Pflichtteilsanspruch wegen Schenkungen durch Ehepartner (mein nachverstorbener Vater)?

1 Antwort

Ich kann dir hier nur eine grobe Richtung rein bringen.

Gemäß Testament bist du Erbe mit den Stiefgeschwistern. Hast du das Erbe angenommen: Teilt sich der Nachlass durch 4.

Du suchst nun nach evtl Pflichtteilergänzungsanspruch. In Unterlagen vor 2005/2006 musst du nicht mehr suchen. Eine Schenkung die bei Eintritt des Erbfalls älter als 10 Jahre ist, bleibt unberücksichtigt.

https://www.erbrecht-mangold.de/rechtsanwalt-erbrecht-koeln/pflichtteil-erbe/pflichtteilsergaenzungsanspruch/

Wenn die Stiefgeschwister nach Tod der Mutter ihren Pflichtteil angefordert hatten, was willst du hier beweisen?

Durch das Berliner Testament wurde der Vater zum Alleinerben. Es wäre zu prüfen, ob in dem Testament die Anforderung des Pflichtteil zur Enterbung führen sollte. Nur in dem Fall macht es Sinn hier weiter zu suchen.

Die Pflegeheimkosten ? Fallen meiner Meinung nach in den Unterhalt.

Interessant wären für dich meines Erachtens nur Schenkungen in größerer Höhe kurz vor dem Tod des Vaters.

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Hallo, ich bin das einzige leibl. Kind meines Vaters, bekomme den gesetzlichen Anspruch als Pflichtteilserganzug zur Hälfte. § 2505 glaube ich

Es geht jetzt auch um Schenkungen an den Ehepartner. Die schmelzen nicht ab, sind nach 10 Jahren nicht weg.

Da die Stiefmutter selber Vermögen besaß, greift das Argument Unterhalt nicht.

Wenn mein Vater ihren Kredit abzahlt und Sie im Besitz des Hauses ist und bleibt, entfallen auf mich Pflichtteilsansprüche, sogar aus den Zinsen.

Es gilt, sich dagegen zu wehren, dass die Stiefmutter das Heim aus dem noch vorhandenen Barvermögen gezahlt hätte, sie hatte keines.

viele Grüße

viele Grüße

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@brillehutdesign

stimmt, da war was :-) (§2325 BGB)

Die 10-Jahresfrist beginnt erst mit Beendigung der Ehe durch Scheidung oder Tod.

Dein Pflichtteil wäre die Hälfte des Nachlasses. (§2303 BGB)

Ich habe das Gefühl, du benötigst einen guten Anwalt.

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Vater verstorben, zwei Söhne vorhanden. Einer wurde enterbt im Testament. Der andere wurde nicht im Testament erwähnt, erbt er trotzdem nur den Pflichtteil?

Vater verstorben, zweite Ehefrau vom Vater wurde als Universalerbin eingesetzt. Zwei leibliche Söhne vom Vater vorhanden. Einer wurde ausdrücklich im Testament enterbt, der zweite Sohn nicht, hier wurde nur geschrieben, wenn er seinen Pflichtteil fordern sollte, so gilt folgendes....wenn er aber nicht ausdrücklich enterbt wurde, ist er dann nicht automatisch zu 1/4 erbberechtigt? es gibt den Vater der verstorben ist, die Stiefmutter und zwei Söhne. Der zweite Sohn wurde eben nicht im Testament ausdrücklich bedacht, der Wortlaut ist nur, sollte dieser seinen Pflichtteil fordern... es wurde dann davon ausgegangen, dass er nur den Pflichtteil bekommt, weil er eben nicht erwähnt wurde, aber geht das überhaupt, dass man automatisch nur den Pflichtteil bekommt, nur weil man nicht erwähnt wurde, oder greift das, weil die Stiefmutter als Haupterbin und Universalerbin bezeichnet wurde?

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Frage zu Pflichtteil, Verpflichtungen gegenüber Miterben, auch kreditrecht, etc.?

(Vorab: Für die Stalker unter euch, ja es geht um das selbe grundstück von der anderen Frage)

Folgende Situation:

Grundstück mit Haus gegeben, Wert 70000 Euro.

Darauf ein 25k Grundschulddarlehen(laufzeit 30 jahre, rate 108 euro), sonst keine Schulden darauf.

Auch die Besitzerin hat sonst keinerlei Schulden irgendwelcher Art.

Es besteht zwischen Besitzerin und ihrem Enkel ein kreditvertrag über 18k

(ja, besitzerin hat Enkel von den 25k 18k als kredit gegeben, laufzeit rund 30 Jahre, monatliche rate rund 80 Euro, so in etwa die Kreditbedingungen.)

restliches geld wurde für grundschuldgebühren und co. sowie ablösung aller anderen schulden benutzt)

Nun stirbt die Besitzerin.

Per Testament wurde festgelegt:

Der Enkel wurde als Alleinerbe festgelegt.

es gibt 3 kinder der verstorbenen, eines davon kriegt nur wohnrecht im Haus (ist die mutter des enkels, von daher),

die beiden anderen den normalen pflichtteil.

nun kriegt also der enkel das haus mit grundstück.

allerdings muss er natürlich die 2 pflichtteilsberechtigten auszahlen.

da er nicht das nötige kleingeld neben sitzen hat, macht er ein weiters grundschulddarlehen auf das haus/grundstück, um damit eben die 2 kinder auszubezahlen.

nun würde mich interessieren wie das ganze dann in der realität aussieht:

welcher pflichtteil steht zu, wie berechnet er sich?

müsste pro kind 1/6vermögen zum todeszeitpunkt sein, oder?

und vermögen zum todeszeitpunkt wäre einerseits 70k haus -25k grundschulddarlehen +18k kreditvertrag mit dem enkel, oder?

Wie viel euro pflichtteil müsste das dann sein pro kind?

dumm gefragt, aber an wen muss der enkel dann die 80 euro raten, die er vorher an die besitzerin gezahlt hat, nun bezahlen?

muss er die irgendwie dann an die 2 pflichtteilsberechtigten kinder bezahlen?

oder hat es sich mit dem 18k kredit in dem moment erledigt, in dem er beim vermögen zum todeszeitpunkt als plus betrag eingerechnet wurde?

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