Pflanzen Auswahl Aquarium?

7 Antworten

Hallo, also bei der Beckengröße würde ich nur die Ohrgitterwelse nehmen, die sind in Gruppen zu halten ab 5-6 Tieren (eher mehr) doch das Aquarium muss gut eingefahren sein, sonst verhungern sie(da sie schwer an Futter Tabletten zu gewöhnen sind)

Ebenfalls wären kleine panzer welse gut, aber auch hier muss man beachten, dass Welse laichfresser sind (sie essen Aufwuchs der Garnelen).

Antennenwelse werden zu groß und würde ich erst ab 80cm Aquariumlänge empfehlen.

Bei den Pflanzen würde ich anspruchslose wählen, vorallem als Anfänger.

So brauchen manche viel und helles Licht und andere brauchen zuzügliche Co2 Zufuhr und ähnliches.

Aber schnell wachsend ist Javamoos, was bei Garnelen nicht fehlen sollte.

Schnell wachsend sind ebenfalls: Hornkraut, Wasserpest und Limnophila sessiliflora- kleine Ambulie Tropica (das sind Pflanzen dessen Wurzeln man in den Grund eingräbt/sie sind schnellwachsend)

Auch Anubias sind Anspruchslose Pflanzen, sie wachsen nur sehr langsam und sind Aufsetzer(AufgarKEINEN Fall einbuddeln, die Wurzel würde abgammeln, lieber aufbinden auf Stein oder Wurzel, mit einem Faden).

Kurz und Knapp

Anspruchslosepflanzen s. O.

Moos sollte in keinem Becken fehlen

Welse sind Gruppentiere, kleine welse ab 54L, mittelgroße /Große Welse ab 80/100cm Kantenlänge

Woher ich das weiß:Hobby

Hallo,

für den Anfang solltest du mengenweise schnell wachsender Stängelpflanzen einpflanzen. Sie wachsen schnell und entnehmen dem Wasser so viele überflüssige Nährstoffe - das verhindert ein starkes Algenwachstum.

Solche Pflanzen bekommt man häufig sehr günstig oder sogar geschenkt, wenn man in die vielen regionalen Kleinanzeigenportale schaut.

Am Anfang dauert es ohnehin viele viele Wochen, bis sich auch nur ein halbwegs biologisches Gleichgewicht im AQ einstellt. Bis dahin werden viele Pflanzen nicht angehen, veralgen, absterben .... da wäre es traurig, teure und anspruchsvolle Pflanzen zu verlieren.

Nach einiger Zeit wirst du auch feststellen, welche Pflanzen besonders gut und problemlos wachsen, auf diese solltest du dich dann hauptsächlich beschränken. Nach und nach probiert man dann mal besondere Pflanzen aus - wenn die gut wachsen: prima. Wenn sie nicht wachsen, dann akzeptiert man das.

Für ein AQ ist es immer am allerbesten, sich tatsächlich auf die Pflanzen zu beschränken, die am besten wachsen.

Danke. Also gehen die Pflanzen nach den ersten Wochen kaputt? Und was könnte ich noch für Fische nehmen habe bis jetzt guppys und Garnelen eingeplant

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@Hippoidealo

Die Pflanzen müssen nicht kaputtgehen - wenn sie gut wachsen, dann freu dich und pflege genau diese Art fleißig weiter im AQ.

Für den Anfang solltest du es auch erst einmal bei den Guppys und Garnelen belassen .... wenn dann alles gut läuft, dann kannst du in einigen Monaten immer noch überlegen, was vielleicht noch ins AQ passen würde.

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@dsupper

Okay, gibt es einen Grund dafür dass ich nichts mehr reinmachen sollte weil laut der Besatzdichte passt noch einiges rein da ich nur 4 guppys und 4 Garnelen will

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@Hippoidealo

Sowohl Guppys als auch Garnelen vermehren sich ganz munter .... zu Beginn ist das AQ noch sehr empfindlich, weil noch gar nicht biologisches Gleichgewicht besteht. Je stärker es besetzt ist, desto mehr Probleme wird ein Beginner bekommen. Viel sinnvoller ist es deshalb, erst mal ganz sachte anzufangen, erste Erfahrungen zu sammeln, erste Probleme zu lösen .... und sich dann nach und nach immer weiter in die Aquaristik einarbeiten ....

