Pflichtteilsverzicht bis nach dem Tod des anderen Ehepartners

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3 Antworten

Hallo vonauenblick!

Ein Pflichtteilsverzicht, der einen künftigen Erbfall betrifft, muss notariell beurkundet werden. Andernfalls ist er unwirksam.

Die Kinder sollten in dieser Konstellation aber sehr vorsichtig sein mit einem Pflichtteilsverzicht! Wenn sie jetzt einfach nur einen Pflichtteilsverzicht abgeben, dann haben sie keine Sicherheit dafür, beim Tod des zweiten Ehegatten tatsächlich zu erben! Zudem haben die Kinder, deren Elternteil zuerst verstirbt, beim Tod des zweiten Ehegatten nicht einmal ein Pflichtteilsrecht, weil sie mit dem Ehegatten ihres Elternteils ja nicht verwandt sind!

Eine Sicherheit für die Kinder könnte z.B. dadurch erreicht werden, dass das Ehepaar gemeinsam mit den Kindern einen Erbvertrag schließt, durch den die Kinder verbindlich als Schlusserben eingesetzt werden. Ein Erbvertrag muss ebenfalls notariell beurkundet werden, damit er wirksam ist. Der Pflichtteilsverzicht könnte in dem Erbvertrag gleich mitgeregelt werden.

Am besten geht Ihr zu einem Notar und lasst Euch dort beraten. Wenn der Notar anschließend auch die Beurkundung macht, ist die Beratung im Preis der Beurkundung bereits enthalten.

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Reicht eine handschriftliche Erklärung jedes einzelnen Kindes

Nein.

u. wie verfasst man diese am besten ?

Als notariellen Erbvertrag. Zu beachten ist, das in einen Erbvertrag die Kündigungsmöglichkeiten explizit definiert werden sollten. Insbsondere sollte definiert werden, ob und unter welchen Bediungen nach dem Tod des 1. Ehegatten gekündig werden kann. Natürlich müssen den Erbvertrag alle Beteiligen zustimmen.

Will man sicherstellen, das man das Haus auch nach dem 2. Erbfall bekommt, wäre die Definition einer echten Nacherbschaft sinnvoll.

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Sie müssen einen Berliner Testament machen (die Eltern).

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