Pferdewissen kompakt bitte!

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8 Antworten

Hoidelle Severin12,

hu, da stellst Du ja eine umfassende Frage!

als absolutes Grundwissen würde ich aufzählen:

Man sollte wissen:

  • was darf mein Pferd auf keinen Fall fressen (Giftpflanzen, krank machendes Futter)

  • wie gesattelt und getrenst wird

  • wie ein Pferd gehalten und gefüttert wird, so dass es nicht krank wird

  • was man macht, wenn es Kolik, Schlundverstopfung, stark blutende Wunden, Nieren- oder Kreuzverschlag, eine Vergiftung oder hohes Fieber hat

  • was für Symptome bei Krankheiten auftreten (z. B. bei einer Kolik, bei einem Kreuzverschlag....) - ich meine auch eine Krankheit als Krankheit erkennen zu können

  • gewisse "Umgangsformen" (z. B. dass man eine rossige Stute nicht an die Box eines Hengstes anbindet oder so was, ........)

  • wie die Bandagen richtig bandagiert werden

  • dass man ein Pferd nicht einfach 4 Wochen in der Box stehen lassen kann ohne Krankheitsgrund (wenn man in den Urlaub fährt zum Beispiel)

Ich finde alles sehr wichtig, was für die Gesundheitserhaltung des Pferdes notwendig ist. Unwichtig fände ich es jetzt, wenn Du alle vorkommenden Wurmarten auf latainisch auswendig könntest, oder wissen würdest, wieviel Stoffarten oder Nähstiche eine Pferdedecke hätte.

;-)

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Hallo,

unwichtiges gibts eigentlich nicht - man kann nie genug wissen.

Für mich unverzichtbares Wissen, wenn man sich ein Pferd zulegen will, aber bitte drüber nachgedacht und nicht nur nachgesprochen:

Artgerechte Haltung. Wie leben Pferde in der freien Wildbahn, wie verhalten sie sich? Was bedeutet das für das domestizierte Hauspferd? Wie muss ich meine Haltung anpassen? Wie wirkt sich eine bestimmte Haltungsform kurz- und langfristig auf den Organismus aus?

Fütterung. Wie ernähren sich Pferde in der freien WIldbahn? Was steht auf ihrem natürlichen Speiseplan und, vor allem, was nicht? Was braucht mein Pferd, in welcher Form und Menge? Was ist in den ganzen Futtermitteln von der Futterindustrie wirklich drin? Wie wirkt sich das auf den Organismus meines Pferdes aus? Wo ist die Grenze zwischem sinnvollen Aufbaufutter und vermenschlichendem Vollstopfen?

Erziehung des und Umgang mit dem Pferdes. Wieder, wie verhalten sich Pferde untereinander in der freien Wildbahn? Was macht das Pferd aus, was nicht? Wie denkt es und wie denkt es, vor allem, nicht? Was bedeutet das für meine Arbeit mit dem Pferd? Sprich, du musst fit sein in Verhaltenspsychologie, auch Natural Horsemanship oder mystifiziert "Pferdeflüstern" genannt.

Richtige Gymnastizierung und Anatomie des Pferdes. Wie sieht mein Pferd von innen aus? Wie heißen die ganzen Sehnen, Muskeln, Knochen? Wie spielen sie zusammen und wer hat welche Aufgabe? Was muss wie funktionieren, damit mein Pferd richtig geritten, sprich gesund gymnastiziert wird, sodass es durch das Reiten keine Schäden behält? Wie gymnastiziere ich richtig vom Boden und aus dem Sattel aus?

Ausbildung des (Reit-)Pferdes. Wie ich mit einem Pferd richtig umgehe und wie ich es korrekt reite, ergibt sich schon aus den Punkten "Verhaltenspsychologie" und "Richtiges Gymnastizieren". Aber der Mensch sollte das auch verknüpfen können. Wie reite ich mein Pferd nicht nur gesund, sondern auch logisch, sodass es mich leicht versteht? Wie lassen sich die natürlichen Verhaltensmuster des Pferdes auf mein Reiten übertragen? Nicht alles, was nach der allgemeinen Lehrmeinung gelehrt wird, ist sinnvoll und logisch fürs Pferd.

"Kopfstück- und Sattelkunde". Was für Kopfstücke, sowohl gebisslos als auch mit Gebiss gibt es? Wie wirken sie? Was macht einen passenden Sattel aus? Was sind die wichtigen Punkte, an der man die Passform erkennt? Anatomie ist hier wieder wichtiges Hintergrundwissen.

Hufe. Was ist der Huf eigentlich? Wie ist er aufgebaut? Wie wirkt er, was für Funktionen hat er? Wie sollte man mit ihm umgehen? Wie erkenne ich einen gesunden Huf? Wie erkenne ich kleinste Fehler? Wie wirken bestimmte Art und Weisen, den Huf zu behandeln, auf den Organismus, welche Folgen gibt es?

Krankheiten. Hier natürlich die PAT-Werte (wenn du nicht weißt, was das ist, empfehle ich dir, den Basispass zu machen, da lernt man das nötigste, aber wenigstens lernt man ein bisschen was ;-) ). Dann solltest du eigentlich alle Krankheiten kennen, nicht nur Kolik, Husten und Fieber, sondern Stoffwechselkrankheiten (ECS, EMS), Hufkrankheiten, Schäden am Verdauungstrakt, Schäden am Bewegungsmechanismus, Schäden an den Knochen, Wirbeln und Gelenken, Muskelschäden, Zähne, neuronale Krankheiten, psychische "Krankheiten", die "typischen" Wohlstanderkrankungen, etc. Das könnte man - leider - ewig fortführen. Vor allem muss der Mensch erkennen können, was psychisch, physisch oder durch beides bedingt ist.

