Pferd Verkauft Ohne Eigentumsurkunde?

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4 Antworten

Also, du hast das Pferd verkauft mit mündlichem Vertrag. Jetzt willst du es wieder haben, weil der Käufer die Abmachungen nicht einhält.

Ich bezweifle, dass derartige Absprachen bindend sind. Das ist ja
ähnlich wie mit Schutzverträgen. Die sind ja auch rechtlich totaler
quatsch, egal ob schriftlich oder mündlich geschlossen. Wenn Geld geflossen ist, kann der neue Besitzer tun und lassen, was er will. Anders ist es, wenn du das Pferd verschenkt hättest.

Du kannst dich natürlich nochmal von einem Anwalt beraten lassen, aber ich glaube dem sind da auch die Hände gebunden.

LG

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Kommentar von Baroque
13.07.2016, 13:21

Es hängt nicht am Geldfluss, ob eine Klausel wirksam ist, sondern daran, ob auch irgendwie vereinbart wurde, was eigentlich passieren soll, wenn sich einer nicht dran halten mag. Hatte mich beim Kauf eines Pferdes explizit deshalb aufklären lassen und mich auf die Vertragsstrafe eingelassen, weil für mich die ausgeschlossenen Dinge eh nicht interessant sind - und wenn doch, wäre es mir die Zahlung der Vertragsstrafe auch wert in der Höhe, wie wir sie vereinbart hatten.

Mündliche Abreden haben halt das Problem der Nachweisbarkeit, sowohl was die Sonderklausel selbst als auch was die Sanktion bei Missachtung angeht.

Aber warum in alles in der Welt wurde die Eigentumsurkunde nicht ausgehändigt? Da hat ja der Käufer noch das Recht, sie einzuklagen. Rückt einen nicht grade in eine gute Position.

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ich glaube da kannst du nix tun. Wenn er geld bezahlt hat. Du kannst es versuchen, doch es kann sein, das du diie verhandlungskosten tragen musst

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Kauf es einfach zurück?! Für einen höheren Betrag, den dir der neue Besitzer gezahlt hat, wirst du ihn sicher wieder bekommen.
Viel Glück

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im prinzip spricht nichts dagegen, dass das pferd arbeitet.

je härter ohne verschleisstätigkeiten gearbeitet wird (sagen wir mal, 8-10 stunden am tag schrittausritte), desto höher ist die lebenserwartung bei guter gesundheit von muskeln, gelenken, knochen und stoffwechsel.

beim pferd und beim auto gilt auch die mündliche absprache eines kaufvertrages.

in der regel gilt, dass der inhaber des pferdes auch als dessen eigentümer vermutet wird. denn wenn es sich um eine leihgabe gehandelt hätte, wäre mit sicherheit ein schriftlicher vertrag gemacht worden, mit dem der eigentümer sein eigentumsrecht beweiskräftig darlegen könnte.

der jetzige eigentümer könnte durchaus glaubhaft darlegen, dass er nicht gewusst hat, dass es für das pferd eine eigentumsurkunde oder abstammungsurkunde vorhanden ist und er deshalb auch nicht weiter danach gefragt hat.

es gibt reichlich pferde, die lediglich mit equidenpass und "ohne papiere" gehandelt werden.

rechtlich gehört das pferd dem jetzigen besitzer. der besitzer ist in diesem fall tatsächlich der eigentümer. er hat dir eine geldsumme für das pferd gezahlt und damit ist automatisch ein kaufvertrag geschlossen.

du kannst nicht nur NICHT das pferd zurückfordern, sondern bist tatsächlich sogar verpflichtet, dem jetzigen eigentümer die eigentumsurkunde zukommen zu lassen. wenn du sie behältst, machst du dich der straftat der unterschlagung schuldig.

anders würde es bei einem ratenkauf aussehen - in dem fall wärst du bis zur vollständigen bezahlung des pferdes der eigentümer, auch wenn dein vertragspartner bereits besitzer (sprich - das pferd steht bei ihm im stall) ist.

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