Pflegekosten für unbekannten leiblichen vater (psychatrie/alkoholsucht/Schulden)?

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10 Antworten

Es gab hierzu vor Kurzem ein Gerichtsurteil, da ging es auch um Pflegekosten für den Vater. In diesem anderen Fall hatte der Sohn beim Vater gelebt, bis er 16 Jahre alt war. Aus diesem Grund musste er zahlen. 

Aber in dem Artikel hieß es auch, wenn der Vater sich gar nicht um den Sohn gekümmert hätte, dann hätte er nicht zahlen müssen. 

Da bei deinem Freund die Sache ja anders liegt und der Vater gleich abgehauen ist, stehen die Chancen gut, dass er nichts zahlen muss. Er soll sich am besten von einem Anwalt beraten lassen. 

Ich weiß leider nicht mehr, wo ich diesen Artikel gelesen habe. Es ist aber noch nicht lange her. Vielleicht war es in "Der Aktionär", oder auf bild.de denn etwas anderes lese ich selten. ... Vielleicht habe ich das auch beim Arzt gelesen. Schau mal bei Stern, das könnte auch sein.

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Sorry aber was Du hier schreibst ist Tineff. Dein Freund hat garantiert keine Zahlungsaufforderung durch das JA erhalten.

Dann stellt sich noch die Frage nach der Billigkeit eines evtl. geforderten Unterhaltes:

https://dejure.org/gesetze/BGB/1611.html

http://www.kanzlei-hasselbach.de/2015/unbilligen-elternunterhalt-verwirkung-vermeiden/11/

Und außerdem wird dieser junge Mensch, der gerade seine Ausbildung abgeschlossen hat, wohl kaum über ein Einkommen verfügen, dass es ihm ermöglicht Elternunterhalt zu bezahlen.

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Das Jugendamt hat mit volljährigen Personen über dem 21 Lebensjahr nichts mehr zu tun,außerdem gibt es in Deutschland eine Krankenversicherungspflicht,deshalb muss die Krankenkasse auch notwendige Behandlungen übernehmen !

Wenn es hier um Elternunterhalt geht und der Vater zwar nicht der leibliche ist,dass Kind aber in der Ehe geboren wurde oder der Vater das Kind adoptiert hat,dann gilt der Vater als unterhaltspflichtig und umgekehrt dann auch das Kind.

Voraussetzung ist natürlich das Leistungsfähigkeit vorliegt und solange der Vater nicht in ein Heim müsste würde eine Unterhaltspflicht erst bestehen wenn das Jahreseinkommen über 100 000 € Brutto liegen würde.

Würde er in ein Heim müssen und schon sein,dann läge der Selbstbehalt eines Singles derzeit schon bei min. 1800 € Netto pro Monat,es können noch weitere Aufwendungen wegen der Beschäftigung oder eigenen Altersvorsorge abgesetzt werden,auch gehen hier evtl.vorrangige Unterhaltspflichten vor.

Selbst wenn dann noch ein zu zahlender Betrag übrig wäre,könnte das Sozialamt hier nur max. 50 % als Zuzahlung vom Unterhaltspflichtigen fordern.

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Wird eine Person zum "Pflegefall" und  kann seinen Lebensunterhalt bzw. seine Pflegekosten nicht aus eigenen Einkünften/ Vermögen... bzw. den Zahlungen der Pflegekasse bestreiten..., und hat auch keinen "leistungsfähigen" Ehepartner..., so könnten evt. seine Verwandten (in "gerader" Folge) zu den Kosten mit herangezogen werden - vorausgesetzt, sie sind auch "leistungsfähig".

Diese würde also auf deinen Freund bezüglich seines Vaters zutreffen können, wenn

  • der Vater seine Vaterschaft anerkannt hat,
  • der Vater in einer Pflegeeinrichtung untergebracht ist,
  • der Freund anrechenbares Einkommen oberhalb 1800 Euro im Monat erzielt
  • und keine "Verfehlungen" des Vaters nachweisen könnte, durch die dessen Unterhaltsanspruch an den Sohn "verwirkt" sein könnte....

Als wäre das nicht genug wurde er vom jugendamt benachrichtigt dass er nun für die Psychatrie kosten seines leiblichen Vaters aufkommen muss. 

Das halte ich für eine "Fehlinformation" deines Freundes, denn das Jugendamt ist nur zuständig für minderjährige Kinder - nicht für Volljährige und/oder dessen Eltern......

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Der Vater ist in Deutschland verpflichtet, versichert zu sein. Damit zahlt die Krankenkasse auch die Unterbringungskosten in der Psychiatrie- wenn es eine Einweisung durch Behörden waren, zahlen die- also nicht dein Freund.

Ist denn der "Papa" der Ehemann seiner Mutter? Ist er in der Ehe geboren worden? Dann bleibt er- auch wenn er es nicht ist, der Sohn dieses Vaters und nicht der des "echten" biologischen Vaters. wenn er natürlich das eheliche oder nichteheliche, aber anerkannte Kind dieses Vaters ist, dann muss er ggf. auch für Kosten des Pflegeheimes aufkommen- aber da gibt es auch Gründe, warum er ggf. nicht muss.

Dazu kann er sich, wenn wenig Einkommen vorhanden, sich an das Amtsgericht wenden, einen Beratungsschein bekommen und die Erstberatung bei einem Anwalt in Anspruch nehmen.

Das Jugendamt hat rein gar nichts damit zu tun- das kümmerst sich um Unterhalt von Kindern und nicht von Erwachsenen über 18 bzw. 21.

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Sobald er etwas schriftliches in der Hand hat, einen Anwalt aufsuchen.

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Das spielt leider keine Rolle,  ob er sich gekümmert oder bezahlt hat.

Die leiblichen Kinder sind trotzdem verantwortlich.

Auch wenn der Vater Sozialhilfe bezieht oder stirbt,  müssen dafür die Kinder aufkommen,  wenn sonst niemand es macht.

Aber wenn er noch mehr Kinder hat und diese volljährig sind würde ich das von einem Anwalt prüfen lassen.

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Wenn der leibliche Vater Unterhalt gezahlt hat, wird dein Freund zahlen müssen

Ist der Vater jedoch seinen Unterhaltspflichten nicht nachgekommen, muss meines Wissens nach auch keine Pflegekosten übernommen werden!

Außerdem: was verdient dein Freund? Da gibt es Freibeträge etc... hat er selber Kinder? Immobiluendchuldrm? All das schmälert die zahlungen


P.s.

Wer ist denn als Vater in der Geburtsurkunde eingetragen?

Und hat der nicht-leibliche Vater ihn adoptiert?

Ich würde mal zu einem Anwalt gehen und alle Unterlagen mitnehmen... rum raten bringt nämlich nichts

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Das ist schwer zusagen weil er nun mal der leibliche Sohn ist.

Ich würde mich erstmal an das Jugendamt wenden um genaueres zu erfahren.

Der Vater bekommt doch sicher eine Rente die auch zum Einsatz kommen kann.

Andersrum habe ich gedacht das die Kosten die Krankenkasse übernimmt.

Ist ja nit mit einem Altenheim zu vergleichen!

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Kommentar von mrshendrix
18.05.2017, 21:12

Ja die Tage wird er zum Anwalt und zum jugendamt gehen.

Anscheinend übernimmt dies die krankenkasse nicht...je nach dem wie viel man verdient bzw. Wie viele ausgaben man hat wird das abgerechnet. 

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Das Jugendamt hat nichts mit den Psychiatrie-Aufenthalten erwachsener Väter zu tun und wird daher auch diesbezüglich keine Rechnungen verschicken.

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