Pflegekind wieder wegschicken?

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7 Antworten

Schon Deine Sprache zeigt, dass da vieles im Argen liegt: Dass Du so locker das "Pflegekind aus asozialen Verhältnissen" beschreibst, lässt in mir ahnen, dass ihr auch innerhalb eurer Familie sehr respektlos wenigstens mit dem Kind umgeht... aber vielleicht auch untereinander ab und zu mal eine etwas härtere Sprache nicht ungewohnt scheint. 

(O.K.- kann sein, dass ich hier zu weit übers Ziel herausschieße... Deine Eltern sind nicht Du... vielleicht sind sie ganz anders, als das was ich von Dir wahrnehme...)

Mal so zur Erklärung für Dich

Pflegekinder kommen aus schwierigen Verhältnissen; Was diese Kinder oft erlebt haben möchte ich niemandem wünschen, auch Dir nicht: Diese Kinder brauchen mehr als nur einen Platz zum Schlafen und etwas Essen: Sie brauchen Zuwendung und Liebe,,,und Verständnis.

Ihr hingegen scheint Dankbarkeit zu erwarten: Und Dankbarkeit, das kommt nicht einfach so. Das ist wie mit dem Respekt: Den muss man sich verdienen, den hat man nicht automatisch nur weil man älter,größer, stärker ist: Das ist Gewalt und Macht... hat nichts mit Respekt zu tun

Diese Kinder haben ihre Eltern verloren... warum ist egal. An Drogen, Unfähigkeiten, Schicksalsschläge... Du solltest dankbar sein, dass Deine Familie zu Dir steht, Du keine Gewalterfahrungen oder Drogen oder depressive oder psychisch erkrankte Familienmitglieder aushalten musstest.

Du hast schnell einen Sündenbock, wenn es nicht so läuft wie geplant.... Euer Pflegekind hat eine wichtige Rolle für Dich: "Es ist schuld!"  Das ist sehr einfach.

Eltern die ein Pflegekind übernehmen werden normalerweise besonders auf Ihre Eignung geprüft und müssen entsprechende Beratungen und manchmal auch Qualifikationen aufweisen.

Sprich mal mit Deinen Eltern darüber, was diese zu dem Schritt der Aufnahme bewogen hat. Und sei selbst dankbar,- das wiederhole ich hier gerne noch einmal. Du hast einen guten Platz im Leben. Nichts gibt Dir das Recht aus diesem Privileg heraus gegenüber anderen abfällig zu werden... nicht im Denken, nicht im Tun

Etwas garstig: Norbert

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Ein Kind aus schlimmen Verhältnissen hat immer psychische Probleme.

Es hätte schon mit seinen 5 Jahren in eine Therapie gehen sollen und die Pflegeeltern hätten eine Familientherapie in Angriff nehmen sollen.

Wenn Du es schaffst, dass das Jugendamt das Kind wieder mit nimmt - wie glaubst Du, gestaltet sich die Beziehung zu Deiner Mutter nach so einer heimtückischen Tat?

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Damit wäre für das Kind gar nichts in Ordnung. Deine Mutter scheint die Einzige zu sein, die das Kind wirklich liebt. :-(

Wenn du und dein Vater sich durchsetzen und das Kind weggeschickt wird,
ist die Ehe deiner Eltern wahrscheinlich mittelfristig auch am Ende.

Allerdings finde ich auch, dass deine Familie Hilfe braucht. Einen Familientherapeuten vielleicht.

Und das Kind braucht Psychotherapie, wenn es psychische Probleme hat und sollte nicht "zurückgegeben" werden.

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Leider beschreibst Du nicht, aus welchen Verhältnissen das Kind kommt.

Das ein Kind, was 5 Jahre in einer schwierigen Herkunftsfamilie gelebt hat und dann aus dieser heraus in eine Pflegefamilie kam, einen ganzen Rucksack an Belastungen mit sich herum schleppt, ist eigentlich klar.

Hier können Gewalt- oder Missbrauchserfahrungen oder massive Vernachlässigung eine Rolle spielen; wenn die leiblichen Eltern (insbesondere die Mutter) während der Schwangerschaft Drogen (auch und gerade legale Drogen wie Alkohol) konsumiert hat, könne auch Hirnschädigungen vorliegen, die sich zum Beispiel in aggresivem Verhalten äußern können (kannst ja mal zum Beispiel nach FASD googlen).

Klar ist: Das Kind braucht Hilfe, keine Ablehnung. Voraussetzung hierfür ist aber erstmal eine fundierte Diagnostik. Ein Kinderpsychologe ist da schon mal ein guter Anfang; sofern Alkohol/Drogen im Herkunftselternhaus eine Rolle gespielt haben, sollte auch in diese Richtung untersucht werden. Dafür gibt es Spezialisten, die meisten Kinderkliniken sind hier heillos überfordert.

Und wenn ihr dann eine Diagnose habt, kann man auch therapieren (was mitunter nicht heilen bedeutet, hier geht es oft darum, die Symptome einer Behinderung zu lindern).

Erst, wenn Ihr das alles getan habt und wisst, was wirklich los ist, versteht Ihr die Problematik des Kindes - und müsst dann überlegen, ob Ihr dem Kind die Hilfe geben kann, die es braucht oder ob Euch das als Familie überfordert. Eine erneute Trennung ist für das Kind eine Katastrophe, aber unter Umständen das geringere Übel. Aber vielleicht seht ihr das Kind anders, wenn Ihr Klarheit habt und könnt dann mit seinen Besonderheiten umgehen.

 

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Das müssen Deine Eltern entscheiden. Immerhin ist der Junge schon fünf Jahre bei Euch und mit zehn Jahren werden Kinder oft aggressiv. Irgendeine Lösung oder Hilfe für das Kind wird es geben.

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allgemein könnt ihr ihn zu jeder Zeit in eine Besserungsanstalt schicken. Ansonsten müsst ihr euch mit dem Jugendamt in Verbindung setzen. Auch könntet ihr ihn in eine sogenannte "Time-out Schule" (also so heissen sie in der Schweiz) schicken. 

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Du machst gar nichts. Dein Vater muss Handeln wenn es nötig ist.

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Kommentar von Akka2323
08.11.2016, 00:00

Wieso der Vater?

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