Pflichtteil vor tod?

5 Antworten

Geregelt ist es in § 2346 BGB, bei Beschränkung auf den Pflichtteil § 2346 Abs. 2 BGB. Zu bedenken ist, daß es den Gang zum Notar erfordert (§ 2348 BGB), man kann also grundsätzlich auf sein Erbrecht inkl. Pflichtteilsrecht oder nur auf sein Pflichtteilsrecht verzichten.

Allerdings solltest Du dich fragen, warum Du verzichten möchtest. Es gibt gute Gründe, z.B. wenn ein Unternehmen zur Erbmasse gehört und dieses an einen Miterben vor Ableben übergeben werden soll (dann meist verbunden mit einer Abfindung), es ist ja auch ein partieller Verzicht möglich (es ist äußerst flexibel gehalten, so kann man es auch an eine Bedingung knüpfen etc.). Bei reinen Privatpersonen aber ist es regelmäßig weit einfacher, nach dem Todesfall auf sein Erbe zu verzichten.

Bei einem Pflichtteilsverzicht muß man nur aufpassen, daß im Testament oder Erbvertrag auch der Ausschluß dessen von der Erbfolge erklärt wird, da ansonsten das gesetzliche Erbrecht bestehen bliebe.

Ja, du kannst einen sogenannten Pflichtteilsverzichtsvertrag mit dem zukünftigen Erblasser abschließen. Die Folgen sind logischerweise, dass du und deine Abkömmlinge keine Pflichtteilsansprüche mehr geltend machen können. Der Verzicht muss notariell beurkundet werden.

einen guten Rat,

lass es einstweilen, verzichten kannst du immer noch nach Eröffnung eines Testamentes. Du weißt leider nicht wie das Leben mit dir spielt, ein Erbe könnte dir eventuell auch mal nützlich sein, was dir zusteht darfst du haben!

Alles Gute hardty

Was passiert mit dem Pflichtteilsanspruch nach 1. Erbfall Berliner Testament, ...?

Was passiert mit dem Pflichtteilsanspruch nach 1. Erbfall Berliner Testament, wenn der 2. Erbfall eintritt (innerhalb der 3-j. Anspruchsfrist auf den Pflichtteil), für den man aber enterbt ist?

Problem: Berliner Testament wurde zum Schutz des Ehepartners abgefasst, die Kinder jedoch für den 2. Erbfall enterbt (Schlusserbe ist die Krebsgesellschaft).

Um den verbliebenen Ehepartner nicht zum Verkauf des Hauses zu nötigen: was passiert denn, wenn der Ehepartner (mit dem wir nicht verwandt sind) innerhalb der Frist verstirbt und der Schlusserbfall eintritt?

Falls der Pflichterbteil dann verfällt: Könnten wir den Pflichtteil jetzt verlangen, aber die Auszahlung auf den Schlusserbtermin setzen lassen?

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Arglistige Täuschung – was kann man vor Gericht einklagen?

Guten Tag, ich habe eine Frage. Ich wohne über 40 Jahre in der Wohnung im Elternhaus, bin 20 Jahre verheiratet, meine Schwester hat mit meinen Eltern in der zweiten Wohnung gewohnt. Es wurde mir immer von den Eltern gesagt, ich soll das Haus samt Grundstück nach ihrem Tod übernehmen und pflegen.

Deswegen habe ich mich an sämtlichen Nebenkosten mit 50 % beteiligt – Verputzen des Hauses, Hof pflastern, Heizkessel, Abflussreinigung, Heizöl-kosten, Schornsteinfeger usw. Sprit und Öl für Rasenmäher habe ich selbst bezahlt, Fenster, Ersatzteile für Heizkessel und Rasenmäher auch.

Vor halbem Jahr habe ich noch Dach von Gartenhäuschen repariert. Ich habe immer meine Miete bezahlt, letzte 15 Jahre habe ich verschiedene Arbeiten rund ums Haus ganz übernommen – Gras mähen, Bäume und Büsche schneiden, Schnee räumen, Heizöl bestellen, Reparaturen durchführen, Handwerker bestellen etc.

Meine Eltern sind jetzt beide tot. Ich habe nicht gewusst, dass meine Mutter vor 2 Jahren ein Testament beim Notar erfasst hat. Meine Schwester hat die ganze Zeit Bescheid gewusst. Meine Mutter war beim Erfassen des Testaments 80 Jahre alt und leicht zu beeinflussen.

Meine Schwester wurde als Alleinerbin und Stammerbin eingesetzt. Zum Grundbesitz gehört Zweifamilienhaus mit Grundstück auf dem Lande.

Ich wurde arglistig getäuscht, ich soll laut Testament NUR Wohnrecht als Auflage erhalten, nicht als Vermächtnis, also NICHT einklagbar. Es ist noch nicht im Grundbuch eingetragen.

Muss das Wohnungsrecht in diesem Fall (Auflage) an meinen Pflichtanteil angerechnet werden, wenn es vor dem Erbfall nicht vereinbart wurde?

Welche Kosten, d.h. meine Leistungen und Investitionen aus der Vergangenheit kann ich vor Gericht einklagen und zurückverlangen? Wie ist dann der Ablauf und Kosten? Kann ich die von mir gekaufte Gegenstände (Fenster, Druckminderer, Ersatzteile usw) wieder ausbauen?

Ich habe keine schriftliche Abmachung mit meinen Eltern gehabt. Muss meine Schwester vor Gericht aussagen und bestätigen, dass ich das Haus übernehmen sollte? Danke für eure Hilfe.

