Pferd unkompliziert verladen?

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5 Antworten

verladetraining als teil der bodenarbeit.

übrigens ist ein trailer, auf dem die pferde quer zur fahrtrichtung stehen, den tieren meist sehr viel angenehmer.

es gibt rauhe mengen an pferden, die ein anhängertrauma haben - aber mir sind kaum welche bekannt, die das trailerfahren kennen und nicht auf einen trailer gehen mögen.

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die balance auf einem pferdeanhänger ist fürs pferd so eine sache. sie stehen dicht am mittelpunkt und haben daher extrem viele kleine bewegungen um eine mittelachse schwingend auszubalancieren (etwa vergleichbar mit einem "powerplate"). die ganze fahrt über ist das pferd also damit beschäftigt, das gleichgewicht zu halten.

steht das pferd quer zur fahrtrichtung, kann es sich über seine eigene längsachse viel besser ausbalancieren und ist unterwegs viel entspannter.

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Kommentar von Anni97
07.08.2016, 21:24

Hallo, danke für die Antwort :)Leider hat keiner einen Trailer sondern nur Hänger, aber wir lassen die Trennwand raus, sodass er sich schräg stellen kann...

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Kommentar von Puellapuffer
08.08.2016, 11:36

Ganz quer zur Fahrtrichtung ist schlechter als Hänger. Schräg zur Fartrichtung ist das Beste

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Da muss man leider monatelang üben, aber das zahlt sich definitiv aus.

Eine Möglichkeit ist, dass man den Hänger erstmal mit auf die Wiese stellt, diesen immer offen lässt und ein wenig Futter rein tut. So lässt man das gute Stück erstmal einige Tage und Wochen stehen. Man kann täglich anhand des Futters überprüfen ob ein Pferd drinnen war. So lernt das Pferd schon mal dass das Teil etwas total normales und harmloses ist. Wenn es dann ans aktive Verladen geht würde ich für jeden kleinsten Schritt extrem loben und lieber früher als zu spät aufhören. Das Pferd betritt mit einem Huf die Rampe, doll loben, evtl Futterlob und Training enden lassen. Somit endet das Training auf jeden Fall positiv. So geht es Tag für Tag - immer ohne Druck weiter. Bei manchen Pferden dauert es Tage, bei manchen Monate. Man muss sich halt ans Tempo des Pferdes anpassen.

Meine Stute musste mal nach einem Unfall in eine Klinik gebracht werden. Danach ließ sie sich kaum mehr verladen. Ab diesem Tag gab es das Futter JEDEN Tag zunächst am, später im Hänger. Sie musste 5 Monate lang jeden Tag auf den Hänger. Das tat ihr richtig gut. Seitdem wird sie schon immer richtig nervös wenn sie einen Hänger mit herunter gelassener Klappe sieht, da sie so gerne einsteigen möchte.

Zwischendurch sollte man natürlich auch mal kürzere Strecken fahren, damit auch das normal ist. Gut eignet es sich natürlich wenn man das Pferd von einer Weide zur nächsten fährt, auch wenn es nur wenige 100 Meter sind. So verknüpft es Hänger fahren nur mit etwas positivem.

Und - nie nie niemals mit Druck arbeiten!

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verladetraining. anders geht es nicht. aber ohne druck. einfach den hänger immer da haben. das problem ist der mensch, der meint wenn methode 1 nicht klappt, versuchen wir es mit methode 2, 3 ,4 ...usw. am emde hat man ein völlig verstörtes pferd, was weder ein noch aus weis.

trainer kann ich dir auf anhieb nicht nennen, aber achte, das er ohne druck( longe um po, umlenkrollen,etc) arbeitet.

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Kommentar von Anni97
07.08.2016, 21:21

Hallo, danke für die Antwort.  Habe die Gassenmethode, die ich gerne bei unseren Berittpferden einsetze, genommen und ihn selbst einsteigen lassen... TaDa nach 5Min stressfrei drin, nur raus musst wir schieben, weil er sich umdrehen wollte ;)

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Hängertraining machen. Frage irgendwen den du kennst, der das kann. Am besten wäre es, wenn du einen Hänger mit Stufe hast und keiner Klappe, das mögen manche nicht.

Ein Bekannter von mir führt die Pferde immer solange, bis sie sich voll auf ihn konzentrieren und geht dann zielstrebig in einem Schwung in den Hänger. Wenn sie sich weigern und im Hänger kein Licht ist, kann das daran liegen. Einfach dafür sorgen, dass da Licht drin ist (hat bei uns geholfen). Und wenn sich das Pferd total weigert einfach Pause machen. Auch sollten definitiv nie viele Leute dabei sein - 2 ok, 3 maximal. Ab dann wirds nur zu unruhig.

Vorne ziehen geht garnicht, aber das weißt du ja. In einem Fall an unserem Stall wurde die Longe um den Po gemacht und das Pferd ging sofort rein und ab dann auch (zwar nicht ganz perfekt, aber es ging) ohne Longe immer, aber zu empfehlen ist das nicht, da viele sich dadurch ja noch härter wehren.

Naja, viel Glück.

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Kommentar von Anni97
07.08.2016, 21:13

Hallo, danke für die Antwort. An meinem Pferd ziehe ich sowieso nicht... Meist erfolgt die Steigesituation durch einen Schritt vorwärts-er kommt aus Polen und scheint keine guten Erfahrungen gemacht zu haben... Da er auch nach allem Ausschlag was dann zu nah kommt ist alles schwierig :/

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Weil ich grade unten gelesen habe, dass dein Pferd aus Polen kommt: eines unserer Pferde kommt aus Russland und hatte vor uns 3 Besitzer. In Russland scheint er auch keine guten Erfahrungen gemacht zu haben. Mitterweile ist er Chef der Herde und Lammfromm (ist ja auch schon 30) anfangs ist er auch erst nach 2 Stunden Stress in den Hänger, wir haben den Händer dann irgendwann als Futterplatz für ihn genutz und mittlerweile werfen wir ihm den Strick über und er geht von alleine rein und wartet bis alles zu ist und er angebunden ist. 

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