Pferdefutter - Was stimmt jetzt?

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7 Antworten

Mit belegbaren Fakten kann ich dir nicht dienen, ich finde aber dass das meiste einfach absolut logisch ist wenn man als Pferdemensch mal darüber nachdenkt.

Im Prinzip braucht ein Pferd nur steppenähnliches Gras mit den passenden Mineralien. Gut, das gibt es bei uns so gut wie gar nicht.

So empfinde ich die ideale Fütterung bei gesunden Pferden als Heu und Gras (beides angepasst ans Pferd) plus ein passendes Mineralfutter. Solange das Pferd nur ne Stunde auf dem Platz oder mal 2 Stunden durchs Gelände geritten wird reicht das für gewöhnlich. Tut das Pferd wirklich viel oder braucht einfach mehr Energie kann man ein wenig Hafer zufüttern. Gesunde Pferde sollten so locker klar kommen.

Ich lehne viele Futtermittel aber strikt ab.

Mais - schwer verdaulich und schwemmt auf.

Gerste - schwer verdaulich

Rübenschnitzel - viel zu viel Zucker (Alternative: unmelassierte Version)

Müsli - in den meisten sind viele unnötige Füllstoffe drin. Z.B. Maiskleber, Weizenkleie, Trester, Molkeprodukte, Melasse etc. Wozu sollte man sowas füttern? Weiterhin kann man schlecht nachvollziehen was genau drin ist.

Öl - da bin ich mir selbst noch nicht so einig. Manche sagen es ist wertvoll, manche sagen dass ein Pferd Öl nur in geringen Mengen verwerten kann aufgrund fehlender Gallenblase. In Hafer ist z.B. schon ein gewisser Teil Öl, den muss das Pferd erstmal verstoffwecheln. Da ich nicht weiß wie Öl wirkt lasse ich es persönlich weg.

Malzbier etc. - kann überhaupt nicht nachvollziehen wieso man seinem Tier sowas füttert. Das ist purer Zucker. Schlecht für die Zähne, die Verdauung und den Stoffwechsel.

Obst und Gemüse in großen Mengen - gegen ein paar Stücke habe ich nichts einzuwenden aber manch einer füttert täglich mehrere Kilo Äpfel und Möhren. Wieso ?

Brot - keinerlei gute Inhalte.

Ich versuche möglichst melasse- und getreidearm zu fütterm und den Stoffwechsel so zu entlasten.

Hat man dazu ein altes, schwerfuttriges Pferd so wie ich wird es schon schwieriger.

 

ich finde es toll dass du dir solche Gedanken zur Fütterung machst :)

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Es ist ganz einfach: Sieh Dir die Fütterung an, wie sie in den 60er bis 80er Jahren noch war:

Raufutter bekamen sie alle, auf die Weide kamen sie auch. Hafer bekam, was gearbeitet hat oder schwach wirkte. Was anderes? Naja, wenn sie akut ein Problem hatten, vielleicht mal aufgeweichte Grascobs.

Heute: Müsli, Mash, Pellets, Karotten, Äpfel, ...

Und wie hat sich der Gesundheitsstatus verändert?

Karies kannte der Pferdezahnarzt lange Jahre nicht, inzwischen ist es an der Tagesordnung.

Auch waren (relativ) untrainierte Pferde (unsere heutigen Freizeitpferde, auch wenn sie in bisserl höheren Klassen laufen) einfach knochig, kantig, ... sind sie das heute noch? Nein, sind sie nicht. Und was haben wir heute? Gab es seinerzeit gaaaanz selten mal ein Cushing Pferd, haben wir heute extrem viel mehr. Genauso EMS, die "Pferde-Diabetes", wenn man so will. Wir haben so viele Pferde, deren "Fundament" nicht mehr wirklich in der Lage ist, sie zu tragen. Wäre das früher passiert, als sie noch Geld für ihren Herrn verdienen mussten, wären viele Besitzer wirtschaftlich dran zugrunde gegangen.

Ich kenne eine Menge Tiermediziner, auch Forschung treibende etc., die den Zusammenhang eindeutig belegen und auch begründen, warum man gewisse Dinger nicht füttern soll - und das ist dann auch immer auf das Pferd bezogen. Denn man muss schon sehen, dass ein Pferd, das richtig ordentlich arbeitet (Holzrückepferde oder auch Fiaker, die viele Stunden im Einsatz sind oder, naja, arg viel mehr solche haben wir heute ja nimmer), auch das eine oder andere verträgt, dass es manchmal problemlos verstoffwechselt, was den Stoffwechsel eines vergleichsweise ruhenden Freizeitpferdes kippen ließe.

