Pflegegeld bei häuslicher Pflege?

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5 Antworten

Zum einen bekommt der Pflegeienst nicht mal einfach so das Geld von der Pflegekasse. Später mehr dazu.

Jeder der in einen Pflegegrad eingestuft ist dem steht rechtlich das Pflegegeld zu, wenn er von Angehörigen, Bekannten oder anderen Privatpersonen gepflegt und betreut wird.

reciht der Pflegebedürftige sein Pflegegeld an die ihn pflegende Person weiter so ist das OK.

Wer Pflegegeld bezieht, der muss der Pflegekasse sogenannte Pflegeberatungsbesuche nach § 37.3 SGB XI nachweisen.

In Pflegegrad 2 und 3 einmal pro Halbjahr und in Pflegegrad 4 u. 5 einmal pro Quartal. Erfolgen diese Pflegeberatungsbesuche nicht, so kann die Kasse das Pflegegeld kürzen oder die Zahlungen kompl. einstellen.

Ihr müsst für den Pflegeberatungsbesuch euch selbst einen ambul. Pflegedienst (PD) aussuchen und diesen mit dem Pflegeberatungsbesuch beauftragen. Die Kosten trägt die Pflegekasse.

Wird ein ambulanter PD mit der Versorgung und oder Betreuung beauftragt, so ist das Pflegegeld auf Kombileistung um zustellen.

( dann entfällt der 37.3 Pflegeberatungsbesuch)

Ihr kauft euch beim ambul PD leistungen nach Leistungskomplexen ein. Der PD erbringt die Lvon euch eingekauften Leistungen und rechnet diese zum Monatswechsel direkt mit der Pflegekasse ab.

Bleibt von dem Betrag der Kombileistung noch was über, so wird das prozentual auf das Pflegegeld umgerechnet und der Pflegebedürftige bekommt den restanteil vom Pflegegeld ausgehend , ausgezahlt. habt ihr mehr leistungen eingekauft als dass die Kombileistung des Pflegegrades hergibt, so ist der Mehrbetrag privat zu bezahlen.

Aber ein ambul. PD erhält nicht automatisch geld von der Pflegekasse.

Wo dieses Gerücht herkommt und warum das immer noch verbreitet wird ist rätselhaft.

Wenn die Verwandten ihn zu Haus pflegen und kein Pflegedienst beauftragt wird, erhält der bei der Pflegekasse eingetragene Verwandte das Pflegegeld.

Falsche Antwort. Das Pflegegeld steht rechtlich dem Pflegebedürftigen zu, und diesem wird es auch ausbezahlt. Reicht er dieses Pflegegeld an die ihn pflegende Person weiter ( kann auch auf dessen Konto sein) so ist das auch Ok.

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Griesuh hat alles Relevante beschrieben. Ich möchte vielleicht nur nochmal der Übersicht wegen die drei Szenarien der häuslichen Pflege darstellen:

A) Pflegebedürftiger wird ausschließlich von Angehörigen gepflegt => Pflegegeld wird komplett dem Pflegebedürftigen ausbezahlt

B) Pflegebedürftiger wird teils von Angehörigen und teils vom ambulanten Pflegedienst gepflegt => Sogenannte Kombinationspflege (der Pflegedienst wird für seinen Teil von der Krankenkasse bezahlt, das was als prozentualer Anteil übrig bleibt, wird dem Angehörigen als Pflegegeld ausbezahlt)

C) Pflegebedürftiger wird komplett durch einen ambulanten Pflegedienst zu Hause versorgt => Sachleistung. Der ambulante Pflegedienst wird von der Krankenkasse bezahlt, Pflegegeld an den Pflegebedürftigen oder Angehörige wird nicht ausbezahlt.

In meinen Blog zur Angehörigenpflege (https://angehoerigenpflege-kk.de) findet Ihr bei Bedarf mehr Infos zur privaten Pflege, z. B. zu den Betreuungsleistungen (Unterstützung im Alltag) oder Verhinderungspflege etc.

