Pflegegeld für Mutter

7 Antworten

Auch wenn es sich hinterhältig anhört, aber um eine Pflegestufe zu bekommen, muss man leider häufig etwas tricksen... Also wenn deine Mutter (und am Besten auch der Hausarzt) etwas mitspielt, kann man durchaus was rausholen. Traurigerweise ist in unserem Pflegesystem der Faktor Mensch bzw. Menschlichkeit nichts wert, sodass man leider auf sowas angewiesen ist. Aufpassen sollte man auch vor Tricks des MDK (nach dem Motto: "Kann ich ein Glas Wasser bekommen?"... Person geht und holt Wasser... "Ach, sie können ja gut laufen, also ist das nicht so schlimm"... Kommt stark darauf an, an wen man bei der Prüfung kommt). Generell würde ich bei Ablehnung auch immer Einspruch einlegen)

Ich würde mal erst damit anfangen (dauiert leider Zeit), dass deine Mutter eine Behinderung wegen Gehbehinderung evtl. auch aussegewöhnlicher Gehbehinderung anerkannt bekommt.

Danach oder parallel in Zusammenarbeit mit dem Arzt einen erneuten Antrag stellen.

Bei dem Termin mit dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen (ja, der wird von denen bezahlt) sollte unbedingt jemand aus der Familie anwesend sein. Sollte die Sache nach Aktenlage abgelehnt werden, sofort Einspruch einlegen. Einspruch kann 3 x eingelegt werden, danach befasst sich der Widerspruchsausschuss der Krankenkasse damit. Nach der dann ebenfalls zu erwartenden Ablehnung Klage beim Sozialgericht, mit hoffentlich Erfolg, einlegen. Das Sozialgericht dürfte dann erst einmal den Besuch eines Sachverständigen veranlassen.

Nach Einführung der Pflegeversicherung in 1996, zu derem teilweisen Ausgleich der Arbeitnehmeranteile alle Arbeitnehmer auf den Feiertag Buß- und Bettag verzichten mussten (das ist ok), sind die Leistungen der Pflegeversicherungen sowie Vorbedingungen für diejenigen, die die Hilfe benötigen, auf einen Witz zusammengeschrumpft worden.

Ausreichende TV-Sendungen und andere Medien-Berichte sind vorhanden und über google zu finden.

Danke für die Antwort. Ich wusste bisher nicht, dass man auch einen extra Antrag auf Gehbehinderung stellen kann. Das werde ich auf jeden Fall versuchen. Danke noch mal :-)

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Eine gute Hilfe und Beratung in diesen Dingen bietet der VdK. Die Jahresmitgliedschaft beträgt relativ kleines Geld. Die Erfolgsquoten sind recht hoch.

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@haikoko

Ich wusste bisher nicht, dass man auch einen extra Antrag auf Gehbehinderung stellen kann.

Antrag auf Behinderung. Die entsprechende Gehbehinderung wird vom Arzt dokumentiert.

Noch mal zu diesem:

Die Jahresmitgliedschaft beträgt relativ kleines Geld.

Das sind im Moment meines Wissen EUR 5,00 monatlich.

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Ja, das ist so in Deutschland. Es springen dann u. U. die sozialen Dienste der caritativen Vereinigungen ein, und die können dir auch helfen, eine Pflegestufe zu beantragen. Also setz dich ans Telefon, such dir hier: http://www.der-paritaetische.de/verband/landesverbaende/ deinen regionalen Ansprechpartner raus und lasse dir weiterhelfen. Falls sie gute Rente bekommt, wird sie allerdings fast alles dafür ausgeben müssen. Evtl. kannst du sie ja auch ein wenig finanziell unterstützen.

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