Pflegegeld oder doch nicht !?

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2 Antworten

Zum einen steht dem Pflegebedürftigen rechtlich deas Pflegegeld zu und nicht der Person die Pflegt. Gibst du das Pflegegeld weiter, so wäre das auch OK.

Pflegegeld gibt es erst ab Pflegegrad 2.

Die mtl. 125€ , die bei Pflegegrad 1 bereitstehen, sind nur von zugelassenen Pflegeinrichtungen oder anerkannten Angeboten nach Landesrecht abrufbar. Letzeres bedeutet, hat eine privat Person eine Anerkennung für zusätzliche Betreuungsleistungen nach Landesrecht, so kann auch diese mit den Pflegekassen abrechnen.

Du kannst dir für dieses Geld bei einem zugelassenen ambul. Pflegedienst Betreuung, Hauswirtschaft und begrenzt auch Hilfe bei der Körperpflege einkaufen. Du beauftragst den ambul. Pflegedienst mit den von dir gewünschten Leistungen. Der Pflegedienst kann dann direkt bis zu diesen mtl. 125€ mit der Pflegekasse abrechnen. Kaufst du mehr Leistungen ein, so ist das privat zubezahlen.

Für das An/Ausziehen der Kompressionsstrümpfe brauchst du das Geld nicht verschleudern.( so wie sassenach4u meint)

Denn für die Behandlungspflege, so nennt sich unter anderem auch das An/Ausziehen von Kommpressionssrümpfen, kann der behandelnde Hausarzt, eine sogenannte Verordnung (VO) ausstellen. Auf der VO müss die  Diagnose  stehen, warum Kompressionsstrümpfe benötigt werden, es muss das Von  ----  Biis Datum draufstehen und wichtig: es müssen Kompressionsstrümfe ab Klasse 2 sein. ( Klasse 1 wird von der Kasse nicht bezahlt.)

Und weiter wichtig: es muss auf der VO stehen:

1 x tgl. Kompressionsstrümpfe an Ziehen Bein links,

1x tgl. Kompressionsstrümpfe anzihen Bein rechts

Dann muss draufstehen

1 x tgl. Kompressionsstrümpfe ausziehen, Bein links

1 x  tgl. Kompressionsstrümpfe ausziehen Bein rechts

Mit dieser VO gehst du zu einem dir gefälligen örtl. ambul. Pflegedienst.

Diesen Beauftragst du mit dem An/Ausziehen der Kompressionsstrümpfe.

Die VOmuss von dir und dem ambul. Pflegedienst unterschrieben werden. Der Pflegedienst schickt dann die VO zur Kostenbewilligung an die Krankenkasse. Der Pflegedienst rechnet seine erbrachte Leistunge direkt mit der KRankenkasse ab.

Ein Eigenanteil für maximal 28 Tage und höchstens 10% der Behandlungspflegekosten sind privat zu tragen. Diese Rechnung erhälst du von der Krankenkasse.

Bei dem Pflegegrad 1 wird nur Geld gezahlt, wenn es sich um professionelle Hilfe handelt, wie in Schreiben deiner Pflegekasse genannt.

Du kannst einen Pflegedienst beauftragen, dann kommt dieser, zieht die Kompressionsstrümpfe an und wieder aus. Dafür könnt ihr die 125,-- Euro einsetzen. Pflegegeld in dem Sinne, iwe ihr euch das vorstellt, gibt es erst ab Pflegegrad 2. Also entweder hinnehmen oder Widerspruch einlegen.

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