Pflegeplanung für eine unbekannte Patientin erstellen, aber wie?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

DU sollst den Pflegeplan erstellen und die gesetzliche Betreuerin soll den ausführen? Wo gibt es Das denn? Es würde ja bedeuten, die gesetzliche Betreuerin geht mehrmals täglich hin und kontrolliert die Medikamenteneinnahme. Ist das gesichert dass Dies so erfolgt? Da habe ich persönlich so meine sehr starken Bedenken.

Ich würde also grundsätzlich zunächst mal mit dem MDK die Zuständigkeiten abklären alleine schon um mich selbst abzusichern und auch um abzuklären, Wer Wofür zuständig ist und bezahlt wird. Der gesetzlichen Betreuung obliegt keine Pflege und keine pflegerische Maßnahme und sie wird dort auch nicht bezahlt.

Ich hoffe, ich habe bis hierhin Deine Bedenken formuliert. Es geht ja auch um das Thema Haftung. Und bei einer eingerichteten gesetzlichen Betreuung ist da durchaus Vorsicht geboten wird diese doch von einem Richter geführt. Und dieser ist in seinen Entscheidungen frei,ungebunden.

Grundsätzlich möchte ich Dir raten Dich über facebook bei der Gruppe "Gesetzliche Betreuung" anzumelden. Du findest dort reichlich Informationen.

Ich kenne es aus Karlsruhe, dass der Pflegedienst für die Medikamente, Kontrolle und so fort, zuständig ist in Absprache mit dem Arzt. Gesetzliche Betreuer entscheiden dann ob sie informiert werden wollen oder nicht.

Ja. Eingeschränkte Alltagskompetenz ist keine Erkrankung. Und dann stellt sich die Frage ob eine Haushaltshilfe benötigt wird oder nicht. Kannst Du das beurteilen? Offensichtlich nicht. Lasse Dich also bitte auf keinen Fall vor einen Karren spannen von Subjekten die mehr verdienen als Du für weniger Leistung. Titel hin, hochgestreckte Nasen her. Lasse Dir begründen auf welcher gesetzlichen oder anderen rechtlichen Grundlage dieses Ansinnen an Dich herangetragen wird. Schriftlich bitte.

Ich glaube, Du hast das bisher am besten erkannt und formuliert.

Und richtig, ich würde/muss mit den gesetzlichen Betreuern ebenso kooperieren, wie in anderen Fällen mit Familienangehörigen. Und ich gehe auch davon aus, dass diese Betreuer in der Lage sind, die Kontrolle der Medi-Einnahme durchzuführen. Es fehlt ihnen aber wohl das notwendige Fachwissen, und vielleicht ist das ja auch eine Einschränkung in ihrer Kompetenz, die ihnen gesetzlich auferlegt ist.

Richtig, ich werde mich mal mit dem MdK absprechen, denn gerade weil ich gewissenhaft arbeiten will, frustriert mich diese spezielle Arbeit sehr.

Eine eingeschränkte Alltagskompetenz ist sicherlich aus den ICD-Codes zu erkennen und auch damit zu begründen. Bei den meisten meiner "Kunden", für die ich mehr leiste als die morgentliche Grundpflege, ist das der Fall.

Aber wenn seitens der Betreuer nicht mehr erwartet wird als die medikamentöse Versorgung, kann ich nur hierzu Hinweise geben, Ziele und Maßnahmen vorschlagen und hoffen, dass die Betreuer das auch umsetzen werden.

0
@BuddyOverstreet

Es gehört schlicht NICHT in den Aufgabenbereich gesetzlicher Betreuung sich um die Einnahme von Medikamenten zu kümmern, um die Bewältigung des Alltags. Gib acht!!! Der MKD soll erst mal begründen warum Du diesen Plan erstellen sollst wo Du die betroffene Person nicht mal kennst. ristisch besteht ein gewaltiger Unterschied zwischen gesetzlicher Betreuung und Pflege durch Familienangehörige. Lass Dir das unbedingt schriftlich geben vom MDK!!!

