Pferdekauf Futterumstellung?

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3 Antworten

Nun, das ist wohl recht unterschiedlich. Heu mal außen vor gelassen, ich denke, es geht um Kraftfutter ;)

Das schöne ist: gelangt man an einen wirklich guten Stallbesitzer und dieser füttert, kann der das auch gut einschätzen, wie viel das Pferd speziell jetzt braucht. 

Unser Quarter bekam z.B. beim Trainer, wo wir ihn her haben Hafer mit Luzerne. Wie viel, weiß ich gerade nicht, aber schon keine kleine Menge. 

Dann haben wir ihn zu uns geholt - der Stallbesitzer hatte vor Ort eigenen Hafer mit Gerste. Da ja keiner das Pferd kannte, hat er erstmal die "normale" Portion gegeben. Wir haben ja recht schnell gemerkt, das ist etwas zu viel, wurde halbiert. Dann ging es auch besser - der Stallbesitzer hatte das aber auch schon bemerkt, dass das etwas viel war für ihn. Er wusste nicht, wohin mit der ganzen Energie. 

Da wir jetzt beide Pferde am selben Stall haben, kann ich schöne Vergleiche ziehen. 

Mein Pony habe ich schon fast 7 Jahre - der bekommt aktuell Hafer (ca. 2 Händchen ;) ) und aktuell zum "Auffüttern" (er musste gerade durch schwierige Zeiten durch mit dem Immunsystem, und dafür werden mich hier jetzt evt. einige kritisieren) noch ein trockenes Müsli dazu, auswendig weiß ich aber gerade nicht, welches. Das aber auch nur in einer recht geringen Dosis, sozusagen als "Mineralfutter" - und es wirkt. Ich persönlich hasse Müsli, aber über den Winter werde ich das erstmal so beibehalten. Danach werde ich wieder auf Hafer pur umstellen. Das Müsli bekommt er gerade nur wegen der aktuellen Situation. 

Der Quarter bekommt richtig viel von dem Müsli. Er kennt "große" Mengen Kraftfutter und sieht damit wirklich gut aus. Die Menge, die er bekommt als Hafer-Ration - nein, danke. Irgendwann wird auch er umgestellt, aber erstmal darf das Immunsystem im neuen Stall sich einstellen, dann stellen wir irgendwann langsam auf Hafer pur um. Hier haben wir sogar die Ration erhöht statt herabgesetzt. 

Man sollte also auf jeden Fall den Verkäufer fragen, was und vor allem wie viel das Pferd an Kraftfutter bekommt. So bleibt wenigstens diese Umstellung recht sachte fürs Pferd. Hätten wir dem Quarter die Hafer-Portion von meinem Pony gegeben, hätte der uns wirklich schief angeguckt. Also füttert man idealerweise das weiter, was bisher gefüttert wurde - wenn es ein spezielles Futter war, hat man oft die Möglichkeit, dies selbst vorzubereiten in Döschen dann je nach Ration hinstellen. So braucht derjenige, der füttert, nur die Dose leeren. 

(Vorbereiten mache ich bei meinem Pony auch, denn jeder hat andere Maße von "2 Hand Hafer", so kann ich auch während des Trainings gut variieren, geht aber erst, wenn man gelernt hat, das Pferd futtertechnisch einzuschätzen)

Wie das Ganze im neuen Stall dann also abläuft, ist eine Frage der Organisation und dem vorangegangenen Futter. 

Eine sehr gute Frage, die du dir stellst - und nicht einfach zu beantworten. Es hat auch viel mit Kenntnis vom Stallbesitzer zu tun, sowie mit der Einschätzung gegenüber fremden Pferden und deren Futter. 

Mein Pony ist da ein sehr schönes Beispiel. Keine Ahnung mehr, was er früher bekommen hat, aber heute sind es eben die 2 Hand Hafer etwa für die "Leistung" im Training und das Müsli als Energie beim Fellwechsel bzw. im Winter, denn gerade das "Fell aufstellen" verbraucht auch viel Energie. 

Ich mache also abends meine Döschen fertig, für mich aktuell schon unsagbar viel Futter für ihn - aber wie gesagt, es funktioniert. Eine im Stall hat 3 Warmblöds, schnappt sich ne Schippe und greift in den Hafer rein - zusätzlich zum eigentlichen Futter!  Und zwar ne volle Schippe. Die Pferde sehen nicht schlecht aus - nicht abgemagert, nicht fett, gut im Training für ihr Alter. Würde ich meinem Pony diese Ration an Hafer geben, würde der mir vor lauter "Leistungs-Energie" im Dreieck springen. Ihre Pferde dagegen würden sie bei meinen Portiönchen schief angucken. 

Ich tendiere inzwischen zu folgendem: 

Wenn das Pferd vorher ein Futter bekommen hat, was man so im Sack kaufen kann, möchte ich vorher die Menge erfahren. Kaufe ich dieses Pferd, kaufe ich mir fürs erste mal einen Sack davon, damit das PFerd sein gewohntes Futter hat und das Immunsystem nicht völlig überfordert ist. 

Dann beginne ich, die Rationen anzupassen. Idealerweise steige ich persönlich dann auf Hafer um (ganz oder frisch gequetscht), behalte aber erstmal das alte Futter dabei. Dann kann man das alte/vorige Futter langsam absetzen und die Hafer-Ration der Arbeit anpassen, denn das ist und bleibt das gesündeste. 

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Kommentar von Kelly321
01.11.2016, 23:32

Vielen, lieben Dank für deine ausführliche Antwort!

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Kommentar von Punkgirl512
02.11.2016, 22:44

Danke für den Stern!

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Also normal ist und bleibt Heu das grundfutter. Ein Pferd was sonst auch nur freizeitmäßig geritten wird und gesund ist, braucht auch nicht mehr als Heu Satt. Ich würde nicht das füttern was das Pferd vorher bekam, meist wird nur billiger ungesunder Mist ins Pferd gestopft der da nicht hingehört. Ich würde ohne Ende heu anbieten und falls man dann noch merkt das Pferd braucht Energie etc, kann man mal an Hafer etc denken. Interessant könnte höchstens sein wenn der vorbesitzer einen aktuellen bluttest besitzt, der einen Mangel aufweist, dann kann man spezielle Mineralien nachfüttern. Und normal ist es an einem Stall so das man entweder das füttert was der Stall anbietet, oder man hat seine eigene Tonne vor der Box, aus der die Mitarbeiter dann das Pferd füttern

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Natürlich frag die Verkäufer was das Pferd bekam sicher 

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Kommentar von Kelly321
01.11.2016, 11:51

Wann habe ich bitte erwähnt, ein eigenes Pferd haben zu wollen?

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