Und das für mich wichtigste, was der zukünftige Pferdebesitzer wissen sollte, ist, dass man nie alles wissen kann. Die Zeit und Forschung wird kontinuierlich neue Erkenntnisse bringen, mal sind die gut und richtig, mal evt. auch Humbug - nicht alles, was neu ist, ist zwangsläufig gut. Aber der Mensch sollte neues annehmen und zur Gesundheit des Pferdes akzeptieren können, auch wenn er sein bisheriges Verhalten ändern muss, was ja schon "kränken" kann (meinem gefühl nach empfinden das einige Pferdemenschen oft so - neue Sachen werden kategorisch abgelehnt, obwohl es stichhaltige Argumente gibt, einfach nur, um nicht zugeben zu müssen, dass man bisher was falsch gemacht hat. Den eigenen Stolz über das Wohlergehen des Pferdes zu stellen, geht nicht.).

Eigene Weiterbildung ist immer der beste Schutz - wenn man eine Frage stellt, bekommt man 5 verschiedene Antworten, die sich meistens auch noch gegenseitig ausschließen. Wenn man nicht selbst weiß, was stimmt, kann das verwirren. Sei also immer wissbegierig und bilde dich selbstkritisch (!) weiter!

So, das wäre es erstmal von meiner Seite... Ich habe bestimmt wieder irgendwas vergessen, falls das der Fall sein sollte, füge ich das in einem Kommentar hinzu.

Grüße

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futter und pflege.

im prinzip psychologie, biologie und chemie.

psychologie und biologie für die artgerechte haltung und pflege.

chemie für die gesunderhaltung und die nährstoffbedürfnisse. kenntnis der zusammenhänge zwischen futter und gesundheit, bzw. leistungsfähigkeit.

wenn man das pferd reitet oder fährt kommt noch physik dazu.

in pferdebelangen greifen psychologie, biologie, chemie und physik eng ineinander.

spielerei und vermenschlichung sollten aussen vor bleiben. ein pferd bleibt ein pferd, ein mensch bleibt ein mensch. jeder mit seinen bedürfnissen und fähigkeiten. wenn man das allem voran stellt, kann eigentlich nichts schiefgehen...

für mehr besuch einfach mein profil... :-)

lg, pony

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Mir fehlt, der Artgerechte Umgang mit dem Pferd , ein Pferd braucht Sicherheit. Klar in deiner Haltung , ob am Boden oder im Sattel. (follow me)

Hab über die Jahre gelernt, dass weniger mehr ist. Ein Pferd braucht Heu und einen Salz-Leckstein. Hafer oder Zusatzfutter nur, wenn Sie auch arbeiten müssen , die Samstags Pferde brauchen das nicht. Alle Futtermittel, die Fructose beinhalten meiden, Fructose kann das Pferd nicht abbauen (kommt auch in einem gebräuchlichen Futter von Reitsport - Zulieferern vor) . Nicht auf Kuhwiesen stellen (viel Klee , deutsches Weidelgras) , es gibt mittlerweile Pferdemischungen mit langsam wachsenden Gräsern, habe meine Weiden neu eingesäät. Habe auch auf der Weide Rauhfutter angeboten (waren auch im Winter auf den Aussenweiden) , Zugang zu Wasser ist elementar für die Verdauung. Im Winter kann ein Mash auch nicht schaden (wenn´s sehr kalt ist) Habe die Pferde im Offenstall (bis -25 Grad) .. Perd muss sich bewegen können, am besten immer

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Unwichtiges gibt es nicht.

Kommt drauf an, was du speziell für Schwerpunkte setzt:

Ich setze meinen größten Schwerpunkt auf die Gesundheit, sowohl bei Erkrankungen als auch beim Reiten. Dazu gehört natürlich die Pflege, Weiterbildung (bei mir persönlich auf die Krankheit vom Pferd speziell) in Pflege, Reiten und der allgemeinen Gesunderhaltung.

Auch gehört da die Ausrüstung dazu - Fängt beim Putzzeug an, über Halfter, Trense, Beinschutz, Sattel (!!!) usw. bis zu allem, was es so auf dem Markt gibt.

Zur Pflege gehört auch das Futter dazu, auch ein wichtiger Bestandteil. Selbstverständlich gehört zur Gesunderhaltung auch der Auslauf bzw. die Haltung des Pferdes.

Ich könnte ewig so weiterführen.

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  • Fütterung (auch Giftpflanzen)
  • richtiges, gesundheitserhaltendes Dressurreiten
  • Verhalten im Gelände
  • Krankheiten, deren Ursachen, Symptome & Behandlung
  • Ausrüstung (Was wird gebraucht, wie muss es sitzen, dass es passt)
  • Pferdepflege(z.B. Putzen, Satteln, Bandagieren etc.) & Umgang mit Pferden (was wie wann angebracht ist)
  • Longieren, Bodenarbeit
  • ein gesunder Menschenverstand kann auch nicht schaden :)
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Halltung, Fütterung, Gesundheit

  • das sind die MINIMAL-Anforderungen an Wissen, die mal haben sollte.

Und ja, es gibt Unwichtiges - nämlich rosafarbene Schabracken und Spielbälle für Pferde.

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-> Artgrerechte Haltung

-> Richtige Fütterung

-> Kenntniss über Giftpflanzen!!!

-> Umgang mit Pferden und deren Pflege

-> vortgeschrittenes Reiten!

-> Krankheiten

-> Anatomie des Pferdes

-> Longe & Bodenarbeit

-> Kentniss üer die richtige (passende) Ausrüstung vom Pferd!

-> Verhalten im Notfall!!!

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