Pflegeheimkosten , allgemeine Frage?

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2 Antworten

Erst mal leben sie und ihre Familie weiter im eigenen Haus , wenn dann etwas über ist werden sie gebeten sich zu beteiligen .  Allein die Hypothek und der Aufwand fürKinder mindert ihr Einkommen sehr . Die Anträge sind sehr großzügig für Familienangehörige .

supersuni96 27.11.2016, 13:01

Hier liegt der Fall wohl komplett anders, da es das Haus des Vaters war und er sein Vermögen einfach verschenkt hat. Das funktioniert aber nicht. Außerdem ist die Schenkung erst 8 Jahre her.

Habe ich gerade noch gefunden:

2.   Die Schenkung ist noch nicht 10 Jahre her:

Das Geschenk kann gemäß § 528 I BGB zurückgefordert werden, wenn der Schenker (also der Pflegebedürftige) verarmt ist.

Zunächst muss also alles eingesetzt werden, bevor das Geschenk zurückgefordert wird.
Es muss aber nicht das ganze Geschenk zurückgegeben werden, sondern es reicht die Zahlung der monatlichen ungedeckten Heimkosten, maximal so lange, bis der Wert des Geschenkes erschöpft ist.

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Kuestenflieger 27.11.2016, 15:55

Juristen differenzieren eine  Änderung im Grundbuch  von einer "Schenkung " . Vorallem wenn da immer noch enorme Belastungen drin stehen .

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Ich weiß nur, dass Schenkungen, die weniger als 10 Jahre zurückliegen, zurückgefordert werden können, wenn daraus der Heimaufenthalt finanziert werden könnte. Es kann also sein, dass ihr das Haus verkaufen müsst, da es eigentlich ja dem Vater gehört. Und da der Vater es nicht mehr braucht, wenn er in ein Heim zieht, kann der Verkaufserlös zur Deckung der Heimkosten herangezogen werden. 

Es funktioniert nun mal nicht, sein Vermögen vor dem Tod einfach zu verschenken, um sich so Unterstützung vom Sozialamt zu "erschwindeln". Hätte der Vater das Haus nicht verschenkt, wäre er finanziell gut genug gestellt, um seinen Heimaufenthalt zu finanzieren. Oder ihr zahlt einfach den Differenzbetrag zur Rente, die der Heimaufenthalt noch kostet.

Oder ihr lasst den Vater zu Hause wohnen und pflegt ihn selber.

konstanze85 27.11.2016, 13:04

Hätte der Vater das Haus nicht verschenkt, wäre er finanziell gut genug gestellt, um seinen Heimaufenthalt zu finanzieren.

Ich bin generell Deiner Meinung, aber ich glaube nicht, dass es so leicht ist, ein Haus zu verkaufen, das mit einer Hypothek i. H. v. 50.000 Euro belastet ist. Und je nachdem, in welchem Zustand das Haus ist, fragt sich auch, ob der Verkauf überhaupt einen relevanten Gewinn erzielen würde.

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hempel112 27.11.2016, 13:10
@konstanze85

Das Haus ist generell im guten Zustand , wie gesagt , ist halt mit der Hypothek belastet.

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hempel112 27.11.2016, 13:09

Ich möchte mir keine Leistung erschwindeln. Dieses Haus ist seit Generationen in unserem Besitz und wir bewohnen es zusammen. Ich habe es ja nicht verkauft ! Mein Vater war bis vor 8 Wochen noch voll mobil und selbstständig. Er ist jetzt halt "nur" vom laufen her stark eingeschränkt. Er kann sich nur nioch mit Rollstuhl oder Rollator max. 10 Schritte fortbewegen.

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konstanze85 27.11.2016, 13:15
@hempel112

Möchte er denn überhaupt in ein Pflegeheim?

Wie wäre es, wenn ihr eine Pflegestufe beantragt, falls das noch nicht geschehen ist?

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hempel112 27.11.2016, 13:35
@konstanze85

Er ist noch einer der alten Garde , möchte keinem zur last fallen.Er war sein leben lang selbstständig und muß nun "fremde" Hilfe zulassen. Er meint , wenn es gar nicht mehr geht , dann ist das Heim der letzte Ausweg.

Pflegestufe ist beantragt, laut vorläufigem Bericht ist Stufe 1 schon sicher.

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konstanze85 27.11.2016, 13:45
@hempel112

Naja, aber im Pflegeheim würde er ja auch anderen "zur Last" fallen, so gesehen,also nach seinem Verständnis, nicht nach meinem.

Und das beantwortet ja nun nicht wirklich die Frage, ob er im Grunde gern in seinen vertrauten 4 Wänden bleiben würde.

Wenn er nur noch wenige Schritte allein machen kann, dann bekommt ihr auch eine höhhere Pflegestufe, würde ich meinen, denn er kann sich ja dann auch gar nict mehr allein  waschen (ins Bad gehen, lange Stehen), Essen zubereiten, hat Schwierigkeiten mit dem Anziehen bzw. Kleidung raussuchen usw.

Also den Weg würde ich erstmal versuchen zu gehen.

Was das Haus angeht, ob ihr gezwugen werden könnt, es zu verkaufen, sorry, da kenne ich mich gar nicht aus und möchte darum auch nichts dazu mutmaßen.

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hempel112 27.11.2016, 13:57
@konstanze85

Hallo Konstanze85, entschuldige bitte , vielleicht habe ich mich nur falsch ausgedrückt. Natürlich möchte er und möchten wir, das er solange wie möglich zuhause bleibt !

Dieses ist auch nur mal eine vorab-Frage , was passiert wenn !

Also, er kann sich wie gesagt einige Schritte bewegen , aber zum anziehen kommt schon der Pflegedienst.

Vielleicht noch der Hintergrund , mein Vater hat eine hochgradige Herzinsuffizienz( komb.herzschrittmacher mit Defi zur Unterstützung des Herzens) , Diabetes mellitus( darum Pflegedienst - spritzen) und schlechte Nieren ( Katheter - Pflegedienst).

Durch diese ganzen Umstände hatte er vor acht Wochen ein Nierenversagen , entgleisten Zucker und einen Schwächeanfall. Aus dieser komplexen Behandlung kam er letztendlich so wie oben beschrieben wieder

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konstanze85 27.11.2016, 14:09
@hempel112

Ja, dann würde ich versuchen ihm die eigenen 4 Wände so lange es geht, zu lassen.

Und dann würde ich es mit einer höheren Pflegestufe versuchen. Glaube kaum, dass "nur"  Pflegestufe 1 da angemessen ist.

Und was das Haus für den Ernstfall angeht, würde ich mich von einem Anwalt einmalig beraten lassen, das ist sicherer.

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