Pflichtteil an Stiefkinder

...komplette Frage anzeigen

12 Antworten

Er hatte mit seiner ebenfalls früh verstorbenen Ehefrau 5 Kinder. Diese Kinder habe ich aufgezogen und fordern nun ihren Pflichtteil von mir, ihrer Stiefmutter.

Zurecht. Leibliche Abkömmlinge deines verstorbenen Manns haben einen Pflichtteilsanspruch.

Ich hatte vor Jahren während meiner Ehe € 15.000,-- von meinem Vater geerbt.

Vermögen aus Erbe zählt nicht zum Zugewinn.

Muss dieses Geld mit zum Nachlasswert hinzugezogen werden, ebenfalls das Geld, welches ich verdient habe

Nein, weder noch.

Nur das deinem Mann zurechenbare Vermögen zählt zum Nachlass!

Davon wären seine Verbindlichkeiten (Mietanteil, gemeinsame Versicherungen, Haushaltsgeld für den Sterbemonat) ebenso abzuziehen wie die** Beerdigungskosten** incl. angemessener Bewirtung für Trauergäste und ebenso die Nachlasskosten (Erbschein, Tetsamentseröffnungskosten).

Sein Vermögen abzüglich der Verbindlichkeiten (s.o.) am Todestag bildet den Reinnachlass.

Unterstellt, ihr habt wart im Güterstand der Zugewinngemeinschaft (kein besonderer Vertrag bei Heirat geschlossen) verheiratet und du bist als Alleinerbin bestimmt, haben seine 5 Kinder einen gemeinsamen** Anspruch auf 25% der Reinnachlasses ihres Vaters** (nicht eures gemeinsamen Vermögens!), den du in Geld ausbezahlen musst. Jeder bekommt also 5% dieser Summe.

HTH

G imager761

Hey, ersteinmal mein Beileid zu deinem Verlust. Dein Geld bleibt unangetastet durch die Stiefkinder. Mit denen stehst du in keinem Verhältnis in gerade Linie, sie haben somit auch keinen Pflichtanteilsanspruch an dich. Lediglich das Geld deines verstorbenen Mannes muss da herangezogen werden.

Ob sie jetzt einen Plichtteil beanspruchen können, liegt auch an der Art des Testamentes, das Dein Mann oder Ihr beide gemacht habt.

Erbrecht ist sehr kompliziert, darum empfehle ich den Gang zu einen Fachanwalt für Erbrecht. Du kannst Dir aber vielleicht auch eine Informationen auf den Internetseiten der Fachanwälte holen. Das kostet meist nicht so viel und würde Dir vielleicht auch einen Überblick geben, was die Kinder dürfen oder nicht.

Hat Dein Mann denn soviel zu vererben gehabt, dass sie jetzt mit dieser Forderung kommen? Ich finde das Verhalten der Kinder etwas undankbar Dir gegenüber, wenn Du sie auch noch aufgezogen hast.

Und natürlich möchte ich Dir noch mein Beleid aussprechen.

Du wirst erst einmal eine Vermögensaufstellung machen müssen mit allen Aktiva und Passiva zum Todeszeitpunkt. Dein eigenes Vermögen ist da nicht mit hineinzurechnen. Pflichtteilsansprüche bestehen auf jeden Fall, es sei denn, der Erblasser hatte schwerwiegende Gründe, die Kinder zu enterben, was wahrscheinlich nicht der Fall sein wird. Dieser Pflichtteil bezieht sich aber stets nur auf Geld.

Mein Rat: lass Dir gleich einen Termin beim Fachanwalt geben. Vielleicht reicht ja schon ein einmaliges Beratungsgespräch und Du kannst daraufhin die Sache allein durchziehen.

Die Kinder Deines Mannes haben Ein Erbrecht auf das Erbe Deines Mannes.Dein Vermögen gehört nicht dazu.Du kannst nachweisen Das die 15000,-von Deinem Vater sind.Auch Dein Vermögen Das Du verdient hast gehört auch nicht dazu.Ist ja auch nachzuweisen.Auch wenn Ihr in Zugewinngemeinschaft gelebt habt ,bleibt jeder Eigentümer seines Vermögens.Du schreibst Pflichtteil,Da ist alsu ein Testament vorhanden.Dann erben die 5 Kinder gemeinsam ein viertel des Nachlasses Deines Verstorbenen Mannes.Der gesamte Haushalt mit den Möbeln gehört auch nicht zum Nachlass.