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@dsupper

Danke man, aber was heißt dieses Gleichgewicht

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@Hippoidealo

Dass alles im AQ wunderbar läuft. Das Wasser ist klar und sauber, ohne Giftstoffe, der Filter wandelt die Futterreste und Fischausscheidungen in ausreichend Pflanzennahrung um - aber auch nicht zu viel, damit es keine Algen gibt. Die Pflanzen wachsen grün und gesund, produzieren ausreichend Sauerstoff, das AQ bleibt sauber, (fast) algenfrei, die Fische bleiben gesund und sind aktiv .... du wirst sehen - das ist der Wunschzustand - davon ist ein AQ in den ersten Monaten meist weit entfernt ....

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@dsupper

Sehr nett und welche könnte ich nach ein paar Monaten so hinzufügen

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@dsupper

Also welche Fische würden da ideal noch rein passen

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@Hippoidealo

Das wird dann auf die herrschenden Wasserparameter ankommen, auf die Gesamthärte, die Karbonathärte, den PH-Wert. Auch diese Werte müssen für eine Besatzplanung unbedingt berücksichtigt werden.

Und wenn die Guppys sich so zahlreich vermehren, wie Guppys es gerne machen, dann passt in einigen Monaten auch gar nicht weiter mehr ins Aquarium.

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@dsupper

Ich habe nicht vor, alle guppys drin zu lassen, ich werde sie dem Aquarium Verein geben. Ich würde gerne Fische haben mit so ziemlich den gleichen Werten wie guppys, gibt es da was

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@dsupper

Sehr nett und welche könnte ich nach ein paar Monaten so hinzufügen

In Verbindung mit den anderen Fragen, sehe ich "schwarze Wolken" aufziehen!

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@Hippoidealo

Guppys vermehren sich grundsätzlich immer so lange wie die Karnickel, bis sie ihre ganz eigene Wunschbesatzdichte erreicht haben. Wenn man keine Guppys herausnimmt, stabilisiert es sich bei etwa 3 Tieren pro Liter. Bei wenig Versteckmöglichkeiten für die Neugeborenen bleibt es etwas weniger. Bei vielen Versteckmöglichkeiten für die Neugeborenen und reichlich Futter geht auch noch etwas mehr.

Wenn man welche raus nimmt, schließen sie die Reihen innerhalb kürzester Zeit wieder.

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Man muss darauf achten, dass sie pflegeleicht sind. Sie müssen mit "normalem" Licht, ohne CO2 und ohne Spezialdünger auskommen.

Modepflanzen, die erst in den letzten Jahren im Zuge des Aquascaping-Trends auf den Markt gekommen sind, sind oft nur mit irrsinnig hohem Aufwand unter Wasser lebensfähig. Da wird mit extremem Starklicht, fast schon toxischen CO2 Konzentrationen und teuren Spezialdüngern gearbeitet. Die meisten Aquarienpflanzen sind ja sowieso eher Sumpf- als Wasserpflanzen, die halt auch unter Wasser wachsen können. Aber in letzter Zeit sind Arten auf dem Markt, deren Wassereignung ernsthaft in Frage gestellt werden muss. Das gilt zum Glück nicht für alle Neuheiten.

Die Pflanzen müssen auch größenmäßig zum Becken passen und man sollte darauf achten, niedrigere Vordergrundpflanzen und höhere Hintergrundpflanzen zu kombinieren. Wenn man Hintergrundpflanzen für die gut 20cm Wasserstand sucht, die man im 60er Becken real hat, muss man auch in der Kategorie Mittelgrund nachsehen.

