3id=&DocID=81

Du musst beim Gericht den Antrag auf einen Pflichverteidiger stellen, dieser wird Dir dann gestellt. Leider kannst Du ihn nicht selbst wählen.


Leider kannst Du ihn nicht selbst wählen.

Zum Glück war der Gesetzgeber da ganz anderer Meinung.

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Wie alt bist du denn um worum geht es?

Ich bin 19 es geht um Betrug. Nichts großes es geht um 35€ jedoch bin ich der Meinung das ich nicht schuld bin und deswegen hätte ich gerne einen Verteidiger. 

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@12345z

"Ich hätte gern einen Verteidiger" ist aber kein Grund, einen Pflichtverteidiger zu bestellen. Es liegt kein Fall notwendiger Verteidigung vor.

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