Pflegestufe beantragen, Vater macht noch alles selbst?

...komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Wenn jemand auf Grund von körperlichen Einschränkungen die Hilfe Dritter benötigt, bei der Grundpflege, der Mobilität, den Ausscheidungen , der Ernährung und bei kognitiven Problemen , ist es ratsam einen Einstufungsantrag bei der Pflegekasse für einen Pflegegrad zu stellen.

Einen Teil der von dir genannten Hilfsmittel wie Inkomaterial, Toilettensitzerhöung, Wannenlift, bekommt er auch ohne Pflegegrad.

Dazu stellt der Hausarzt ein Rezept ( Verordnung) aus, auf der die ausführliche Begründung warum ( Diagnose) stehen muss, weshalb er diese Hilfsmittel benötigt. Das Rezept ist dann bei der Krankenkasse abgegeben, denn viele Krankenkassen haben mit Herstellern und Lieferanten exklusiv Verträge, so dass nur diese Hilfsmittel ausliefern dürfen.

Und wenn ich so lese was Papa noch alles selbst macht und kann , sehe ich keine Möglichkeit für ihn, einen Pflegegrad zubekommen.

Zwischen den  Erwartungen der Angehörigen und der betroffenen können Wleten zu den Begutachtungsrichtlinen liegen.

Auf Grund der Vorgabe in den neuen BRI,  kann und darfder  Gutachter nur bestimmte Asspekte berücksichtigen.

Beratungen zu Einstufungsanträgen bekommst du beim Pflegestützpunkt, jedem örtl. ambul. Pflegedienst, dem Seniorenbüro, dem VdK und anderen sozialen Beratungsstellen.

Der Hausarzt ist der schlechteste Ansprechpartner was Einstufungsanträge anbelang. Der kennt die BRI nicht.

Wie die Begutachtung mit den neuen Begutachtungsrichtlinien abläuft kannst du hier nach lesen:

http://www.mdk.de/media/pdf/Bri_Pflege_ab_01-2017.pdf

Jedenfalls kann ein Versuch nicht schaden.

Selbstverständlich macht eine Beantragung der Pflegestufe Sinn. Ihr könnt eine ganze Menge Geld sparen. Telefoniert am besten mit einem Pflegedienst in eurer Nähe und lasst euch einfach mal beraten. Danach würde der Pflegedienst mit euren Eltern reden und versuchen sie zu bewegen, dem MDK. zu erlauben eine Begutachtung durchzuführen.

Es ist immer besser die Eltern und den Pflegedienst auf seiner Seite zu haben, schon mal gewappnet zu sein für die Veränderung.

Die Beantragung einer Pflegestufe bringt nur Vorteile. Das müssen die Eltern allerdings erst mal einsehen; kann vielleicht ein paar Tage dauern und ein wenig Überzeugungsarbeit.

beantragen kannst du; letztendlich entscheidet das MDK, die kommen ins Haus und Begutachten. 

Viele machen den Fehler, schau mal was ich noch alles kann ....

Es gibt keine Pflegestufe mehr. Es gibt nur Pflegegrade. Die solltest Du bei seiner Krankenkasse beantragen. Die wird den medizinischen Dienst der Krankenkassen schicken zu einer Beurteilung.

Ja, das solltet ihr unbedingt probieren!

Beantragen solltest du es auf jeden Fall.

Aber hat die Beantragung überhaupt Sinn?

immer.

der MDK macht sich eh sein eigenes bild beim ortstermin.

jeder pflegestützpunkt berät und informiert dich kostenlos. die helfen auch beim antrag. .. auch der hausarzt.

Was möchtest Du wissen?