In Ergänzung zu allen anderen Beiträgen mein Nachtrag zum allgemeien Verständniss, vorausgesetzt es bestand eine Ehe OHNE Ehevertrag und OHNE Testament.

Demnach gehörte den Eheleuten JEWEILS die Hälfte vom GEMEINSAMEN Vermögen. Ihr Erbe vom Vater -15.000 € - ausgeschlossen-Heißt, egal zu welchem Ergebniss Sie kommen, VOR Abzug der Beerdigungskosten, GEHÖRTE Ihnen schon die Hälfte.Von der ANDEREN Hälfte, der Ihres verstorbenen Mannes, nach Abzug der Beerdigungskosten, ERBEN Sie ebenfalls die Hälfte. Demnach gehört Ihnen dann 3/4 oder 75 % des Erbes. Der Rest wird dann auf die Kinder aus erster Ehe verteilt. Damit für jeden: 25 % : 5 = 1/5Ich hoffe es ist verstanden worden. Erben kann eine gute Sache sein, ABER hat auch schon viele viele Familie zerstört, vor allem, wenn nicht rechtzeitig für eine geordnetes Vererben gesorgt wurde. Nachträglich noch mein Beileid. Möge es zu einem "Guten Ende" kommen, insbesondere auf die Stief???kinder bezogen.

Habt ihr einen Ervertrg gemacht? Ansonsten sind Sie die Haupterbin und die Kinder können natürlich als leibliche Kinder ihren Pflichtteil und die Pflichtteilsergänzungsansprüche fordern. Das ist sehr kompliziert und ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass Pflichtteilsberechtigte ganz schön viel Rechte haben, die den Erben fertig machen können. Ein Beispiel: Vermögensaufstellung wird verlangt, dabei müssen Sie z.B. auch den Anzug des Verstorbenen bewerten, den dieser im Sarg trug. Haben Sie nun eine Vorstellung, wie ekelhaft das werden kann? Versuchen Sie sich mit einem sehr guten Anwalt für Erbrecht außergerichtlich zu einigen. Viel Glück dabei!P.S. Ihr eigenes Erbe von Ihrem Vater müsste unberücksichtigt bleiben

Zu erst wollte ich dir mein herzliches Beileig aussprechen..

Geh am besten zu einem Anwalt der auf so etwas spezialisiert ist.. der kann dir da bestimmt besser weiterhelfen wie wir hier..

Er kann dich vor Ort beraten und auf dich eingehen, du kannst ihm genau deine Situation schildern und er hat die Mittel usw. es dir auszurechnen und dir zu sagen woran du bist!

Ich glaube jedoch, dass dein Geld unantastbar bleibt, d.h. dass dieses Geld nicht mit einfließt...

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen!

LG Tamii (:

Mein Beileid! Das ist eine so verzwickte Geschichte, daß ich an deiner Stelle da einen Anwalt für Erbrecht heranziehen würde. Ich hatte mal einen ähnlichen Fall im Bekanntenkreis, wo es um ein während der Ehe angetretenes Erbe ging (bei dir die 15.000,- von deinem Vater); da wurde sehr viel hin und her gerechnet, da du das Erbe ja auch bekommen hättest, wenn du nicht verheiratet gewesen wärst; es wurde ja nicht "erwirtschaftet". Das wird zu kompliziert, um das hier im Internet zu erfragen und erforschen.

Du bist ja nicht verstorben, sondern der Vater der Kinder. Also können die Kinder ihr Erbteil einfordern, es sei denn sie sind enterbt. Ich bin nicht sicher, glaube aber, selbst dann steht den kindern etwas zu.

ich wünsche Dir alles Gute für die schwere zeitlg Iris

Zu dem Dir widerfahrenen Schicksal meine Anteilnahme.

Aus Deinem Vermögen, gleichgültig woher dieses stammt, steht Deinen Stiefkindern, solange Du das nicht willst, kein einziger €ct. zu.

Mein Beileid.Bei Erbrechtsfragen am besten immer einen Anwalt fragen. Die meisten Rechtschutzversicherungen tragen die Erstberatung, nur leider nicht den Rest. Kann aber nur den Weg empfehlen.

Was möchtest Du wissen?