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Kann mein Bruder meine Mutter auf den Pflichtteil verklagen zu Lebzeiten?`

Meine Mutter erfreut sich bester Gesundheit, und ich habe von Ihr auch schon Ihr Haus geschenkt bekommen. Mein Bruder, zu dem wir beide keinen Kontakt haben, kann er meine Mutter irgendwie verklagen, so das er seinen Pflichtteil zu Lebzeiten von Ihr bekommen kann, oder irgend eine Art ausgleichszahlung fordern kann? Weil Sie lebt ja noch, und kann doch mit Ihrem Vermögen/ Immobilien machen was Sie möchte oder etwas nicht?

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Vorzeitige Forderung: Höhe Pflichtteil Berliner Testament?

Hallo Community,

Frage zu einer verzwickten Konstellation:

Ehemann und Ehefrau haben ein Berliner Testament geschlossen, setzen sich somit gegenseitig als Erben ein. Erben des zuletzt Verstorbenen sollen deren vier Kinder sein

  • Person A (Kind Ehemann aus vorheriger Ehe)
  • Person B (Kind Ehemann aus vorheriger Ehe)
  • Person C (Kind Ehefrau aus vorheriger Beziehung)
  • Person D (Kind aus Affäre des Ehemanns).

Person A, B und C sollen je 7/24 des Vermögens erben, Person D nur den Pflichtteil i.H.v. 3/24. Es gibt eine Klausel, nach der jedes Kind dann nur den Pflichtteil erben würde, wenn es vorzeitig (zu Lebzeiten des Längstlebenden) sein Erbe fordern würde.

Nun die Fragen:

(1) Stirbt der Ehemann zuerst, hätte Person D dann überhaupt einen Nachteil SOFORT den Pflichtteil zu fordern, wenn die Ehefrau noch lebt? Also bilden sich die 3/24 zu jedem Zeitpunkt aus der gesamt verfügbaren Erbmasse beider oder wäre der Anspruch von Person D in dem Moment 1/16?

(2) Hätte Person D nach sofortiger Forderung des Pflichtteil aus (1) dennoch nach dem Tod der Ehefrau Anspruch auf einen Anteil der Erbmasse (da es nicht das leibliche Kind der Ehefrau ist)?

(3) Würde von der Ehefrau eine Aufstellung aller Vermögenswerte gefordert werden, müsste sie dann den gegenwärtigen Stand liefern oder den zum Todeszeitpunkt des Ehemannes?

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Sind diese Anwaltskosten in Ordnung?

Guten Tag, ich habe eine Frage zu Anwaltskosten.

Mein Bruder hat das Elternhaus geerbt. Wert ca. 200.000,- Euro.

Ich habe Anspruch auf meinen Pflichtteil. Deswegen habe ich meinen Bruder schriftlich aufgefordert, mir ein Nachlassverzeichnis zu übermitteln, mit der Frist 2 Wochen.

Die Auskunft wurde nicht fristgerecht erteilt, ich habe einen Anwalt genommen. Der hat meinen Bruder in Verzug gesetzt. Er hat ihm Kosten Verzugsschaden ca. 500,- Euro bei vorläufigem Geschäftswert 5.000,- Euro angerechnet.

Jetzt habe ich endlich die Auskunft erhalten. Ohne Gutachter wurde das Haus auf ca. 60.000 Euro geschätzt.

Der Anwalt meines Bruders schreibt, dass eine Wertermittlung seinem Mandant nicht zugemutet werden kann, da ein Aktivnachlass, aus dem die Kosten für ein Gutachten entnommen werden könnten, nicht vorhanden ist.

Habe ich in diesem Fall Anspruch auf ein Gutachten? Muss es mein Bruder bestellen und bezahlen? Wie lange ist das Gutachten gültig?

Mein Anwalt will jetzt eine Auskunftsklage einreichen. Ich habe mir Zeit zum Überlegen genommen.

Ich habe jetzt eine Rechnung von meinem Anwalt erhalten. Kosten ca. 500,- Euro bei vorläufigem Geschäftswert 5.000,- Euro.

Ich habe meinem Anwalt eine Vollmacht gegeben. Ich habe mit ihm ausgemacht, dass er mich vorher informiert, wenn mir Kosten entstehen werden.

Ich ging davon aus, dass ich in diesem Fall keine Kosten habe. Ist es normal, dass mein Anwalt beide Parteien abkassiert?

Mit welchen Kosten muss ich rechnen, falls ich meinen Pflichtteil vor Gericht einklage?

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erhöht sich der Pflichtteilsanspruch wenn ein Pflichtteilsberechtigter verzichtet?

Frage zum Pflichtteil: Angenommen der Vater eines Geschwisterpares das nach der Gesetzlichen Erbfolge jeweils zur Hälfte (50%) erben würde verstirbt. Der verstorbene Vater hinterläßt testamentarisch sein komplettes Vermögen seiner letzten Lebenspartnerin. Jetzt stünde ja den Geschwistern jeweils ein Pflichtteil von der Hälfte des Gesetzlichen Erbteils also 25% zu. Wenn jetzt einer der beiden Geschwister auf seinen Pflichtteil von 25% verzichtet erbt dann der Andere 50% (bei der Gesetzlichen Erbfolge würde ja einer 100% bekommen wenn der andere verzichtet) oder erhöht sich der Pflichtteil nicht.

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