Erschreckend oft werden Anfängern gleich händeweise Echinodoren verkauft. Die sind saubillig zu vermehren und erzielen hohe Gewinnspannen. Vermutlich haben auch viele Verkäufer noch nie gesehen, zu welchen Monstern die heranwachsen, wenn sie die etwas heikle Eingewöhnung mal überlebt haben. Die als Echinodorus bleheri verkauften Pflanzen (keine Ahnung wie die zur Zeit wirklich offiziell botanisch heißen) werden über 50cm hoch, wachsen gern über die Wasseroberfläche hinaus und erreichen weit über 30cm im Durchmesser. Das ist absolut nix für kleine Becken.

Gut geeignet sind z.B.

Hygrophila polysperma

Hygrophila corymbosa "Thailand"

Ludwigia repens in allen Farben außer den superroten Varianten

Heterathera zosterifolia

Cryprocoryne wendii, C. beckettii, C. undulata (, C. walkeri) in allen Sorten. Genau über die Sorten informieren, dann kannst Du was schönes zusammenstellen.

Vallisneria spiralis (wenn man ewig lang flutende Blätter will)

Sagittaria subulata, für den Vordergrund vor allem in der Sorten "Pusilla"

Helanthium bolivianum quadricostatus (gibt zusammen mit S. subulata ne richtige Wiese)

Egeria/Elodea "Wasserpest" in der Sorte die halt gerade greifbar ist (bei mir wächst das Zeug nicht, bei "allen" anderen wuchert es wie blöd)

für schattige Ecken Anubias barteri in den kleinen Sorten (Nana, Coin Leaf, Petite, Bonsai, Mini, Pangolino .....)

ebenfalls für schattige Ecken Microsorum pteropus in allen Sorten

als unsterbliche und trotzdem gut beherrschbare Schwimmpflanze Spirodela polyrrhiza (aber nie Lemna minor, die wieder loszuwerden ist eine furchtbare Arbeit)

Auch mit Moosen kann man schön gestalten. Z.B. mit Javamoos (wächst locker und wirr durcheinander), Spiky-Moos (schöne Wuchsform, wird groß), Christmas-Moos (bleibt kleiner). Weil da eh niemand genau weiß wie die botanisch wirklich einzuordnen sind und weil es auf die richtige Sorte ankommt, beschränke ich mich bei den Moosen auf den deutschen Handelsnamen.

Je nach Art ist es mal sinnvoll, die Pflanze getopft oder als Bund zu kaufen, oder auch in vitro. Das kann man nicht verallgemeinern.

Umfangreiche Informationen zu den Pflanzen findet man bei fachkundigen Pflanzenhändlern wie z.B. Aquasabi, Wasserflora, Aquarienpflanzen-Shop oder Aquamoos.

Als Bodengrund ist normaler, unbehandelter Natursand oder Naturkies empfehlenswert. Nichts künstlich eingefärbtes und auch keine Wundermittel wie Soil oder irgendwelche anderen Nährböden. Wurzelzehrer bekommen Düngekugeln. Es ist nicht sinnvoll den ganzen Boden bei der Einrichtung zu düngen, weil man eh immer nach Bedarf nachdüngen muss und weil ein zu dünn abgedeckter oder offen liegende Nährboden (Soil) das Wasser überdüngt.

Bei der Einrichtung darf man ruhig mutig mit hoch aufragenden Wurzeln oder Steinen umgehen. Die geben dem Ganzen optisch erst Struktur.

Welche Pflanzen passen da gut? Muss man überhaupt drauf achten?

Ja!

Viele Anfänger holen sich zu wenige, zu anspruchsvolle Pflanzen. Nicht alle Pflanzen gedeihen gut ohne CO2-Düngung und mit nur mittlerem Licht.