So weit so recht, jedoch wird das Pflegegeld, die Kombileistung und die Sachleistung nicht von der KRankenkasse, sondern von der Pflegekasse bezahlt. Und der Pflegedienst bekommt in allen Fällen nicht einfach so das Geld von der Pflegekasse, sondern der PD muss seine erbrachten Leistungen nach den Leistungskomplexen , mit der PK abrechnen. Danach bezahlt ihn die Pflegekasse.

Im übrigen ist das, bis auf die sachleistung ist das auch alles in meinem Beitrag nachlesbar.

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Wenn er zuhause von der Familie gepflegt wird bekommt die Familie das Pflegegeld. Nehmt ihr einen Pflegedienst zu Hilfe müsst ihr vom Pflegegeld den Pflegedienst bezahlen.

Falsche Antwort. Das Pflegegeld steht rechtlich dem Pflegebedürftigen zu, und diesem wird es auch ausbezahlt.

Reicht er dieses Pflegegeld an die ihn pflegende Person weiter

( kann auch auf dessen Konto sein)

so ist das auch Ok.

Wird ein ambul. Pflegedienst mit ins Boot geholt so ist das Pflegegeld auf Kombileistung um zustellen und der ambul. Pflegedienst rechnet seine erbrachten Leistungen über die Kombileistung mit der PK ab.

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@Griesuh

@Griesuh, von wegen falsche Antwort. Der Pflegebedürftige ist der Leistungsempfänger. Möglicherweise eine demente Person die über die Möglichkeit der finanziellen Verfügung nicht mehr in der Lage ist. Die Familienmitglieder oder das Familienmitglied das seine Pflege übernommen hat erhält das Pflegegeld. "Er reicht das Pflegegeld weiter" dazu sind die Betroffenen gar nicht mehr in der Lage. Dein Kommentar ist so ein richtig schöner Text aus dem Wunschkästchen der Krankenkassentheorie kopiert. Hast auch vergessen zu erwähnen dass die Kombileistung im Falle das Pflegegeld reicht nicht aus, von der Familie gezahlt werden muss. Zuzahlung nennt man das. 

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@extrapilot351

Liebe/r extrapilot351.

Du kanst dich drehen und wenden wie du willst: das Pflegegeld steht rechtlich dem Pflegebedürftigen zu, ob mit oder ohne Demenz. besteht eine Demenz und es gibt keine Vollmachten oder keine Betreuung, so kann der Pflegebedürftige rechtlich genauso handeln als wenn keine Demenz bestünde.

Ergo reciht er das Geld weiter. Und das kann schon im Antrag geklärt werden, in dem das Konto des/der Empfänger eingetragen wird.

Noch was, wenn es Kombileistung gibt, gibt es KEIN Pflegegeld. Deshalb kann nichts vom Pflegegeld drauf gezahlt werden.

Zu anderen hast du wohl meinen Text in meiner Antwort ( nicht im Kommentar) nicht fertig gelesen oder nicht verstanden. Denn was schrieb ich:

Bleibt von dem Betrag der Kombileistung noch was über, so wird das prozentual auf das Pflegegeld umgerechnet und der Pflegebedürftige bekommt den Restanteil vom Pflegegeld ausgehend , ausgezahlt. Habt ihr mehr Leistungen eingekauft als dass die Kombileistung des Pflegegrades hergibt, so ist der Mehrbetrag privat zu bezahlen.

Alles klar.?

Deshalb bitte Texte immer bis zum Ende lesen.

Grüße von einer Guk, PDL mit eigenem ambul. Pflegedienst

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ja, dass gibt es. 

Was gibt es?

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@LenaLustig91

Pflegestufe 3 ist ganz schön hoch. Da ist eine alleinige Pflege fast nicht möglich, wenn man sich nicht dabei kaputt machen will.

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@Heidrun1962a

Pflegegrad 3 war ehemal Pflegestufe 2.

Und ob man sich da kaputt pflegt kann so pauschal bestimmt nicht gesagt werden. denn das kommt immer ganz auf die persönlichen Umstände und gegebenheiten an.

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