Wenn Du die medikamentöse Versorgung sicherzustellen hast dann haftest Du auch. Nicht wahr? Und Du kannst nur dann haften wenn Dir im Vorfeld die Möglichkeit eingeräumt wurde tätig zu sein. Nach Deiner Beschreibung kann es sicherlich nicht ausreichen den Wochendispenser zu richten, aber nicht regelmäßig kontrollieren zu können ob die Medikamenteneinnahme auch vollzogen wird. Es sollte dringend vorher abgeklärt werden wie genau diese Kontrolle abläuft, wer tatsächlich zuständig ist. Und wer tatsächlich zuständig ist soll auch die Planung machen. Da in diesem Fall der MDK davon ausgeht dass die gesetzliche Betreuung zuständig ist soll sie also auch die Pflegeplanung machen.

Ich hoffe, Du hast gute anwaltliche Vertretung .

0

Hi BuddyOverstreet,diese Aufgabe ist sicher rein theoretisch aufzufassen.Dein Pflegeplan sollte nur jene Punkte erfassen,die bei jeder Neuaufnahme zu beschreiben sind,ZB EAZ/Allgemein-und Ernährungszustand,welchen Eindruck macht der Pat.,ist er schweigsam oder reget er viel?Erkundige Dich nach der Familienvorgeschichte,Kinderkrankheiten,frühere Erkrankungen;Jetzige Beschwerden,warum er ins Spital aufgenommen werden will,kommt er von der Notaufnahme mit/ohne Zuweisung;kommt er allein oder in Begleitung von Angehörigen oder Bekannten...dies alles nur angenommen.Denn Du hast ja keine Angaben.Du sollt erwähnen,auf welche Punkte die Pflegeplanung beachten sollte.LG Sto

Nein, das ist nicht theoretisch, die Person steht unter Betreuung, lebt im betreuten Wohnen. Es besteht kein Kontakt zu PD, alle Maßnahmen werden im Vorfeld mit den Betreuern abgesprochen. Selbst die Unterschrift auf dem Leistungsnachweis wird über die Betreuer eingeholt.

Meine Pflegeplanung umfasst eben nur einen einzigen Punkt, würde sich also auf nur eine Seite beschränken.

Und gerade, weil ich die Notwendigkeit einer umfangreichen Dokumentation einsehe, tue ich mich schwer damit.

0

Kann es sein, dass diese Pflegeplanung im Zusammenhang mit einer Examenprüfung bzw. Bestandteil einer Ausbildung im Pflegebereich steht? Eine fiktive Planung?! Dann solltest Du dringend darauf achten, die Ideen und Kommentare der Mitglieder am Ende Deiner Pflegeplanung anzugeben, sonst wäre dies, wie bei bekannten Politikern, "Diebstahl".

Eine Pflegeplanung für jemanden zu erstellen, den man nicht gesehen hat, ist unmöglich! Auf Informationen aussenstehender Personen und/oder medizinische Unterlagen, kannst Du einfach keine Planung erstellen! Du mußt den Patienten sehen, anfassen, beobachten, soweit möglich mit dem Patienten kommunizieren, auch der Geruch ist in manchen Fällen äusserst wichtig!

Aber dies lernt man doch in der Ausbildung! Egal für welche Berufsgruppe, die mit Pflege zu tun hat!

Sollte dies tatsächlich ein Arbeitsauftrag sein, solltest Du mit Deinem Vorgesetzten reden!

Nein, das ist keine Examensprüfung.

Es handelt sich um eine Person, die unter Betreuung steht. Ich habe lediglich die medikamentöse Versorgung sicherzustellen. Das heißt, ich stelle einmal wöchentlich den Wochendispenser, übergebe ihn an den Betreuer, der auch die Einnahme- und ggf. Schluckkontrolle durchführt. Bestellung der Medikamente erfolgt in Zusammenarbeit mit Hausarzt und Apotheke.

Anhand der Diagnosen (ICD Code) kann ich sehr wohl Pflegeziele und -Maßnahmen beschreiben, jedoch gehört dies nicht zum Leistungsumfang.

Ich glaube, ich erkundige mich mal direkt beim MdK.

0

Was möchtest Du wissen?