Natürlich muss nicht jedes Pferd krank werden, gibt ja unter uns Menschen auch Raucher die überdurchschnittlich alt werden oder so, aber hier z.B. sprechen wir über Fütterung, wenn Probleme vorliegen und eigentlich muss ich mich mit  dem Süßkram essen selbst einbremsen, bevor ich Diabetes habe und ich finde, wir müssen auch aufhören, unseren Pferden Süßkram rein zu stopfen, bevor sie das Pendant zu Diabetes haben. Und leider erfahre ich für meinen Teil immer von viel zu viel Pferden, die Probleme haben, wo ich mir denk, wär's nicht schöner, ein gesundes Pferd zu haben als viel Geld in bunte Säcke gesteckt zu haben und jetzt die Kosten für die Behandlung tragen zu müssen?

Und da ich nicht weiß, ob mein Pferd so "robust" ist, alles irgendwie zu vertragen und ich nicht möchte, dass es Probleme bekommt, pass ich halt auf. Bzw. seine Leberwerte bei Kauf, seine Schwerfuttrigkeit, seine schwere Verarbeitung von Medikamenten etc. sprechen alle dagegen, dass er alles einfach problemlos verstoffwechselt. Der andere sieht zwar nach außen hin erst mal besser aus, aber wenn man weiß, wie schnell er seltsame Fettdepots ansetzt, dann weiß man auch, dass sein Stoffwechsel bereits gekippt ist, er ist EMS Patient, der mit vorsichtig füttern aber gut zurecht kommt, zumindest seit wir ihn haben.

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Das kann man so allgemein nicht beantworten. Es wäre gut zu wissen, um welche Rasse es sich handelt (Pony, WB, KB, ...?), wie alt (jung) ist das Pferd, wie sind die Haltungsbedingungen (Box, Offenstall,...?) und sehr wichtig: was muss das Pferd leisten, wie wird es gearbeitet? Die Futtermittelindustrie ist zwar eine gigantische Gelddruckmaschine, aber eine gewisse Auswahl für verschiedene Anforderungen ist ebenso sinnvoll, wie manchmal auch weniger mehr ist. 

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Meine Stute ( Freiberger ) bekam während der Winterzeit nur Heu ( Erstschnitt ) und keine Silage, und wenn sie gearbeitet hatte etwas Hafer dazu. Im Sommer zusätzlich zum Heu noch Gras ( Weidegang ) und sie war von Mai - Mitte September auf der Alp, da bei uns in dieser Zeit nur wenig Reitmöglichkeiten im Freien sind....Geschlossene Zäune...Tausende von Wanderern Mountenbiker...etc.

Ich hatte nie irgendwelche gesundheitlichen Probleme bei ihr....1 x jährlich gab`s eine Zahnkontrolle und einen Gesundheitscheck, aber die waren ohne Befund. Geimpft wurde sie regelmässig gegen Tetanus.

Sie wurde 30 Jahre alt, und wurde bis zum Schluss geritten...einfach ihrem Alter entsprechend.

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Rübenschnitzel sind eigentlich nichts anderes als gepresste Abfälle der Rübenproduktion! Die liefern keine wirkliche Energie sondern machen nur dick/Fett!
Müsli ist sehr ausgewogen und gut anpassbar an die Bedürfnisse der Pferde (Größe/Arbeitsstand(Bewegung)..)
Mash ist sehr gut für den Winter und für Beifütterung/Aufbau. Oft füttert man es 2 mal die Woche zum Müsli etc. bei😊
Hoffe ich konnte helfen

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Kommentar von xxCamarguexx
17.10.2016, 15:20

Welches Müsli findest du ausgewogen? Ich finde selten welche die gute Zutaten enthalten.

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Kommentar von MrsHappy280314
02.12.2016, 19:38

Havens Cool Mix oder von Haven das Havens Cool Mix 16 Kräuter Müsli✨ Ich gebe das gemischt also 1/2 zu 1/2

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Die Frage ist etwas zu allgemein gestellt, als das man sie in sinnvoller Länge hier beantworten kann.

Wenn du uns verrätst, welche Rasse, welches Alter und wieviel Bewegung dein Pferd / das Pferd von dem du sprichst hat, dann wäre eine Antwort durchaus möglich.

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Kommentar von View96
15.10.2016, 20:10

Mm ok. Es geht hier in nicht um ein bestimmtes Pferd, eher ums Allgemeine. Is das wichtig ob das Pferd groß/klein, jung/alt ist?

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Kommentar von Littelchen
15.10.2016, 21:11

10 jähriges Pony, Drp, Offenstall (Heu nur abends und morgends) (Koppel ziemlich leer), Arbeiten ca. 2x Reitstunde, sonst noch 2x so dressur reiten. Bewegung ansonsten: 1x gelände, einmal frei/longe, einmal gelände/longe/ ..), Turniere auch aber eher sporadisch jetzt sowieso nicht, nicht zu dick (bekommt im Winter mehr Heu als sonst, weil er sonst abnimmt) Kann man damit was anfangen?:)

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Kommentar von View96
15.10.2016, 23:06

Soweit passt bei uns alles, war einfach eine Interessefrage:)
Trotzdem vielen lieben Dank!:)

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Wir füttern schon seid Jahren St.Hypolyt (ist bestimmt falsch geschrieben 😂)..einfach top .. Man muss weder Öl noch irgendwelche Samen etc dazu geben 😄

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