Pferd verladen aber wie?

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7 Antworten

da gibts verschiedene Techniken. Die kurioseste, die ich bisher kennengelernt hatte, wendet eine Freundin von mir an. Karotte voraus in den Hänger werfen, Pferd rast hinterher, mampft die Karotte und wird angebunden. Fertig. Aussteigen selbstständig auf Schweifzupfen hin. Die macht das ziemlich cool, muss ich sagen. 

Am besten ist es, man macht erstmal Hängertraining. D.h. man fährt erstmal gar nicht rum sondern übt das ein und aussteigen. Bei vielen Pferden hat es sich bewährt erstmal um den Hänger rumzulaufen und ihn anzugucken, sowie als Führperson auf der Rampe rumzuhopsen während das Pferd zusieht. Pferde, die mit dem Hänger nichts schlechtes verbinden, sind so erstmal neugierig. Danach kann man sich daran machen die Rampe hoch zu gehen. Die Trennwand dafür weit auf die Seite stellen, Licht an, alles hell und freundlich machen. Sollte der Boden Flecken haben, Stroh oder Streu drauf, das irritiert manche Pferde. Ist der Boden gleichmäßig gefärbt kann man auch ohne Streu üben. Ich habe es so gelernt, dass man ein paar Schritte hochgeht, lobt und wieder runtergeht, lobt. Usw bis das Pferd oben steht. Im Hänger kann man dann Heucobs o.ä. füttern damit das Pferd eine Weile darin stehen bleibt und eine positive Verbindung (Futter) knüpft. Mit Karotten locken ist übrigens keine gute Idee, viele Pferde schnappen sich den Happen und rasen rückwärts wieder raus. Danach ganz kontrolliert rückwärts ausparken, nicht alleine runterrennen lassen. Geht das einsteigen, Klappe zumachen, Klappe aufmachen, aussteigen sehr gut, so kann man auch mal wegfahren. Es empfiehlt sich sehr, nicht nur zu Turnieren oder zum Tierarzt zu fahren, sondern auch zum Ausreiten oder zu anderen Weiden, damit das Pferd nichts böses damit in Verbindung bringt. Eine bekannte hat ihre Weiden weit verstreut und muss ihre Jährlinge daher oft rumfahren. Die rennen gerade zu in den Anhänger, weil sie wissen dass es auf eine neue Weide geht. also positive Verbindungen knüpfen lassen :) Auch das Verladen in verschiedenen Umgebungen will geübt sein. 

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Ich würde den Mittelweg bevorzugen. 

Kein ewiges Getüddel, aber rein prügeln würde ich ein Pferd auch nicht. Wäre mir auch viel zu gefährlich. Beides!

Mit Schlägen provoziert man Widersetzlichkeit, was sowohl für das Pferd als auch für die Leute selber Unfallfefahren mit sich bringt.

Und allzu viel duziduzi duzi bringt oft nichts; habe sich schon erlebt, dass ein Pferd bei so was das Lockeimerchen samt dem Führer umgeschmissen hat,   und dann freilaufend eine  Riesen Kettenreaktion auslöste, mit einem,Reiter der grade vorbei kam. Der dadurch stürzte, und beide Pferd im Galopp zur Autostraße...

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Also meine Reitlehrerin bringt das den Fohlen/Jährlingen so bei: Wenn sie das 1. Mal Auf nein Hänger sollen, klappt das natürlich erst mal nicht. Nach ein paar Anläufen schickt sie das Pferd rückwerts. Und geht wieder ein paar Schritte vorwärts. Und wieder rückwerts. Das zieht sie 5-10min konsequent durch. Danach ist das Pferd es so leid ständig vor&zurück zu gehen, das die meisten freiwillig in den hänger gehen. Und wenn sie es dann ein laar mal versucht, gehen 80% freiwillig ren, dann werden sie gelobt, bekommen Leckerlie und bleiben ein paar Sekunden im hämgee um sich alles anzusehen. Das macht sie ein paar Tage und dann gehen alle freiwillig rein. Wenn sie auF Tuniere fährt hat sie nie Probleme ein Pferd zu verladen.

