Pferd von Händler lahmt 2 Wochen nach Kauf - was tun?

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6 Antworten

Ein Pferd ist rechtlich gesehen eine Sache .. diese Sache hat möglicherweise einen Mangel ...

die Frage ist, ob er Mangel schon vor Kauf und Übereignung da war oder erst danach eingetreten ist ...

dazu sollte der Tierarzt etwas sagen können

und es gibt noch

§ 476 BGB Beweislastumkehr

Zeigt sich innerhalb von sechs Monaten seit Gefahrübergang ein Sachmangel, so wird vermutet, dass die Sache bereits bei Gefahrübergang mangelhaft war, es sei denn, diese Vermutung ist mit der Art der Sache oder des Mangels unvereinbar.

dann könnt ihr euch an den Händler wenden ...

§ 437 BGB Rechte des Käufers bei Mängeln

Ist die Sache mangelhaft, kann der Käufer, wenn die Voraussetzungen der folgenden Vorschriften vorliegen und soweit nicht ein anderes bestimmt ist,

  1. nach § 439 Nacherfüllung verlangen,

  2. nach den §§ 440, 323 und 326 Abs. 5 von dem Vertrag zurücktreten oder nach § 441 den Kaufpreis mindern und

  3. nach den §§ 440, 280, 281, 283 und 311a Schadensersatz oder nach § 284 Ersatz vergeblicher Aufwendungen verlangen.

Nummer 1 geht nicht weil dieses Pferd einmalig ist ...

also bleiben nur Nummer 2 und 3

Gute Antwort.

Allerdings bleibt zu klären, ob nicht zumindest eine Nachbesserung möglich ist.

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Ein Pferd lahmt nicht nur, wenn am Bein was nicht passt. Das kann ebenso aus der Schulter oder dem Rücken kommen. Z.B. wenn der neue Sattel nicht passt. Wenn ihr beim Training für Verspannungen oder Wirbelblockaden gesorgt habt. Vielleicht ist das Pferd auch zusätzlich noch schlecht bemuskelt.

Medikamentengabe des Händlers wäre nicht erst nach 2 Wochen aufgeflogen.

Hi,das sieht definitiv nicht gut aus für euch,ohne schriftlichen Kaufvertrag,ohne AKU.... Das Pferd zurückzugeben wird ziemlich schwierig werden,wenn der Händler davon wusste ist das arglistige Täuschung,aber die muss man erstmal nachweisen....Habt ihr wenigstens Papiere dazubekommen?

man macht immer nen kaufvertrag. ich denk du kannst hier nicht viel machen. kannst ja nichts nachweisen.kannst nicht nachweisen wie der händlier es dir verkauft hat. ob als gesund oder "wie gesehen" etc

Muss der Händler ihn zurück nehmen?

kann sein

Haben wir Anspruch auf ein anderes, gleichwertiges Pferd?

nein, ist individualware, kein bmw zb, wo der händler einfach einen anderen gibt

ihr müsst ein gutachten holen, woran es liegt und ihm dann nachweisen, dass er bei verkauf davon wusste

ist dann arglistige täuschung

also eueren tierarzt draufgucken lassen, dann seinen finden und den befragen, ist am einfachsten

wenn ihr den nicht findet, müsst ihr ihm beweisen, dass er davon wusste

das ist meist nicht so einfach, anwalt, der sich damit auskennt

ja und dazu kommt die sache des beweisen, was wenn er sagt

"ich habe denen beim verkauf gesagt, dass er lahmt"

dann würde der richter gucken, was ihr bezahlt habt, habt ihr eher wenig bezahlt, würde er ihm vielleicht glauben

Eine Täuschung ist nicht notwendig - es reicht, dass ein Mangel vorliegt. Ein Anspruch auf ein anderes Pferd ist vielleicht nicht gegeben, aber ein entsprechender Ersatz von Mehrkosten für ein vergleichbares Pferd ist als Schadensersatz denkbar.

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Am besten geht du mit dem Pferd zum XXL Ostfriesen, dem Knochenbrecher! (Kein Witz, ist ne sendung im NDR Fernsehen)

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