Pflegekosten für die alte Mutter- wer muss dafür aufkommen`?

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2 Antworten

Nur direkt von den eigenen Kindern

Hallo! Du hast hoffentlich inzwischen die Lösung für das Problem gefunden. Allen anderen, die noch auf der Suche nach der Antwort bei diesem Thema sind, möchte ich etwas empfehlen. Dazu möchte ich aber zunächst etwas ausholen.

Wer, wie ich, genügend Jahrzehnte auf dem Erdenball verbracht hat, der weiß, daß Schicksalsschläge erstens nicht gerecht verteilt sind und zweitens sich immer dann häufen, wenn man sowieso mit allerlei Gfrett konfrontiert wird. So war das auch bei uns, meiner Frau und mir. Ich sollte erklären. Meine Frau hatte vor drei Jahren einen schweren Schlaganfall (sie blieb halbseitig gelähmt). Ich bin bereits in Rente, wirklich nicht reich, aber es ging immerhin so, dass wir mit Hilfe unseres Sohns die Pflege zu Hause eine Zeit lang allein bewerkstelligen konnten. Leider wurde es immer schwerer, gerade für mich, auch weil sich zur Lähmung auch noch eine leichte Demenz gesellte. Ich musste also einsehen, daß ich professionelle Hilfe brauchte, ich wußte nur eins. Sie soll zu Hause bei mir bleiben, und nicht in ein Heim. Eine Pflegerin zu finden, war nun das eine. Diese auch bezahlen zu können das andere. Dazu möchte ich anmerken, daß ich 48 Jahre gearbeitet habe, eine Zeit lang (Handwerker) sogar selbstständig war. Leider ist es geschäftlich, gerade zu Letzt, nicht immer perfekt gelaufen, deshalb kann ich nicht auf große Reichtümer zurückgreifen. Und mein Sohn auch nicht, da er mit in unserer Firma war. Ich brauche niemanden zu sagen, wie die Berufssituation heutigentags ist, gerade wenn man etwas ländlich lebt. Jetzt arbeitet er mal hier mal da, aber immer nur auf Zeitvertrag und mit einer Bezahlung, wie vor 20 Jahren. Wir drehten also jeden Pfennig hin, und her, und mußten uns eingestehen, daß wir Hilfe brauchen. Das ist mir sicher nicht leichtgefallen. Der Gang zum Sozialamt, das war eine furchtbare Erfahrung für mich. Nie bin ich ein Bittsteller gewesen, aber es ging eben nicht anders und war doch für die Frau die ich liebe. Dort war man nur bedingt freundlich, was ich vielleicht noch verstehen kann. Immerhin haben die Mitarbeiter da sicher jeden Tag mit Schnorrern und Arbeitsverweigerern zu tun. Aber in unserem Fall war es doch wirklich etwas anderes! Nun, trotzdem verweigerte sich das Amt und wollte nicht dabei helfen, die Pflege zu bezahlen. Ersparnisse, die mein Sohn in seine eigene Altersvorsorge langfristig gesteckt hatte, sollten wir aufbrauchen. Das wollten wir nicht nur nicht, sondern wir fanden es auch ungerecht, weil es doch für ihn selbst war. Also sprachen wir mit unserem Priester, der hier diese kleine Senioren-Siedlung betreut. Der gab uns eine gute Empfehlung. Er sagte, es gibt einen Verein mit Namen Viva Vita der bei der Vermittlung von Anwälten auch hilft (www.vivavita.de. Erst wusste ich nicht, was uns das bringen soll. Aber dann schaute unser Sohn mit mir zusammen im Internet nach und wir erfuhren mehr. Also wurde ich kurzerhand Mitglied in diesem Verein und erkundigte mich gleich nach Hilfe, um einen richtigen guten Anwalt für die Pflegekosten zu bekommen. Die halfen uns dann auch sehr prombt und gut und um eine lange Geschichte kurz zu machen haben wir, sogar gewonnen. Das Sozialamt musste schließlich auch noch unseren Anwalt bezahlen (das hätten sie also auch billiger haben können, wenn sie nicht so stützig gewesen wären. Praktischer nebeneffekt für mich: Dank des Vereins bekomme ich sogar die Zuzahlungen für Medikamente jetzt ersetzt. So kann ich meiner Frau wenigstens ab und zu auch mal einen schönen Strauß Blumen schenken. Denn ihr lächeln, hat sie auch nach dem Schlaganfall nicht verloren.

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