Gelten die Pflichten des Ausbildungsbetriebs auch nach der Kündigung noch bis zum Austritt?

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2 Antworten

Bist Du wirklich noch in der Probezeit des Ausbildungsverhältnisses?

Das kann ich jetzt nicht ganz glauben, besonders nach Deiner Vermutung:

 Vermutlich ist das ganze eine Aktion um mich nun doch zu einem Aufhebungsvertrag zu einem früheren Zeitpunkt zu bewegen, welchen ich aus finanziellen Aspekten ablehnen musste und muss.

Kündigungen während der Probezeit sind nach § 22 Abs. 1 BBiG (Berufsbildungsgesetz) fristlos. Wenn der AG Dich also "loswerden" möchte, könnte er während der Probezeit problemlos eine "Gegenkündigung" schreiben und Du wärst sofort raus.

So wie ich das sehe, bist Du nicht mehr in der Probezeit und hast Dein Ausbildungsverhältnis nach § 22 Abs. 2 BBiG wegen Aufgabe der Ausbildung gekündigt. Hier muss eine Frist von vier Wochen eingehalten werden, Du kannst aber (was Du ja getan hast), auch zu einem späteren Zeitpunkt, also mit einer längeren Frist, kündigen.

Warum gehst Du denn nicht sofort zum Betriebsrat oder der JAV (falls es eine gibt)? Dafür sind die Damen und Herren doch da. Sie kennen den Betrieb, die Gesetze (hoffentlich) und können Dich beraten. Du kannst auch einen Vertreter des BR zu einem Gespräch mit Deinem Ausbilder mitnehmen.

Ich kenne jetzt kein Gesetz in dem genau so etwas steht wie z.B.: "Der Ausbildende hat einen Auszubildenden nach einer Kündigung genau so zu behandeln, als hätte er nicht gekündigt", es gibt aber auch kein Gesetz, in dem das Gegenteil gestattet ist.

Meiner Ansicht nach, gilt das BBiG für Dich so lange, wie Du Azubi im Betrieb bist. Das schließt aus, dass man Dich jetzt, nach Deiner Kündigung, völlig ignoriert, Dich tatenlos rumsitzen lässt und Dir dann auch noch verbietet, Dich z.B. durch Lektüre weiterzubilden. Wie gesagt, geh zum Betriebsrat.

ach komm was solls?

versuche lieber jetzt noch schnell zu sommersymester einen platz zu bekommen?

wenn du weist was du willst dann suche schnell eine hochschule?

mit betriebsrat reden ist immer gut?

Ich finde es einfach eine sehr gemeine Aktion, ich meine, ich muss auch meine Pflichten aus meinem Vertrag erfüllen, d.h jeden Tag aufstehen um pünktlich zur Arbeit zu erscheinen und die mir übertragenen Aufgaben zuverlässig erfüllen (zumindest wenn vorhanden). Von einem Vertragspartner erwarte ich das auch er die Pflichten bis zum Schluss erfüllt.

Ich habe mich natürlich schon für das SS 17 beworben. D.h, es sollte alles klappen. :)

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@FraanzK

sobald es klar ist frage einfach ob du vorzeitig gehen kannst wenn es keine aufgeben mehr gibt? dann kannst du dir noch ein job suchen für diese zeit bis zum studium?

aber das anfangen krieg zu führen wird meist nie mehr vergessen? das macht keinen sinn? einfach neu anfangen und klar deinen weg gehen?

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Ich versteh deinen Argumentationsgang schon, aber ich möchte hier auch keinen Krieg führen, sondern lediglich auf meine Rechte hinweisen. Jeder sollte seinen Part professionell zu Ende bringen. ( natürlich erwarte ich nicht mehr wie ein normaler Azubi behandelt zu werden, aber wenigstens die grundlegenden Pflichten sollte der Betrieb noch erfüllen.

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