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Kommentar von Heklamari
17.05.2016, 10:26

ACH, wenn DAS doch alle schon mit den Fohlchen üben würden ....

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Hmpf, super "Chef" - damit stehen die Pferde doch auch nicht ruhig und entspannt auf dem Hänger.

Dein Gefühl liegt da sehr richtig! 

Mit viel Ruhe und Geduld verlädt man, nicht mit Longen und Peitschen. Ich hatte ein schönes Beispiel, da bin ich zum Training gefahren - der Stallbesitzer meinte noch "Der ist ja sturer als ein Zweijähriger" und andere kamen auch schon mit Longen und Besen an - letzten Endes ging er dann irgendwie auf den Hänger, war aber total panisch und stand nicht eine Sekunde ruhig. 

Auf dem Rückweg hatte ich schon etwas Angst... Aber dann hat meine Trainerin ihn mir abgenommen und mit absoluter Ruhe und Konsequenz ihn innerhalb kürzester Zeit verladen - danach haben wir noch ein paar Minuten gequatscht, Pony stand in aller seelenruhe auf dem Hänger. SO geht Verladen, nicht mit Druck. 

Seit ich ein paar Mal Hängertraining gemacht habe, geht meiner problemlos auf den Hänger UND steht ruhig und entspannt. 

Mein Hängertraining besteht aus Ruhe und Geduld - und eben Konsequenz. Am Anfang habe ich unten auf dem Boden tamtam gemacht, d.h. ihn Rückwärts geschickt, seitwärts geschickt, ihn eben arbeiten lassen. War er auf der Rampe, war Ruhe. Ihn dann bewusst wieder raus geschickt, daraus mehr ein Spiel gemacht. Auf der Rampe oder im Hänger wieder einen Ruhepunkt gegeben. 

Seitdem muss ich nur noch vorgehen, er kommt hinterher. Wenn er mal nicht will, frage ich an der Rampe den spanischen Schritt ab, zum Verladen eine tolle Lektion :D Mein Ziel ist es aber, dass er auch ohne mich rauf geht, sodass ich hinten nur noch zumachen muss. Aber da kommen wir auch noch hin. 

Vertrau dir und deinem Gefühl - kein Pferd muss mit Stress im Hänger stehen!

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Kommentar von Urlewas
19.05.2016, 13:37

So stelle ich mir den Mittelweg echt " golden" vor! Super!

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Ich habe mein Pferd am Anfang immer gelockt. Erst belohnt wenn es einen Huf auf der Rampe hatte dann wenn es 2 und dann wenn es mit allen auf der Rampe stand und dann langsam vorarbeiten bis es am Ende im Hänger steht und jetzt hat sie verstanden das es Leckerbissen gibt wenn sie in den Hänger geht.

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Pferd nehmen auf den Anhänger führen und fertig?

Was hat denn der "Chef" an deinem Pferd verloren und warum lässt sich dein Tier nicht verladen? Youngster werden bei uns mit der Mutterstute verladen oder - wenn sie älter sind - mit einem gelassenem "alten Hasen".Oben gibts 'nen Keks und gut ist.

Wenn ein Pferd nicht mag/will/what ever wird geschuat und dann indiv. nach einer Lösung geschaut

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Kommentar von Michel2015
16.05.2016, 20:24

Nur gut, dass du das Utzidutzi weggelassen hast, da spare ich mir eine Antwort, hast ja schon alles geschrieben.

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Kommentar von marrychen
17.05.2016, 14:27

Wenn man ihn nimmt bleibt er vorne dran stehen und wenn man gerte dazu nimmt dreht er um und haut ab 

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Hallo,

du hast die richtige Einstellung, ohne Gewalt durch Überzeugung. Wohin werden die Pferde gefahren, wenn sie so verladen werden?

Dein Chef ist ein mieser Typ, er verdient eine anonyme Anzeige wegen Tierquälerei..

Emmy

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Kommentar von marrychen
16.05.2016, 22:09

Naja meist zum tunier da geht der stress dann weiter war lange dort tt also weiß ich das nur mit meinem eigenem Pferd will ich das nicht so haben 

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