Ich würde 10 Bund/Topf Pflanzen empfehlen und zwar folgende:

Cryptocoryne wendtii, Cryptocoryne walkeri, Cryptocoryne willisii

Echinodorus parviflorus (wird recht groß)

Sagittaria subulata

Vallisneria spiralis (Blätter werden 100 cm lang und treiben an der Oberfläche)

Hydrocotyle leucocephala

Bacopa caroliniana

Hygrophila polysperma, Hygrophila corymbosa

Limnophila sessiliflora

Helanthium quasdricostatum

Schwimmpflanzen:

Ceratopteris

Ceratophyllum

Najas

Riccia

Salvinia

Limnobium

Aufsitzer zum Aufbinden auf Holz und Wurzeln:

Vesicularia (!!! AUf jeden Fall)

Anubias barteri (nur bei Beschattung mit Schwimmpflanzen oder treibenden Blättern)

Microsorium (nur bei Beschattung mit Schwimmpflanzen oder treibenden Blättern)

Ceratopteris

evtl. Bolbitis und Bucephalandra

besonders empfohlene hab ich unterstrichen.

Schwimmpflanzen:
[...]
Najas
[...]
Limnobium

Najas guadalupensis treibt bei mir extrem lange, fadenartige Wurzeln, mit denen es sich im Boden verankert. Zumindest die Wurzelspitze scheint auch zum Aufnehmen von Nährstoffen ausgerüstet zu sein, zumindest "klebt" da immer Sand dran, wenn ich sie raus ziehe. Eine echte Schwimmpflanze ist das also nicht.

Den Froschbiss hab ich absichtlich nicht erwähnt, weil man beim 30cm hohen Becken realistisch nur knapp über 20cm Wasserstand hat und Froschbiss, wenn er sich so richtig pudelwohl fühlt, locker 20cm lange Wurzeln bekommt.

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Ich kann dir auch nur raten, deine Erstauswahl auf einfache und preisgünstige Stengelpflanzen zu legen. Oft kriegt man die umsonst in Internet.

Wenn die gut wachsen, kann man die immer oben abknipsen und die Stücke wieder einpflanzen. So hat man schnell ganz viel Bepflanzung.

Bitte lass dich nicht in den Tierläden beraten. Auch ich habe da zu Beginn ganz schreckliche Erfahrungen gemacht - die wollen nur verkaufen und verkaufen dir alles, was du willst. Denen ist völlig egal, ob die Fische zu groß werden, nicht zueinander passen, viel zu empfindlich sind und ob es viel zu viele sind.

Die fragen nicht nach der Aquariumgröße, nicht nach Wasserwerten ....

Und auch von Plfanzen haben die überhaupt keine Ahnung, verkaufen lieber noch dazu Unmengen an teuren Düngesystemen, die niemand wirklich braucht.

verkaufen lieber noch dazu Unmengen an teuren Düngesystemen, die niemand wirklich braucht.

Leider ist das schweineteure Dennerle Düngersystem immernoch das beste, das ich jemals ausprobiert habe. Wenn man damit mit ein bisschen Augenmaß umgeht, lässt es sich für alle Pflanzen und alle Lichtverhältnisse und mit und ohne CO2 sehr gut verwenden. Einen wirklich gleichwertigen, aber nicht so teuren Ersatz hab ich bis heute nicht, aber inzwischen zu viele Becken und zu viel Verbrauch, um den Preis noch zu akzeptieren.

Es gibt ein paar Dünger die gut funktionieren, z.B. JBL Ferropol, Aqua Rebell Micro Basic Eisen, Drak Ferrdrakon oder Tropica Premium Nutrition, aber das Dennerle System hat bei mir noch besser funktioniert.

Der einzige Dünger, mit dem ich echt nicht klar gekommen bin ist Easy Life Profito, mit dem hab ich nur Algen "gezüchtet". Es gibt aber auch Nutzer, die damit Erfolg haben.

Immernoch nicht ausprobiert hab ich Sera Florena, der auch gut sein soll.

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@eieiei2

ah okay, ich benutze gar keine fertigen Düngesysteme, sondern dünge ganz individuell. Die meisten einzelnen Düngestoffe stelle ich mir auch selbst her, wie Kalium oder Eisen etc. So kann ich wirklich düngen, was den Pflanzen fehlt ...

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